Januar 1535,
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4) 1534, 2, October, Genf. Anton Bischofs und Jacob Tribolet an ihre Obern. Antwort auf dasSchreiben der letzter», worin man ihren Willen verstanden habe. Der Zollcr sei todt. Kanflente von Walliskauften in Genf Tuch und Specereien für 500—600 Kronen, luden die Waare auf ein Schiff, um sie nachNenenstadt führe» zu lassen. Da kamen über Nacht des Profoscn Brüder mit einigen Knechten mit Büchsenund Armbrusten, zwangen sie zu landen, schnitten die Ballen auf und theilteu das Tuch und die Specereieu.Man habe nun ins Wallis geschickt, dieses anzuzeigen und warte nun, was der Bote („er") bringe. Fernerhabe ein Ehrenmann ihnen (den Briefschrcibern) angezeigt/ wie der Bischof mit dem Bann fürfahre und dieStadt in die Acht bringen wolle, um den Unwillcu aller Welt gegen sie zu errege». Man glaube, die vonBern sollten nach Dole schreiben, zumal „sy ihm" Zins, Renten und Gülten bezahle», damit verschafft würde,daß „er" ihre Bürger ruhig lasse. Dem Herzog liege an der Sache; denn wenn die Stadt bei dem Evan-gelium bleibe, so werde das ganze Land evangelisch. Die von Bern mögen daher das Beste thnn; dennwenn sie diese Leute verlassen, so das; sie vom Evangelium zurücktrete» müssen, sei zu besorgen, daß es zugroßem Schaden derer von Bern geschehe; die Stadt sei ihr Unterpfand, mit Gott und dem Recht mögensie das Unglück wohl abwenden. Wenn die Bauern in die Stadt kommen und wieder heim wollen, werdensie von den Banditen und des Bischofs Amtslcutcn angefallen; diese halte» ihnen vor, sie seien im Banne,sie müssen eine Absolution haben, sie müssen ihnen sieben Gros geben, dann seien sie absolvirt; danebennehmen und rauben sie, was sie finden. Die Herren von Bern mögen doch bedenken, daß es für sie eineewige Schande sei, solches anzusehen, ohne sich zu rühren. In Genf seien ungefähr vierzig Knechte vonLucern, Schwyz, Lachen, Zürich und Murten. Man bitte um eine gute Antwort und nehme an, die Bote»derer von Bern seien bald wieder zu Hause, so daß man ihnen (den Briefschrcibern) Ncrhaltungsbcfehlc gebenkönne. Greise man die Sache nicht anders au, so werde man aller Welt zum Gespött.
St. A. Bern: Actenband Gens UM—INS?.
5) 1534, 8. October. Bern an Obige. 1. In Folge ihrer Anzeigen habe man an das Regiment zuDole geschrieben und hoffe guten Erfolg für Genf. Angriffe meiden. 2. Da der Herr von Thorens begehrt,daß mau sich in seinem Handel bei dem Rath von Annecy („Anissy ) verwende, so werde hiesür Jacob Triboletbezeichnet, auf de» die Crcdcnz schon früher ausgestellt worden sei. St. A. Vnn- Dc.asch Misswc»l.u-l> v. S. s-°.
6) 1534, 13. October (Dienstag vor St. Gallcntag). Anton Bischoff an seine Obern. Auf letztenFreitag (0. October) sei ein Bürger von Genf seiner Geschäfte wegen außer die Stadt gegangen. Da seier von des Bischofs Leuten, die im Schloß Pcncy liegen, gefangen genommen und sofort an einen Baumgehängt worden. Auf Samstag (10. October) habe der Bischof zwei und vierzig Bürger von Genf, vondm besten, die zum Wort Gottes halten, in den Bann gethan und ihnen entbieten lassen, ihm in Gcx zuRecht zu stehen. Es sei aber zu besorgen, daß wenn sie heraus kommen, man sie beim Hals nehme. GleichenTags habe der Herzog durch seine Amtleute ein Gebot ausgehen lassen, daß alle seine Angehörigen auf denMarkt nach „Gallar" (Gaillard?) und „Moyryn" (Meyrin?) gehe» mögen; aber es sei zu fürchten, daßdie Genfer, wenn sie hinausgehen, Lebensmittel zu kaufen, gefangen werden. Dieses und Andercrs verübender Bischof und der Herzog mit den armen Leuten, die es nicht mehr aushalten können. Die Herren vonBern werden gebeten, in' der Sache ein Einsehe» zu thun. sc. A.B°n. band s-»i
7) 1534, 16. October (auf St. Gallcntag). Anton Bischoff an seine Obern. Des Bischofs Statt-halter, der zu Gexsi„Jee") sitze, habe die von Genf in den Bann gethan und darauf befohlen, daß manihnen auf ihre Güter falle. Hierauf verordneten die von Genf zwei aus ihrer Mitte nach Gcx zu reitenund baten den Anton Bischofs, sie zu begleiten, um sich zu verantworten, wie es der Brauch sei. Als sie»ach Gcx gekommen, habe der Statthalter sie freundlich empfangen und geheißen ins Wirthshaus gehen, um„ze Morgen" zu esse», er wolle dann die Antwort ihnen schriftlich mitthcilcn. Inzwischen habe der Statt-halter seinen Diener nach Pcncy geschickt, wo des Bischofs Leute liegen, und ließ diese herkommen. Alsnun die Abgeordneten zum Secretär giengcn. die Antwort in Empfang zu nehmen, seien die von Pcncyschon im Hause gewesen, mit Halbarde». Schafali» und Büchsen zu einer andern Thür hereingekommen in
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