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4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
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127
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März 1542, 127

Übung auch uf abschlcgige antwort, deßhalb dhein sehnst zegeben, ungehindert gethancu vordrens, ward wider-bracht, doch nnt dem vorbehält, daß sömlichs den burgrcchten beider stetten unschädlich sin sollt". 2. Daß derjunge Graf die von Bern in Betreff seiner Reise nach Flandern verstündigt habe, sei nicht wegen Anerkennungeiner Pflicht, sondern aus hergebrachter Gewohnheit von ihm als gutem Freunde, Nachbarn und Burgergeschehen, wie er auch denen von Freiburg entboten, er wolle gerne beim Kaiser, zu dem er komme, verrichten,was ihnen gefällig sei. 3. Daß der Kaiser des Grafen langes Ausbleiben entschuldigt habe, der Graf nachhernach Bern gekommen sei und sich wegen eines Ziels in Betreff der verlangten Erkennung bcrathen und diefrühem Erkanntnisse zu sehen verlangt habe, beweise noch nicht de» Entschluß, eine Erkennung zu leisten.4. Corbers könne hier nicht angeführt werden, weil dieser Fleken nicht zu dem Kreis der Grafschaft gehöre,sondern ein besonderes Lehen sei, worüber die Städte sich verstündigt haben, wie sich anderseits die von Freiburgder Erkennung anderer Herrschaften des Grafen, z. B. Aubonnc gegen Bern, auch nicht widersetzt haben.

A. A. Frciburg: JnsiructionSbnch Nr. 4, k. IS4. ll. A. Solothurn: Abschiede, Band 24.

Auch hierüber waren die Gesandten von Freiburg mit den VI Orten vor dem allgemeinen Tag besonderszu conferiren beauftragt. K. A. Freiburg: JnsiructionSbnch Nr. 4, r. 141.

Zu 8. Die Instruction bewegt sich in allgemeinen Betrachtungen über die Ziele der kaiserlichen Politik :Die Herstellung der Eintracht unter den Christen und den Kampf gegen die Türken, erinnert die Eidgenossenan ihren Titel: Beschützer der Religion, und an ihre Christenpflicht und warnt sie vor den täuschendenVorspiegelungenetlicher Großmächtigcn der Christcnfürsten", die sich rüsten, um den Kaiser in seinen Landenanzugreifen; sie sollen sich nicht verlocken lassen, denselben ihr Volk zu bewillige», da dies zur Stärkung desErbfeindes beitragen würde sc. Bei», Bnsi-r und Soloth»r»cr Abschied.

Der Zürcher Abschied enthält als Beilage das Creditiv für denAmbasiator", Bnptista de Jnsnla, d. d.Madrid 10. Januar, gez. Carolus; der Text sagt vonNöm. kür. Mt."

Zu tk. Die Abgeordneten von Appenzell sind: Moritz Gartenhäuser, Landammann; Jost Jacob, desRaths; die der Stadt St. Gallen: vr. Joachim von Watt, alt-Bnrgcrmcistcr; Hans Riner, Unterburger-meister; Ambros Eigen; Martin Hux, alle des Raths. A»s der sm-den Text beni^ten Queue.

Zu g-x. Die bcnützten Quellen führen als die zwei letzten Artikel >v und x des Abschiedtextcs auf.Die betreffende St. Galler Sammlung enthält hinten die Bemerkung:Durch mich Johannscn Gißler vonUri der zit landvogt im Nhintal, wie ich die zerströyt befunden Hab und in die Pergament zusammender jarzal nach binden lassen anno d. 1559". '

Zu ü. 1542, 20. März. Freiburg an seine Gesandten zu Baden. Ucbcrscndung einer Abschrift derAntwort, welche der Graf zu Grcyerz denen zu Bern auf den zuletzt seine» Boten gegebenen Bescheid zuertheilen gedenke. Der Graf sei nicht bei der ihm angerathenen Antwort verblieben, sondern habe denVorschlag, zu Grandson oder Orbe gütlich verhandeln zu wollen, beigefügt. Damit man die von Freiburg,die in dieser Angelegenheit das Recht ergreifen wollten, angesichts des gütlichen Erbietcns des Grafen nichtverunglimpfe, habe man diesen vermocht, die benannte Antwort einstweilen noch zurückzuhalten. Die Gesandtensollen sich nun mit den Boten der sechs Orte hierüber bcrathen und deren Ansicht berichten.

K. A. Freiburg: Missiv-nbnch Nr. IS, f. isa.

1542, 4. April. Freiburg an Bischof, Hauptmann und Rath zu Wallis. Durch die auf dem letztenTage zu Baden gewesenen Gesandten sei man verständiget worden, wieir früntlichc und ernstliche Werbungan üwcr und unser getrüwcn lieb Mitbürger und landlüt der sechs orten, dermaß sie gezimend insächcnshicrumb (wegen Grcycrz) thnn und hnn weiten getan", wofür man dankbar sei. Erwähnung des bezüglichenBeschlusses der Eidgenossen, daß man vor Ausführung desselben noch einen gütlichen Tag mit Bern ver-suchen wolle. u>ick°m, r. iss.