684
Juni 1552.
Jost (Joos) Krcpsingcr, des Raths zu Lucer», als Landvogt in den Freien Aemtcrn. Einnahme» : 1122 Pfund17 Schilling 6 Haller. Ausgaben: 486 Pfund. Nest 642 Pfund 1 Schilling 6 Haller. Trifft jedemOrt 1>1 Pfund. 6. Rechnung mit Konrnd Hässi, des Raths zu Glarus, als Vogt im Nheinthal. Einnahmen:935 Gulden 25 Schilling 11 Pfenning. Ausgaben: 269 Gulden 5 Schilling 1 Pfenning. Nest 658 Gulden15 Schilling 10 Pfenning (sie). Trifft jedem Ort 82 Gulden 6^ Schilling. 4. Rechnung mit Kaspar Jmhof,Landammann zu Uri, ini Namen feines (?Stief-)Bruders, Jost Schmid, als Landvogt im Thurgau. Einnahmenvon den hohen Gerichten: 1188 Gulden 9 Schilling. Ausgaben: 585 Gulden. Rest 606 Gulden „minder9 Pfenning". Gehört jedem Ort 60 Gulden 4 Schilling. Einnahme von den Niedern Gerichten 249 Gulden7 Schilling. Ausgaben: 45 Gulden 2 Schilling 6 Denar. Nest 204 Gulden 4 Schilling 9 Denar.Davon werden dem Plattner (Blattner) zu Frauenfeld geliehen 70Sonnenkronen, machen 109Gulden 10 Schilling;die soll er auf nächste Pfingsten wieder erlegen, nebst gebührendem Zins laut dem Schuldbrief. Nest94 Gulden 9 Schilling 9 Denar. Gebührt jedem der VII Orte 13 Gulden. 5. Rechnung mit AmbrosJmhof, des Raths zu Bern, als Landvogt zu Baden. Einnahmen: 1318 Pfund 16 Schilling 8 Haller.Ausgaben 8 64 Pfund. Rest 454 Pfund 8 Schilling 8 Haller. Gebührt jedem Ort 56 Pfund 10 Schilling.6. Aus der Geleitsbüchse zu Baden wurde ausgegeben: 2'/e Pfund den Schützen zu Klinguau; 10 Pfundden Schützen zu Baden; 4 (verschmiert) Pfund den Stadtkncchten; 14 Pfund dem Untervogt Jahrlohn undBesserung; 34 Pfund den beiden Gleitern und ihren Weibern; 20 Pfund dein Landschreiber; 6 Pfundseinem Substitute»! 5 Pfund der Stubenfrau! 4 Pfund den Priestern und Sigerist; 4 Pfund dem Zoller;4 Pfund dem Schwert; 6 Pfund der Frau beim obern Thor, welche die Wortzeichen einnimmt; 2 Pfund„Kropfschribcr"; 2 Pfund dem Trompeter; 2 Pfund dem Hans Meyer; 1 Pfund 4 Schilling um dieSeckli; 20 Pfund den armen Leuten von Nohrdorf, welche verbrannt find; 9 Pfund 12 Schilling Läuferlohnund für Wein. Antheil jedes Orts vom Nest wie im Abschiedtext. 7. Aus den übrigen Gcleitsbüchscnwerden den Geleitern gegeben: Zu Coblenz 2 Pfund, zu Zurzach 1 Pfund, zu Mellingen 10 Pfund, zuBremgarten 6 Pfund, zu Vilmergen 2 Pfund, zu Lunkhofen 2 Pfund, zu Klingnau 2 Pfund. Antheilder Orte wie im Abschiedtext, nur bei Bremgarten heißt es 9 Pfund 12 Schilling. 8. Vom Stadhofund Schindcrshof wie im Abschicdtext. Die Steuer von Dießenhofen ist hier nicht verzeichnet.
Anstatt dieses Art. haben der Freiburger und Solothurner Abschied einfach die Notiz: Der Landvogtim Thurgau habe jedem Ort wegen der hohen Gerichte 60 Gulden und 4 Schilling gegeben. Das AppenzellerExemplar hat wie gewohnt nur das Rheinthaler Resultat, für jedes Ort 78 Gulden.
Zu Basel willigt mit Schreiben vom 18. Juli 1552 an den Landvogt zu Baden in den Erlaßdes verlangten Schreibens ein. K. A. Basel: MWo-nbu-h issi—ss, s. res.
Zu qq. 1552, 14. Juli, Constanz. Niklaus Bollwyler an die auf dem Tag der Jahrrechnungzu Baden versammelten Boten der XIII Orte der Eidgenossenschaft. Antwort auf ihren Brief vom 6. Juli.Gleich nach Empfang desselben habe er sich zu Georg (?), Grafen von Montfort, derzeit Conimissar überdie vom Kaiser angenommenen Kricgsleute daselbst begeben und haben sich dann beide an der Hand desgenannten Schreibens über den Stand der Dinge erkundigt. Sie haben aber „gar kam anzal sonder garwenig" befunden; hätte sich eine Anzahl gezeigt, so hätten sie, gemäß dem Begehren der Eidgenossen, dieselbesofort wieder heimzuziehen angewiesen; wo sie nämlich der Eidgenossenschaft guten freundlichen Willen undnachbarlichen Dienst erweisen können, seien sie hiczu stets geneigt. St. A. Zürich: Act-» Constanz.
Zu »». 1552, 10. Juli. Die Gesandten von Zürich berichten au ihre Ober» unter Anderin:Gemeine Eidgenossen habeil den Landvögten im Thurgau, Rheinthal und Sargans, auch dem Abt vonSt. Gallen, als den Anstößen, schriftlich und mündlich mit Ernst befohlen, die Unterthaueu daheim zu behalten,sich des Krieges nichts anzunehmen, und nach Erfordernis) gute Obsorge zu halten. St.«.Zürich: A.Fra»lr-ich.