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4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
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September 1541. 7I

Zustimmung des Kaisers auch nicht wirksam wäre, so müsse getrachtet werden, den Span wegen des Geschützeszu vergleichen, wodann leichter das llcbrige entweder vermittelt oder auf den Rechtsweg verwiesen werdenkönne. Man wünsche daher, das; Bern seine Boten beauftrage, die von Notweil zu bewegen, zu Ehren derEidgenossen und um des Friedens und guter Nachbarschaft des Herzogs willen diesem das Geschütz zu überlassen,und anderseits den Herzog zu bereden, anläßlich des Hofgerichts die von Rotweil bei dem würtembcrgischenVertrag zu belassen oder doch das Recht zu bestehen. Für den Fall aber, daß dieses nicht zu erlangenwäre und die von Rotweil in Betreff des Geschützes von andern Orten unterstützt würden, möchten die Gesandtenvon Bern ermächtigt werden, mit denen von Zürich zu erklären, man möge die Sache Wohl bedenken; dennwenn man wegen jeder kleinfttgen, liederlichen Sache sich Krieg auf den Hals ziehe, so Werde man die vonZürich und Bern hiezu nicht willig finden, sondern sie werden vielleicht lieber ihr Heil, Ruhe und Wohlfahrt,Land und Leute bedenken, als wegen jedem „Habdank" aufjucken. 2. Der Kaiser vermelde auf das an ihngethane Schreiben, daß er wegen der Kosten des Türkenkrieges das Erbeinungsgeld dermalen nicht abrichtenkönne und bitte um Geduld.

St.A.Zürich: Missivenbuch 1541—-is, k. 131. — St. A. Bern: Allg. cidg. Abschiede üü, S.S77. - K.A. Basel: Abschied- 1540—41.

Zu «. Mehrere Archive enthalten folgenden Vortrag des päpstlichen Gesandten Hieronymus Frank,Ritters. Ohne Datum und Vormerkung des oder der Adressaten steht er immerhin mit der im Text behan-delten Angelegenheit in naher Verbindung. Zwar scheint gerade der Eingang insofern einen Widerspruch mitdem Text anzudeuten, als man den Vortrag eher als einen für die V Orte (welche das Geleit bewilligenwollen oder schon crthcilt haben) berechneten betrachten möchte; man vergleiche die Abschiede vom 3. Octobcr I»,13. Octobcr n., 17. November Doch findet sich der Vortrag auch in den Sammlungen von Zürich undBern. Sein Inhalt ist folgender: Dank für das so schnell und mit so viel Ehren erthcilte sichere Geleit.Man werde sich erinnern, daß Ihrer Heiligkeit Gardeschreiber, Albrccht Nosin, in dem vor Langem an dieEidgenossen gesandten apostolischen Breve bemerkt habe, daß Frank zu gewissen mündlichen Mitthcilungcnbeglaubigt worden sei. Er habe anfänglich seinen Auftrag in lateinischer Sprache abfassen wollen. Nachdemer aber in die Eidgenossenschaft gekommen sei und vernommen habe, wie einige christliche Fürsten vorgeben,daß sein Auftrag ein erdichtetes Geschwätz, voll Betrug, den Bünden zuwider und zur Schmach gesammterEidgenossenschaft sei, so habe er für besser gefunden, um allen Leuten verständlich zu sein, seinen Vortragdeutsch zu verfassen und denselben durch Albrecht Nosin, einen gcbornen Eidgenossen und seinen Beistand undDolmetsch, in seinem Namen deutlich vorlesen zu lassen. Daß p. H. Paul III. erst jetzt eine Votschaft zuden Eidgenossen abordne, habe seinen Grund nur darin, daß er früher durch sein Streben, die christlichenFürsten zum Frieden zu bringen, in Anspruch genommen worden sei, wie er dann persönlich nach Nizzagereist und den Anstand der Fürsten daselbst vermittelt habe, welcher Anstand Wohl in einen Frieden über-gehen werde. Wenn aber auch p. H. erst jetzt eine Botschaft zu den Eidgenossen sende, habe doch stets derCardinal von Vcrulan Auftrag gehabt, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und den Frieden unter ihnen zubefördern, welcher Friede die vortreffliche Nation der Eidgenossen auch ohne Zweifel wieder zu ehcvorigemRuhm und Ansehen gelangen lasse. Zu besonderer Förderung der Früchte dieses Friedens sei nun er, Hiero-nymus Frank, Ritter und p. H. Kämmerer, anhergcsendct worden. Er soll 1. den Eidgenossen den päpstlichenSegeil spenden. 2. Mit aller Kraft auf den Frieden unter ihnen hinwirken. 3. Sie von dem drohendenWachsen der türkischen Macht benachrichtigen. Mit Rücksicht auf diese möchten die Eidgenossen in der Zeitbedenken, wie viel Volk „mit form und gestalt der gewonlichcn besoldungen" ihnen möglich wäre zur Hülfezu geben. (Folgen allgemein gehaltene, nicht durchweg klare Erinnerungen an frühere Fcldzüge der Eid-genossen und ihr damaliges Verhältnis; zum päpstlichen Stuhl, wie sie später entzweit geworden, der Cardinalvon Verulan dann zur Wicdervcrmittlung der Einigkeit abgeschickt worden sei und nun die Sachen täglichbesser gehen, da mehr Orte sich wieder bekehren als abfallen.) 4. Der hl. Vater begehre zum höchsten, das;nun unter den Eidgenossen nicht mehr disputirt werde, sondern zumal des Glaubens halb alle Zwietracht erlösche.5. P. H. habe vernommen, wie bei den Eidgenossen der Brauch sei, daß die Amtslcute alle Streitsachen durchSchicdlcute und Obmänner beizulegen suchen. Diese sollen jetzt des Glaubens wegen noch mehr thun, damit

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