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4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
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Juni 1541.

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also wenn sie zu ircn tagen kommen, dos; sie dann desselben haben müssen manglen. Wellich ungebürlichrecht unsere» Herren und oberen auf das höchst mißfellig und haben darauf ihren verordneten ratsbotcn, sodemnach auf einem tage zu Baden versamt gewesen, ernstlich befohlen, über sollich crbfäll zu sitzen und dero-halb etlich zimlich billich artikul zu stellen und ihnen ein gleich billich recht aufzurichten. Dassclbig die gesagtenrät und sendboten gcthan rmd biß hernach volgcnd articcil ufgcsctzt, wie die erbfäll in der grafschaft Badenhinfür ewiglich gehalten und geerbt sollen werden.

Item zum Ersten wann zwei ehcmcnschcn zusammen kommen, was guts sie zusammen bringend, essye ligcnds oder varends, darin nützit usgcnommcn; söllcnt sie mit einandcrcn nutzen und nicssen; rmd wanndann die frau mit tod abgat und eheliche kinder hinder ircn verlaßt, alsdann so soll der vater söliche kindgetrülichcn erziehen, bis daß sie zu iren tagen kommen und mus und brot gwünncn mögen; und wann dieki»d zu iren tagen kommen sind, alsdann so soll dem selben vater bleiben alles das gut, so er zu seinerehefraucn gebracht, desgleichen was guts er mitlcr zeit erspart und überkommen hatte; was guts aber diefrau im zugebracht oder in was gestalten das hinder in kommen wcre, soll glcichlich in zwccn teil geteiltwerden, und der halb teil ihme, dem mann, gelangen und erfolgen, also daß er das selbig gut sein lcbenlangin lybdings weis soll und mag inhalten, nutzen und messen, doch unvertrybenlich des Hauptguts. Ob aberbersclbig mann in krankhcit fallen oder sunst zu armut käme, und sin eigen gut alles verthan und verbrauchtwäre, alsdann so mag er nach crkanntnuß eines landvogts zu Baden solichcu halben teile siner ehefraucnseligen gut angreifen, damit er sin leibsnarung haben möge. Und ob dann derselbig mann, dem sein ehe-fraucn mit tod abgangcn wäre, sich anderwert ehelichen, vcrendcrn und mer eheliche kind überkäme, alsdannföllent die ersten kind (nach seinem tod) den halben teile ircr mutier seligen gut, so ir vater in lybdings wyseiagchept, vor bannen (neminem), und dann die ersten und nachgehenden kind ires vatcrs seligen Hab undgut, ligends und varends, glcichlich mit cinandercu teilen, also, daß einem sovil gelangen und werden soll,als dem andern; doch daß die nachgcnde frau ir zugebracht gut, sampt der ehcrecht, wie hernach bescheidenist, auch voraus und vor bannen ziehen und ncmen sölle. O b aber ein mann vor seiner ehefraucn mit todabgieng und eheliche linder hinder ihm verließe, alsdann soll die selb frau voraus und vor bannen nemcnir zugebracht gut, ligcnds und varends, auch ir morgcngab, was sie darbringen mag, was der mann ihrgeben verheißen habe; und dann soll des manns seligen gut, was er hinder im verlassen, ligends undvarends, geteilt werden, und der fronen von sölichcin gut ein kindstcil und als vil, als einem kind wird,gelangen und werden. Und ob sich die frau auch anderwerts ehelichen, vcrcndcrcn und mer eheliche kinduberkäme, alsdann söllcnt die ersten kind den kindstcil und das gut, so ircr mutier von ihrem vater seligworden ist (nach ircm tod) voraus und vor bannen ncmen, und dann die ersten und nachgcndcn kind irwutter seligen verlaßen Hab und gut glcichlich mit einanderen teilen und einem des so vil werden undverfolgen als dem anderen; doch daß der nachgchndc mann sein zugebracht gut sampt der cherecht, wie Harnachbescheiden ist, auch voraus und vor bannen ziehen und ncmen solle. Ob aber zwei ehemcnschcn zusammenkommen und ein person, es seie der mann oder die frau, vor dem andern mit tod abgienge und kein ehelichekind hinder im verließe, alsdann so soll die person, so in leben bclibcn ist, voraus und vor bannen »einenall ihr zugebracht gut und darzu alles das, so sie mitcinandercn erspart und überkommen haben, und dannber abgestorbnen person verlassen gut, es seie ligcnds oder varends, in zweeu teil getheilt werden, und derein teil verfolgen und werden der abgestorbnen person rechten und ncchstcn erben und der ander teil derüberbelibnen person, alles für ihr eigen und frei gute, damit sie auch mag schalten und walten, thuu undlassen nach irem willen und gefallen. S o aber zwei chemenschen zusammen kommen und dcrmasscn miteinandercnhaushielten, daß sie in geltschulden kommen und vcrrüft oder vergantet wurden, alsdann so mag die frauvoraus und vor bannen ncmen ihr zugebracht gut, ihr morgcngab, auch ihr kleider uud cleinoten und damitunentgolten ausgan; es wäre dann fach, daß sie mit ihm in gwünn und gwcrb gesessen, mit ihm gewürtetoder den schuldncrcn zu bczalen versprochen het, alsdann soll sie auch wie billich, wie weit ihr gut gelangenmag, bezalcn. Doch ist harinnc denen, so mit gedingcn und cherechten zusammen kommen, dieselben ihregedingte und eherecht ausbedingt und vorbehalten.

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