März 1533,
nicht zu verstehen, „sam" es ihnen zum Trotz oder Widerwillen geschehen wäre, da man doch Bünde undFrieden treulich zu halten begehre, Hiemit hoffe man ihre Klage genügend beantwortet zu haben, und wennsie nichts Weiteres „ins Recht tragen", so gctröste man sich der Zuversicht, daß ihre Klage nicht erwiesensei, womit man die Sache de» Zugesetzten befehle, mit Vorbehalt zc.
(III n.) „Der fünf orten widerred,"
. .. (Wiederholung). Da sich Zürich auf seine Freiheiten berufe und das Mandat nicht zum Nachthcilihrer Obern wolle gemacht haben, so gebe man zu, daß es Gebote und Verbote zu erlassen befugt sei, soserndies nicht wider seine Zusagen und den alten wahren Glauben gehe; dasselbe lasse aber deutlich erkennen,daß es wider ihren Glanben gerichtet sei, und wenn Zürich darauf hinweise, daß es nur die früher» Mandatedamit bestätigt habe, so sei zu erwiedern, daß vorher der Mandate, Briefe und Botschaften so gar viele ge-wesen, daß sie, die V Orte, „leider got erbarms" (dadurch) zu großem Schaden gekommen, woraus die Rcchl-sprccher wohl erkennen werden, daß mit der Zeit noch Schlimmeres folgen tonnte, wenn das jetzige Mandatnicht widerrufen würde; sie vermeine» auch rundweg („glatt dannen"), daß der neue Landfriedc sie vorsolchen Schriften ausdrücklich schützen sollte. Des in den Bünden gemachten Vorbehaltes wollen sie sich auchselbst behelfen; wäre nur Zürich bei seinen löbliche» Bräuchen und dem Herkomme» geblieben, wie zu derZeit, als es in den Bund getreten, so wäre man alles Spans, Unwillens und Schadens beiderseits über-hoben gewesen; darum sollten billig solche Mandate und alles Andere, was den Freiheiten und dem Her-kommen beider Theile zuwider sei, unterlassen werden. Wenn dann Zürich sage, es wolle sie bei ihremalte» Glauben bleiben lassen, so sehe doch das Mandat dieser Zusage gar nicht gleich, und wenn es anziehe,daß sie laut des Landfriedens es bei seinem Glauben auch zu lassen versprochen, so haben sie damit dochniemals ausgesprochen, ob sie seinen Glauben für gerecht oder ungerecht halten, sondern dessen Werth gänzlichdahin gestellt gelassen, Hienach bitten sie nochmals, daß Zürich von dem Mandat abstehe; sonst wollen siees zur Erknnntniß der Rechtsprecher gesetzt haben zc.
(Hill,) „Antwurt miner Herren von Zürich."
„Als dann unser lieb Eidtgnosse» von den v orten uf unser letst gegebne antwurt abermals entliehvcrmeincnt, dickgcmelt unser Mandat zewiderrufen und abweg zctund, us vil und mengerlei Ursachen, nit notalhie zemclden, so gemelte unser Eidtgnosscu von den v orten darzubewegc, sürnemlich daß unsere Herren undober» von Zürich sich im ersten artikcl des fridcns bekent, daß sy von Zürich gedachte unsere Eidtgnosse» vonden fünf orten bi ircm alten waren ungezwifloten christenlichen glonben bliben wellint lasse», sürnemlich onchiren grund des rechtens daruf gesetzt; so dann wir von wägen n. h. n, o, von Zürich solichen artikel vornmb minder span, arguwieren ald disputierens willen kurtz verantwurtet, vermeinende daß ir unsere günstigenHerren richtcr und zugesetzte, deßglich sy unser Eidtgn, von den v orten uns bi solicher gegebnen antwurthettint lasse» bliben, und nf gemelte» artikel nit sovil trungcn, werint wir solichen artikel witcr zeverani-wurte» nit geursachet, und begärent hiemit, daß ir unsere Herren d, R. u. Zugs, gemelte» ersten artikel deslandfridenS lesen lassen wcllint, der also lutct: zum ersten so söllent und wcllcnt wir von Zürich ec. Dicwilnun vorgemcltcr artikcl gehört und verstanden, daß wir von Zürich iich unser lieb Eidtgn. von den fünforten bi dem glonben, so ir achtent und Hand für den waren alten nngezwifleten christenlichen glonben, blibenwellint lassen, volget nit darns, daß wir gemelte von Zürich in auch für sollichen habint erkent; dann sosolicher verstand in gemeltem artikel sölte erhalten werden, were wol von nöten, daß es also stünd: wirvon Zürich bekennent uns, daß unsere getrüwen lieben Eidtgn, de» waren alten ungezwifloten christenlichen glon-ben habint, und dann volgcnts, sy bi sollichem irem unserm bekentcn glouben in iren eignen landen, hcrlig-keiten und gebieten bliben zelasscn, dann so wir ie solichen artikcl verstanden, wie unsere Eidtgnosse» vonden v orten vermeinen wellen uns betaut hau, were wol billich, daß wir unser» glouben mit dieser beknntnusfaren liehint, und unsern getrüwen lieben Eidtgn. von den v orte» (in) irem glonben nachfürent; sidtmaldann (aber) vilgemelt u. l, Eidtgn. von den v orte» uns bi unserm glouben »achgends in gemeltem artikelauch bliben lassen wellint, ist wol zncrmcssen, daß wir uns so wyt nit bekennt, anders dann der luter buch-