Februar 1542.
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«5.
Wern. 1542, 21. Februar.
Staatsarchiv Bern: Rathsbuch Nr. L79, S. L77.
Verhandlungen zwischen Bern und Wallis.
I. Vor dein Rath zu Bern eröffnet eine Botschaft derer im Wallis: 1. Die von Bern nebst denen zuFreiburg sollten denen im Wallis behülflich sein, sich beim König von Frankreich dafür zu verwenden, daßder Aufschlag des Meersalzes abgeschafft würde. 2. Sie verlangen, daß man das Siechenhaus bei der Dransewieder bauen lasse. 3. Auf den 16. März soll der Untergang bei Marilli, wo das Kreuz umgehauen wordensei, vorgenommen werden. 4. Die von Bern mögen dem Official zu Sitten die Abscnspfründe zu Mai),obwohl er nicht persönlich darauf sitze, verabfolgen lassen, wie der Bischof dem Chorherrn Daverneris, derein Diener derer zu Bern sei, auch eine Pfründe, die er nicht selbst besitze, nachzudienen gestatte. II. DerRath beschließt: 1. Wegen des Ausschlags des Mccrsalzes soll dem König geschrieben werden. 2. Ans den16. März wolle man Maxilli besuchen. 3. In Betreff des Siechenhauses will man sich erkundigen undgebührenden Bescheid geben. 4. Ebenso wegen der Officialpfründe May.
«6.
Greyerz. 1542, bald nach 24. Februar.
Verhandlung zwischen Frei bürg und dem Grafen von Greyerz.
Wir sind auf die Wiedergabe folgender Acten angewiesen:
1) Die Gesandten von Freiburg, Pcterinann Schund, Bürgermeister, und Jost Freitag, erhalten unterm24. Febrnar (Freitag vor Jnvocavit) folgende Instruction: Da die Angelegenheit betreffend die Huldigungdes Grafen von denen von Bern vor gemeinen Eidgenossen angezogen worden ist und man daher schauenmuß, wie man sich verantworte, so sollen die Gesandten den Grafen auffordern, sich eigentlich und endlichzu erklären, wessen er gesinnt sei und was er über das, was man ihm früher zu Aubonne und anderwärtsvorgetragen, zu thun beschlossen habe. Sic sollen dem Grafen insbesondere auch den von den Boten vonBern zu Baden gehaltenen Vortrag eröffnen und seine Antwort schriftlich verlangen. Da die von Bern zuBaden angeführt haben, daß der Graf ihnen freundliche Briefe geschrieben habe, so sollen die Gesandte» Ab-schriften derselben begehren. K, sc Frcwnrg: J»s»»ctwnsbuch Nr.«, r. »».
2) 1542, 3. März. Freiburg an den Grafen von Greyerz. Durch den bei dem Grafen gewesenenBurgermeister (Schund) habe man erfahren, daß der Graf über einige Gegenstände die Ansicht derer vonFreiburg zu kennen wünsche. Wegen der geringen Zahl der dermalen Versammelten bitte man ihn, biskünftigen Montag Geduld zu haben, wodann ihm Antwort werde. Den Herren von Estavayer an die Ortezu senden, finde man nicht angemessen, weil er Vasall derer von Freiburg sei und daher die von Bern dieses
übel aufnehmen könnten. SI. Sreidur«: Missimnbuch Ar. 18 r. ISS. «Französisch,.
3) 1542, 6. März. Freiburg an den Grafen zu Greyerz. Bei ihrem Nathsfreunde Petermann Schmid,der zuletzt in Greyerz gewesen, habe der Graf Raths verlangt, was er denen von Bern auf ihre Forderungbetreffend die Fidelität seiner Herrschaft zu antworten habe. Alan rathe ihm nun, durch Gesandte dievon Bern zu bitten, ihn in Betracht der gute» Dienste, die ihnen seine Vorfahren und Ilnterthanen inKriegen und andern Angelegenheiten geleistet haben, ruhig und in demselben Verhältniß wie seine Vorfahren
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