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4,1,c (1878) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1533 bis 1540
Entstehung
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Mai 1535.

T7«.

Wern. 1535, 5. Mai.

Staatsarchiv Bern: Rathsbuch Nr. »Si, S. L«g.

Vor dem Nathe zu Vera eröffnet Schultheiß von Wenge von Solothnrn: Nachdem die vier Zugesetztenzerfallen und somit das Urtheil an ihn als Obmann komme, so bitte er die von Bern als Kläger, ihm znüberlassen, in der Güte zu sprechen. Dem Begehren wird entsprochen, doch daß es geschehe mit wissenhaftcrThädigung.

Der Obmann erläßt mittelst einer spätern Missive das Urtheil dahin: Weil der Abschied von Badenetwas um diesen Handel vermöge und ausweise, und die von Bern in Betreff der Zugchörden des Gottes-hauses Vuchsce mit dem Abt von St. Peter sich in freundliche Handlung eingelassen haben, die aber nochunausgetragen sei, und mau daher noch nicht wisse, wem die fraglichen Zehnten zuerkannt werden, so be-trachte er das Urtheil der Nichter von Solothnrn (s. Abschied vom 22. April) als das bessere.

St. A. Bern: Solothurn Bücher 0. S. so, «S, tiü, «7.

Die Missive datirt:Mittwoch vor Marcelli" (13. Januar), (wohl irrig, oder für 1536?); vonWenge wendet sich wiederholt, noch am 22. September (Mittwoch nach Nicomedii) an Bern, daß man de»Anstand gutlich vergleiche.

Wern. 1535, vor 8. Mai.

Verhandlung zwischen Bern und Genf.

Wir sind auf folgende Missiven verwiesen:

1) 1535, 8. Mai. Bern an Zürich. Die zu Genf haben durch ihre Botschaft berichten lasse», wie s"von des Herzogs Unterthancn täglich angcrennt und beleidigt werden, so daß sie nicht unbesorgt außer »Stadt gehen können; die Straßen seien verlegt, alle Glocken in der Herrschaft Gex zu einein Sturme angestellt, mit der Weisung, daß wenn sie angezogen werden, jedermann wider dieLuthcrschcn"aufbrechen solle. Da die Genfer in Folge dessen die von Bern anrufen, seien diese veranlaßt, die von Z"" ialles Handels zu berichten und sie zu bitten, ihnen zu Gefallen und den armen Leuten von Genf zuernstlich an den Herzog zu schreiben, daß er jene ruhig lasse und sich mit dein begnüge, was auf dem ctzTage zu Baden verabschiedet worden ist. St. A. Bcm: Deutsch Mtssiv-nbuch v, s.-!»?>

2) 1535. 18. Mai. (Pfingstdienstag). Zürich an Bern. Auf den 15. Mai (Psingstabend) habe d"große Rath beschlossen, gemäß dem Verlangen derer von Bern an den Herzog von Savoyen in BM gGenfs zu schreiben und sei der Brief schon gefertigt gewesen. Da habe man von einem Bürger von Zl^ 'der damals in Genf gewesen sei, vernommen, daß nicht der Herzog, sondern die von Genf auf den "fahrtstag oder Abend aufgebrochen und dem Herzogußerthalb" vor ein Schlößchen, in dem sich einigeditc» von Genf aufhielten, gefallen seien, und somit sie die Unruhe veranlaßt haben. Auf dieses habe »uden Brief bis heute zurückbehalten. Damit man aber sehe, daß es n» denen zu Zürich nicht fehle, ff"man heute diesen Voten mit dem an den Herzogen gerichtete» Briefe ab; finden die zu Bern, daß de» ffdenen zu Genf von Nutzen sei, so mögen sie ihn weiter gehen lassen, sonst aber zurückkehren heißen.

St.A.Zürich: Missivenbuch 1534 und 1535, s.

Man vergleiche hiezu den Abschied vom 8. Mai.