Druckschrift 
4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
Entstehung
Seite
9
Einzelbild herunterladen
 

Januar 1541. 9

Graubttnden geantwortet haben, Die Gesandten von Zürich haben die Sache nicht vergessen und von denBoten der benannten beiden Orte Bescheid verlangt und denselben dahin erhalten, daß man nächstens aneine gelegene Malstatt zusammen kommen und in der Güte einig zu werden versuchen wolle. Könnte dasnicht geschehen, so müßten sie darauf denken, den Span rechtlich zu erledigen. Man habe geglaubt, daß diebetreffenden Orte dieses selbst denen von Graubttnden berichtet haben. Da dieses nicht geschehen, mögenletztere, wenn das ihnen gefällig sei, die Sache auf dem nächsten Tage, der ihnen angezeigt wird, wiedervor die Eidgenossen gelangen lassen.

St. A. Zürich: Missivenbuch 154143, f. i»v. Hängt wahrscheinlich mit dem Abschied vom 13. December 1540 « zusammen.

Zu NN. In dein Lnccrncr Abschiedband I.. 2 liegt, hinter den Abschied von der Jahrrcchnnng versetzt,die Copie eines weitläufigen Schreibens der XIII Orte an Marschall und Präsidenten des Parlaments zuDole (Toll"), in der Grafschaft Burgund, d. d. Baden 19. Januar 1541, über die Forderung desBaumeisters Niklans Cloos von Lncern (vcrgl. Absch. 1537, 4. November « und 1549, 13. December v).Man habe ans diesem Tage besiegelte und wahre, mit Eiden bekräftigte Kundschaft verhört, wie Herr vonMarnold den Vogt Cloos gebeten, die Botschaft nach Frankreich zu übernehmen und ihm ebenso viel odermehr Belohnung versprochen, als er Vogt Hünenberg gegeben habe. Daneben liege glaubwürdiges Zeugnißvor, daß Meister Johannes Haab von Zürich und Vogt Hüneuberg, die vorher etwa sechsthalb Wochen aufder Reise gewesen, je ca. 190 Kronen über die Zehrung empfangen, und Herr von Marnold dem letzter»noch etwa 290 Kronen darauf gegeben, der König von Frankreich ihm überdies 100 Kronen verehrt habe.Weil nun Baumeister (Joh. Balth.) Keller (von Zürich) und Baumeister Cloos eilf ganze Wochenaus"gewesen und Herr von Marnold dem letztern gleiche oder bessere Belohnung verheißen habe wie dem VogtHünenberg, der im Ganzen 400 Kronen erhalten, so haben die Boten erkannt, daß ihm statt der angebotenen80 Kronen 209 Kronen werden sollen, womit man bescheiden zu fahren glaube, und ersuchen nun umbaldige Ausrichtung der bezeichneten Summe.

3.

An der Sense. 1541, 17. Januar ff.

Staatsarchiv Zürich: Acten Bern. Staatsarchiv Berit! Freiburger Abschiede I). l, S. 165.

Gesandte: Zürich: Johann Haab, des Raths (Obmann). Bern. Hans Nndolf von Graffenricd,Vcnner; Michael Angsbnrger, Scckelmeister und des Raths (Nichter). Frei bürg. Ulrich Nix; PctcrmannSchund, Bürgermeister, beide des Raths (Nichter).

t». Vor dem genannten Schiedsgericht erscheint der edle Johann Gnillict, Bnrgcr von Freiburg unddaselbst wohnhaft, verbciständet durch Lorenz Brandenburger, alt-Schnltheiß und des Raths zu Frciburg, undHaies Krummcnstoll, Burger daselbst, als Kläger; sodann Hans Rudolf von Diebbach, Peter Jmhag, Vennerund des Raths, und Niklans Zurkindcn, Nathschreiber der Stadt Bern, im Namen derselben als Beklagte.1. Der Kläger eröffnet, er habe vor einigen Jahren Güter in den Landen des Fürsten von Savoyen gehabt;als nun die von Bern jenem einiges Gebiet weggenommen, haben sie auch die Güter des Guilliet zu ihrenHänden gezogen und zwar ohne alle Ursache, indem deren Eigenthttmer ihnen nichts zuwider gethan habe.Es sei nun im Alffang des benannten Kriegs denen von Bern der Durchpaß über das Gebiet derer vonFreiburg nur so bewilligt worden, daß Land und Leute und Verwandte derer von Freiburg nicht gekränktwerden sollten, was nun gegenüber dem Kläger nicht beobachtet worden sei. Da wiederholtes Ansuchen andie von Bern, ihm das Seinige wieder zuzustellen, fruchtlos geblieben sei, so fordere er diesfalls einen

2