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Januar 1541.
Herzog denen von Notweil zu verwahren gegeben, haben vier Orte von den Eidgenossen einen Abschiedgewacht, bei welchem es bisher geblieben sei, und über die gegen ihn vorgebrachten Klagen glaube er genügendenBericht gegeben zu haben, so daß er von Seiten der Eidgenossel: nur Gutes erwarte. Dieser Bericht unddie gehabte Mühe und Arbeit wird „den: Herrn" verdankt mit der Anzeige, daß die Boten seinen Vortragheimbringen wollen, damit man den: König entsprechend zu antworten wisse. Auch dein Connetable wirdfür sein Anerbieten bestens gedankt. I. Der Kostei: halb, die für die Botschaft nach Wttrtemberg entstanden,wird jetzt beschlossen, (die 100 Gulden von den: Herzog den Boten zu lassen), jeden: per Tag 1 Krone undfür seine Auslagen 5^ Kronen zu geben und dies Alles auf nächster Jahrrechnung zu bezahlen; dies trifftauf jedes Ort 12 Kronen (für Vogt Haab 27^/2 Kronen, für den Hauptmann von Zürich 4 Kronen3 dicke Pfennige). »»». Martin Wernli, Schaffner zu Münsterlingen, bringt vor, da man zwei Frauen zuSchaffnern und Verwaltern angenommen, so möchte man einige Personen verordnen, denen er die Uebergabemachen und Rechenschaft geben könne, damit seine Bürgen der Tröstung entlassen und er quittirt werde.Da Lucern und Unterwalden die letzte Rechnung abgenommen haben, so werden sie beauftragt, auf den20. Hornung ihre Boten nach Münsterlingen zu senden, um daselbst die Uebergabe zu vollziehen und aufden nächsten Tag Bericht zu erstatten, damit der Schaffner und seine Bürgen quittirt werden können, i». DerSchaffner zeigt ferner an, das Kloster habe einen Zehnten zu Schlattingen, der aber nicht bequem zu beziehenund deßhalb immer verliehen worden sei; er bitte, ihn: diesen Zehnten ans 15—20 Jahre zu verleihen gegenbilligen Ersatz. Heimzubringen, um vorerst zu erfahren, wie er hausgehalten und wie die Uebergabe sei.«». Nochius Jberger bringt vor, er sei des Convents von Fischingen und besitze Brief und Siegel, daß erwie ein Conventherr gehalten werden solle; da nun „das" Convent besondere Zinsen und Gülten habe undletzthin der Schaffner auch „ausgewiesen" und mit ihn: abgekommen wurde, so bitte er, ihn als einenConventualeu gnädig zu bedenken. Dieses Begehren wird dem Abte mitgetheilt, dessen Antwort man gewärtigenwill. K». Ueber die Verleihung der Zölle zu Lauis und Luggarus stimmt jetzt die Mehrheit der Orte dafür,daß man nach Erlöschung des Lehens dasselbe auf eine Steigerung bringe und es dein Meistbieter leihe,und daß die dorthin abgehenden Boten keine Befugniß haben sollen, etwas davon nachzulassen. Mai: willauch eine Ordnung aufsetzen, daß jedes Jahr ein solches Lehen vergeben werde, das eine Jahr zu Lauis,das andere zu Luggarus; die Boten dürften eine „gemeine ziemliche" Verehrung annehmen. Stephande Sala voi: Lauis berichtet, wie er für Hauptmann Tempesta Bürgschaft geleistet, auch die betreffende Summehabe bezahlen müssen und dadurch in Armuth und hartes Gefängniß gekommen sei; da nun der König demHauptmann noch eine große Summe schuldig geblieben laut einiger Rödel, die er bei Händen habe, so bitteer, ihm zur Bezahlung behülflich zu sein. Darauf hat man den: König und dem Herrn von Boisrigaultgeschrieben, sie möchten den: Kläger die genannte Summe gütlich überantworten oder dann gemäß den Tractatenihre Zusätzer nach Peterlingen senden. Heimzubringen und zu rathschlagen, was man thun wolle, wenn den:nicht entsprochen werde. » Der Landvogt zu Luggarus zeigt schriftlich an, daß falsche Kronen in: Umlaufseien, die drei Lilien und das breite Kreuz haben wie die Sonnenkronen; man finde beim Gepräge nur denUnterschied, daß sie sich rauher angreifen und daß der Name Franciscus schwer zu lesen sei; sie seien nur30 oder 40 Kreuzer werth. Ebenso finde man falsche Venediger-Kronen und schlechte Doppelvierer, die etwas kleinerals die rechten Basler seien. Heimzubingen, damit jedes Ort die Seinen warne. 8. Unser Vogt zu Mendrishat geschrieben, es dünke ihn räthlich, wegen der Naubthat des Milano nochmals an den Marquis vonGuasti ernstlich zu schreiben, man könne nicht zugeben, daß die Sache zu Coino gerechtfertigt werde, sondern