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4,1,e (1886) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1549 bis 1555
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Juli 1552.

22».

Kngeköerg. 1552, 4. Juli (St. Ulrichs Tag).

Landesarcliiv Scliwyz: Abschiede.

Gesandte: Luccrn. Niklaus von Meggen, Panuerherr und alt-Schultheiß. Schwyz. Jost Ulrich,Landsfähurich und des Raths. Obwalden. Vogt Sebastian Omlin, des Raths. Nidwaldeu. BalthasarVonmatt, des Raths.

». Vor den Gesandten, in Beiwesen von Hans Lnssi von Unterwalde», derzeit Vogt zu Engelberg,und einiger von den Thalleuten giebt Abt Bernhard (Ernst) aufrechte, ehrliche und vollkommene Rechnung,an welcher die genannten Herren und Kastcnvögte Vergnügen und Wohlgefallen haben und dem Abt seinenFleiß, Mühe und Arbeit freundlich verdanken. Die Einnahmen des Abts an Zinsen, Zehnten, Gülten, anKorn, Haber und Wein, an Anken, Küse, Salz nebst dem Vieh betragen 4066 Pfund 10 Schilling. SeineAusgaben wegen der Pfründe zn Küßnacht, ohne die letztjährigen Kosten, und was er dieses Jahr verbautund angelegt hat, auch für Ankauf einer kleinen Matte zu Engeiberg, die bei drei Kuh Winterung giebt,und „priester knecht usbezalt, usgnon ein priester", und was er in der Haushaltung gebraucht hat, betragen4333 Pfund 9 Schilling. Das Gotteshaus schuldet dem Abt fiir das, was er seit seiner Herkunft vonKüßnacht dem Gotteshans vorgestreckt hat, 260 Pfund 10 Schilling. Das Gotteshaus hat an guten gichtigenForderungen („Schulden") wenigstens 568 Pfund 2 Schilling 2 Haller „also verrechnet und das ist nitverrechnet vorstends". Anderseits hat der Abt mit Bewilligung der Kastenvögte vom Kirchherrn zu Buochs100 Kronen entlehnt; ebenso von einem Thalmann, Heini Hnrschler, 200 Pfund; anch ist man dem Sennoder „denen ers glichen hat", schuldig 20 Kronen; hievon giebt man den Zins. Ter Abt hat die altenSchulden an Knechte und Dienstboten, an Schlosser, Schmiede, Seiler, Küfer und andere Handwerksleutebezahlt, so daß man nichts Namhaftes schuldig ist, außer einem Priester oder Caplan bei 100 Gulden unddem Abt die obgenannte Summe und dem Vogt Schilter selig bei 180 Pfund. Das Gotteshaus hat auHabe 39 Kühe, 9 Mennochsen (Zugochsen), 7 Stierochseu zum Metzgeu, 6 Zeitriuder, 9 Meisrinder^60 Geißen, 9 Meisochsen, 20 Gitzi, 29 entwöhnte Kälber, „ein stuth selb triten", 3 Millich, 1 zweijährigeilHengst, 500 Maß Ohl, bei 100 Käse, bei 91 Eimer Wein am Zürchersee und bei 60 Eimer im Kloster,und Korn und Haber für dieses Jahr genug. ?». Zu gedenken „des Herrn Melcheren halb, die antwurt,man heig im das recht dargschlagen". v. Zu gedenken des Fensters in Hans Dilgers neues Haus.

229.

Lucern. 1552, 11. Juli (Montag nach Cirill).

Staatsarchiv Lncer» : Allgcm. Abschiede l>, k. 01. Landcsarchiv Schwyz: Abschiede.

Tag der vier Orte Luceru, Nri, Unterwaldeu und Zug.

Gesandte: Lucern. Schultheiß Bircher, (Niklaus) von Meggen, (Heinrich) Fleckenstein, Fähnrich Sonnen-berg, Vogt Sidler. (Andere nicht bekannt).