October 1552. 717
des Königs Dienst begeben, verhindert werden, sich Wider den Kaiser und das heilige Reich und die Erblandedes römischen Königs gebrauchen zu lassen. Man bedauere dieses Schreiben sehr; Hanptleutcn und Knechtensei befohlen worden, gemäß der Vcreinnng und nicht der Erbeinnng zuwider zu dienen; man nehme an, siehaben dieses befolgt, andernfalls würde man gemäß der Erbeinnng sie bestrafen. Man habe auch Hanptleuteans einigen Orten, die zurückgekehrt seien, vorbeschiedcn und ihnen des Kaisers Schreiben eröffnet; dieseantworteten, sie haben dem König von Frankreich nur nach der Vereinung gedient und sei ihnen unbekannt,daß sie gegen das Haus Oesterreich oder die Grafschaft Burgund gezogen wären und der Erbeinung entgegen-gehandelt hätten. Die von Zürich und Bern, die in der Vereinung mit dein König von Frankreich nichtbegriffen sind, haben den Ihrigen verboten irgendwo hinzuziehen; hätten Einige dieses übersehen, so werdensie bestraft werden. Man bitte daher den Kaiser, die Orte für entschuldigt zu haben; ihre Meinung undihr Wille sei, die Erbeinnng zu halten, so lange dieselbe an ihnen erfüllt werde, wie das bisher geschehensei und die Grafschaft Burgund und das Haus Oesterreich an der Verwendung der Eidgenossen haben ersehenkönnen. (Bereitet für die Bcsiegclung durch den Landvogt zu Baden, Ambros Jmhof, des Raths der
Ablchi-dc Band IS, k. 4SS. - Et. A. Lucun, Allg. Absch. I>, s. III.-K, A. Glaru«: Abschiedk.-K. A. Basti: AbschiedeBand -5,' beim Abschied vom S. September 1554. - 4!. A. Solothurn: Abschiede Band St. - K. A. Schasshausen: Abschiede, dein,Abschied vom 4. Juni 1554.
Zu e und 1552, 23. October, Baden. Die Gesandten von Basel an ihre Obern. Auf gesternseien die Boten, die erst am Freitag (21. October) Abends alle hergekommen seien, gemeinschaftlich im Ratherschienen und haben zuerst des Kaisers Botschaft und Schreiben, und bald darauf des Königs voll FrankreichTresorier und Botschaft angehört. In Betreff des Kaisers seien die meiste» Gesandten bevollmächtigt gewesen,ihm sofort zu antworten; dagegen die von Unterwalden, Solothurn und Basel seien beauftragt gewesen,anzuhören und die Sache in den Abschied zu nehmen. Hierüber habe man einigen Unwillen vermerkt undEinige seien der Meinung gewesen, man wolle mehren, wer schreiben wolle und wer nicht. Auf das haben dieBoten von Basel eröffnet, sie wissen wohl, daß ihre Obern die Erbeinung halten und »ut ge.ne.nenEidgenossen dem Kaiser antworten werden; da aber dessen Schreiben Vieles enthalte, so sei die Antwort m.tBedacht zu erlassen. Ueberhin wisse man in Basel nicht, wie es be. gemeinen Eidgenossen stehe, weßhalbsie zum Anhören und Wiederbringen abgeordnet seien. Damit man aber besser zusammenkomme, sei ihnenrecht, wenn eine Antwort entworfen werde; wer dann in dieselbe einwilligen wolle, der möge cs thu» ; wersie hei»,bringen wolle, den, möge ein Tag, sich beil., Landvogt zu erklären, bestimmt werden. Das sc, danndas Mehr geworden. Da nun alle Orte außer Bern. Schaffhausen und Appenzell e.ne doppelte Botschafthaben, so seien von Zürich. Lucern, Schwyz. Basel und Solothurn Boten verordnet worden, e.nen Entwurfzu erstellen, der den folgenden Tag geprüft werden soll. Dieser Auftrag sei heute vollzogen worden, und wennnun der Landschreibcr die Antwort verfasse, w.e sie bcrathschlagt worden sei, so glaube man , sollte siejedermann annehmlich sein; doch werden die Gesandten von Basel ohne Willen ihrer Obern sich ... ...chtBeschlüßliches einlassen. In Betreff des Franzosen wollen E.n.ge das Ver ch.eben u>.d Hinterstchbr.nge.. ubelan nehmen und ...einen, ...an sollte den König nicht aufziehen, sondern die Vere.nung halten und d.e Knech ebe.vill.gen, aber bevor der Aufbruch geschieht, mit dem Kon.g und den Hauptleuten reden^ w.e d.e Knechteael.alten und aefül.rt werden sollen; das möchte bei de.» Kon.g guten Willen erzeugen. Da die Boten vonBasel nur zum Anhören beauftragt sind, wohl aber. °hn° sich in etwas Beschlüßliches zu vertiefen auchzur Sache reden können, so haben sie sich in dieser We.se gehalten; wollen aber d.e Sachlage berichten,damit man allfällig, je nach Umständen, den Boten mehrere Vollmacht geben könne; immerhin möge manihnen die Meinung der Obern bis an, Dienstag früh zu wissen thun. Am Mittwoch sc. der CardinalFarnese hier durch „ach Frankreich gereist. Man glaube, er br.nge e.nen guten Frieden oder e.nen chwerenKrieg In Baden seien viele Hauptleute. die gerne Dienst hätten; sie sinden auch Knechte; aber es werdenichts gehandelt, weßhalb man glaube, es sei de... König mit de... verlangten Austruch .wch mcht re^