Februar 1536.
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geführt worden, habe man den Feind weiter verfolgen und in Salevone, Rümilly und Chambery aufsuchenwollen. Da nun aber der König diese Länder zu erobern beabsichtige, so wolle man ihm hierin nicht hinder-lich entgegentreten; nichtsdestoweniger wollen die von Bern ihrer Aufgabe genügen und dabei des Königsgute Freunde bleiben. 3. Mit dieser Antwort war der Gesandte wohl zufrieden.
Der Abschied ist französisch: deutsche Uebcrsctzungm im St. A. Zürich: Tschud. Documcntensammllmg D. X, Nr. b7.
St. A.Bern: Deutsch Missivenbuch S. 177. K. A. Schaffhausen: Correspondenzen.
Z8«.
Sitten. 153k, bald nach 12. Februar.
Verhandlung zwischen Bern und Wallis.
Wir sind ans die Wiedergabe der untern: 12. Februar an Urban Baumgartner, des Raths, und AntonTillicr, Gubernator zu Aelen, als Gesandten von Bern ertheilten Instruction beschränkt.
Die Boten sollen vor gcsammtcm Landrath der Landschaft Wallis den freundlichen, brüderlichen undtapfern Zuzug auf das höchste verdanken. Man sehe hieraus, daß sie sich durch die Practikeu und heimlichenWerbungen nicht zur Feindschaft wider die von Bern haben verleiten lassen. Ehre und Nutzen beider Theileerfordern, daß man diesen Krieg tapfer, beharrlich und handfest zu Ende bringe, wofür man einander ge-treulich beistehen wolle. St. A. Bern: JnstructionSbuch o, k. 4t.
Z87.
Aerner Lager, Kens. 1530, 15. bis 17. Februar.
Kantoilsarchiv Genf: RatIMcgistcr.
Gesandte: Genf. Claude Savoye; Michel Scpt; Ami Bandiere; J.Lullin.
I. An: 15. Februar beschließt der Rath deriZweihundert zu Genf, auf das von den Kriegsregenten vonBern gestellte Verlangen des Vidomats und der Rechte des Bischofs Folgendes zu antworte,:: Man verdankeans das höchste den Mitbürgern von Bern die Mühe und Arbeit, der sie sich für die Stadt Genf unter-zogen, und die Wohlthaten, die sie ihr bisher erwiesen haben. Dabei sei ihnen vorzustellen, wie die von Genfsiebenzchn bis zwanzig Jahre lang Krieg gegen den Herzog von Savoyen und die Bischöfe bestanden unddeßwegen bei denen von Bern Hülfe gesucht, die sie ihnen bisher gewährt haben. Gott habe gefügt, daß siemit einer Kriegsmacht und mit so guten: Willen ausgezogen, daß die Feinde der Stadt Genf wie der Schneevor der Sonne gewichen seien. Wenn aber die von Genf je entschlossen gewesen mären, sich jemand zuunterwerfen, so hätten sie nicht so Vieles erduldet. Man glaube nicht, daß die Herren von Bern die armeStadt Gens, die für ihre Freiheit so viel gekämpft und gelitten, in ihre Abhängigkeit bringen wollen. Manbitte, diese Vorstellung gütig aufzunehmen und die von Genf zu beschützen, die nebst denen von Bern nurGott als Schirm haben. Vier Gesandte giengen mit dieser Antwort in das Lager der Berner (bei der
Cluse) ab.
II. Am 17. Februar erklärten die Kriegsregenten vor den: Rath der Zweihundert, daß sie mit dieserAntwort nicht befriedigt seien; die von Genf haben ihnen die Stadt, Leib und Gut angeboten und gesagt,