Druckschrift 
4,1,c (1878) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1533 bis 1540
Entstehung
Seite
II
Einzelbild herunterladen
 

II

in Mitleidenschaft gezogen werden, von welchen her Ausbeute zu hoffen war, um schou Bearbeiteteszu ergänzen und Nichtbearbeitetes herzustellen.

Ueber den Charakter der benützten Qelleu ist Weniges zu sagen, das nicht in den Vorwortender früher erschienen Bände bereits angemerkt worden wäre. Mit Vergnügen und Schmerzkonnte der Bearbeiter dieser Abtheilnng die Trümmer des Badener Manuals fvergl. S. 131.)benützen; als flüchtige Minute mangelhaft in ihrer Form, bieten sie eine Stofffülle, die in denofficiellen Abschieden, welche ihrem bekannten Zweke folgend das in einer Sitzung zur ErledigungGelangte so oft auslassen, umsonst gesucht wird. Für das Einzelne unserer Quellen verweisenwir auf die allcrwärts angeführten Citate und die bezüglichen Noten.*)

Dem letzten Bearbeiter fiel billig auch die Herstellung der Anhänge und der Register zu.

Was die Methode der Bearbeitung anbelangt, war es selbstgegebene Aufgabe des letztenRedactors, sich der Manier seines unmittelbaren Vorgängers anzuschließen. Vor Allem schwierigwar oft die Wahl des Stoffes. Größere Begebenheiten laufen nach Abwikelung des eigentlichWichtigen in nachträgliche kleinliche Marktereien aus; wo soll hier die Grenze sein, bei der manberuhigt sagen kann: bis hichcr und nicht weiter? Es gibt zwischen Ort und Ort Nachbarstreite,nicht ohne Eifer und mit vielem Aufwand von Mühe und Zeit verfolgt, deren Object aber demFernerstehendeu und zumal jetzt gleichgültig erscheint. War dieses aber auch damals, als dieSache ihre lebendige Abwikelung fand, der Fall, und darf nicht billig das vermehrte Interesseder näherstehenden Nachkommen der zur Zeit thätig gewesenen Parteien berücksichtigt werden?Im Zweifelsfalle entschloß sich die Nedaction im Einverständniß mit der Oberleitung leichter zurAufnahme als zum Fallenlassen dergleicher Gegenstände. Dasselbe war der Fall bezüglich derAnfügung der ziemlich zahlreich gewordenen Noten. Die in ihnen gegebenen Missiven, Instructionen,Berichte u. dgl. führen uns oft genug Theile der Verhandlung der versammelt gewesenen Botenvor, die wir im officiellen Abschiedstexte umsonst suchen, und gehören dann unzweifelhaft derAbschiedesammlung an; oft aber dürfte der Inhalt einer Note mehr Stoff für die historischeAusführung liefern, als daß er der Wiedergabe eines Verhandlungsprotokolls anheimfiele. Wirwollen über die diesfalls von uns befolgte Methode mit Niemand rechten. In Betreff einigerformellen Details verweisen wir auf die bezüglichen Bemerkungen im angeführten Vorwort desHrn. Strickler, dem wir auch in dieser Richtung zu folgen bestrebt waren.

Anfänglich lag es im Plane, diese Abtheilnng bis zum Jahre 1544 auszudehnen. Diewährend der Arbeit sich häufende Stosffülle veranlasste die Oberrcdaction, am Schlüsse des Jahres4540 für einstweilen Halt zu gebieten.

*) Einige Ergänzungen für diesen Zeitraum bietet: Huber, I., Stiftspropst in Zurzach: Die Regesten der ehemaligenSt. Blasien Propsteien Klingnau und Wislikofen, Lucern, 1373. Der Redaction kam diese Schrift zu spät zu Gesicht, alsdaß sie noch hätte benäht werden können.