October 1552.
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bezahlen müsse» und bezahlt, um nicht in weitere Ungelegenheiten zu verfallen, ungeachtet sie sich erbotenhaben, bis zur Austragung der bezüglichen Beschwerden den betreffenden Betrag zu hinterlegen. Daß Allesdas zuwider den Privilegien und Verträgen gehe, ergebe sich aus Folgendem: a) Eine „Testifiation", dievon Lyon ausgegangen sei, zeige heiter an, was die Kaufleute von Altem her verzollt haben und verzollenmüssen, dessen man sich jetzt »och nicht weigere, b) Die Capitel der Tractatc und der Vercinung zeigen,wie man die Kaufleutc mit den fünfzehn Tagen nach der Lyoner Messe und in anderer Beziehung halten,anch daß man sie mit keiner weiter» Neuerung beschweren solle, o) Im Jahre 1542 sei auch ein »euerZoll aufgesetzt worden, gegen den sich die Kaufleutc („wir") und andere der Eidgenossenschaft Verwandte beiden Eidgenossen beklagt haben, wodann nach langer Verhandlung der König sie dieser Beschwerde enthobenund denen zu Lyon geschrieben habe, sie sollen bei der alten Taxe verbleiben, die diesfalls geleisteten Bürg-schaften sollen aufgehoben und wenn wegen des neuen Zolles etwas Geld ausgegeben worden sei, solledasselbe zurückgestellt werden. Da die Boten den Nachtheil, den eine solche Beschwerung der aus Frankreichkommenden Handelswaareu bringe, leicht ermessen können, so bitte man sie, den König zu vermöge», diesich bewerbenden und alle der Eidgenossenschaft verwandten Gewcrbsleute mit dieser Beschwerde unbehelligtzu belassen, die Bürgschaften aufzuheben und das, was bei letzter Augustmesse entgegen dem alten Gebraucheausgegeben werden mußte, wieder zu erstatten. Es sei bekannt, welche Folgen es für die letzte ZurzachcrHerbstmesse gehabt habe, „daß durch söllichc nüwc ufsatzung vil waren, die etliche unter uns dahin bracht,uspliben, und was wir nit von wegen vorversprechcns habcnt müssen erstatte», zu Lyon ligcn plibcn sind".Man zweifle nicht, die Boten werden zum Nutzen des gemeinen Vaterlandes im Sinne dieses Gesuches handeln.
Stadtarchiv St. Gallen: Drucke XXII, 18. Ohne Datum und Unterschrift.
Vermittelst Missive aus Baden vom 27. October 1552 an den König wiederholen die Boten derX111 Orte die Anbringen der Kaufleutc betreffend die Zollerhöhungcn und ersuchen um Beseitigung derselben,Aufhebung der bezüglichen Bürgschaften und Zurückerstattung des zu viel Abgenommenen. Es siegelt derLandvogt zu Baden. Stadtarchiv St. Galle»- Trucke XXII, so. (Französisch und deutsch).
Zu in. Auf dem Rande des Zürcher Abschiedes steht: „Ein büchli titel: Die heilig Freue santInterim, daruf ein selzame figur, gedruckt zu Bern anno 52. Nota: ander buchst titel: Ein klcglichebotschaft dem Papst zukommen, antrefend das Papsttum. Das dritt buchst hat ctlich sonder bedütlich buchstabcn."Diese Randbemerkung ist von anderer Schrift als der Abschiedtext.
Zu und x. Den Geschlechtsnamcn Applan schreibt der Lucerner Abschied a Plön, und anstattBannada Pan z wir sind hier dem Zürcher und Schwyzcr Exemplar gefolgt.
Zu X. Meier: Geschichte der evangelischen Gemeinde in Locarno I, 2liv giebt die vollständigen Namender aufrührerischen Locarner so: Franzesco Paolo Orello und Bcrnardino Benada.
Zu Unterm 3. November 1552 meldet Basel an den Landvogt zu Baden die nun auch von Zürichund Bern erfolgte Zustimmung, und fordert demnach für die Gesandte» von Basel und Solothurn die Fertigungeiner Credenz im Namen der ganzen Eidgenossenschaft. a- »»sei- Misswcnbuch woi-os, S. sso.
Fu TA. 1552, 25. October. Die zu Baden versammelten Voten der XIII Orte an den König vonFrankreich. Auf diesem Tag sei vor den Bote» erschienen Kaspar Schlumpf für sich und im Namen JacobZyli, Lienhard und Georg Zollikofer und Jacob Eigen, alle von St. Gallen, und für andere Mitverwandtenund habe eröffnet: Vor einiger Zeit habe das Kricgsvolk von Albrccht dem jünger», Markgrafen vonBrandenburg, den betreffenden Kauflcuten beim Wasser Düringen (au pro« mmo rivioro nammö Milii-mgon)einige Waarcn und Kaufmannsgüter genommen. Auf das habe sich Markgraf Albrccht gütlich mit ihnenvereinbart und ihnen versprochen, sie in drei Monaten zu bezahlen, gemäß seiner Briefe. Auf das verfalleneZiel habe aber der Markgraf sie nicht befriedigt, sie wisse» ihn nicht zu betrete»; da er aber, als sein Kriegsvolk