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4,1,e (1886) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1549 bis 1555
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Juni 1552.

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hiernach dem Vogt schuldig 238 Kronen 3 Dicken 4'/e Kreuzer. (Mit anderer Schrift): Dieses Geld ist ihmallsgerichtet und bezahlt worden. I». Die Zoller von Lauis eröffnen, sie haben den Zoll für die letzten ziveiJahre für jährliche 1230 Sonnenkronen empfangen, doch mit dem Vorbehalt von Krieg und Pest. Da sichnun ein Krieg in Deutschland am Rhein erhoben habe, demzufolge die Kaufmannsgüter auf dieser Straßeund durch das Lauisergebiet herauf nicht wie früher befördert wurden, sei ihnen hiemit viel Geld entgangen.Ferner haben die Mailänder Kornsperre verhängt, wodurch kein Korn, von dem der „leiste Zoll falle, ohnegroße Besoldungen und Kosten eingeführt werden mochte, so daß viele Leute keines, oder nur iveuig kauften.Als sie den Zoll empfangen haben, haben die Mailänder ihren Unterthailen von vier Aemtern das Kornüber den Lauisersee zuführen lassen, was etilen schöllen Zoll abgeworfen habe; auch dieses sei in der Folgeabgeschlageil worden. Es habe ferner auch der Landvogt einige Nüfe ergehen lassen, daß niemand Kornwieder aus dem Lande führe. In Folge des piemontesischen und parmesanischen Krieges haben dieMailänder nicht wie in andern Jahren in Deutschland oder auf den Märkten zu Nuffle, Bellenz lind BollenzVieh kaufen wollen, was Alles ihnen nicht weniger Schadeil als letztes Jahr die Pest verursacht habe.Sie bitten daher, sie nicht strenger zu halten, als im genannten Jahre; oder man möge ihre Rechnungeinseheil; sie seien bereit, ihre Einnahme abzutreten und ihre Mühe und Arbeit an sich selbst zu haben.Der Landvogt, Statthalrer, Landschreiber und viele andere Ehrenpersonen bestätigen diese Angaben undberichten, daß wenn auch die erwähnten Umstände nicht obgewaltet hätten, die Zoller doch unmöglich diePachtsumme eingenommen hätten. Obwohl einige Boteil iustlunt waren, keinen Nachlaß zu gestatten, so istdoch mit Mehrheit entschieden worden, ihnen 330 Kronen nachzulassen. Aus das sind die Zoller iviedererschieneil und habeil mit thränendeu Augen hochgeschworen, daß jeder von ihnen noch 50 Kronen verliere;würde ihnen nicht ein weiterer Nachlaß gewährt, so müßten da» ihre lldeiber und vielen Kinder entgelten.Da man aus vielen Gründen diesen Verlust begreift und die Obern den Schadeil der Zoller nicht begehren,so hat man ihnen weitere 50 Kronen nachgelassen; die übrigen 8o0 ^onnenkronen habeil sie baar ausgerichtet.

Meister Baptista Cribcl, Fürsprech zu Lauis, eröffnet. Jm^ahlc154/ habe ein gewisser Nampon, seßhaftzu Sessa, im Gebiete von Lauis, zu den Gebrüdern Andrea, Philipp und Peter Paul de Marzetis gesagt,es wollen ihn Einige vertreibe», aber er wolle allen Buben zulcid hier bleibe». Aus das habe ihm Einergeantwortet, wer ihn denn bekümmere, sie seien Ehrenleute. Hierauf sei von beiden Theilen gezückt, dochgeschiedeil worden. Sodann habe Rampon zu seiner Schwester, der Flau des Andrea, gesagt: „du Lurin,du redest stets böses", worauf Andrea eriviederte, er rede übel, und dann zückte, aber festgehalteil wurde.Dann habe Nampon ihn verlassen, sei aus die andern Blüder zugelaufen, habe gegeil sie gehauen und seivon ihnen getödtet worden. Alle drei seien dann als einfache Todtschläger verrufen worden. Andrea undPhilipp haben seither von den nächsten Freunden des Getödteten den Frieden erlangt, vermögeil aber nicht,sich von Ort zu Ort zu begebeil, um die Liberation zu bewerbeil und bitten daher, ihre Angelegenheit inden Abschied zu nehmen. Mau will mm die Sache heimblinge», um aus der nächsten Jahrrechnung zuLauis Antwort zu geben.

Der Name des Zürcher Gesandten aus dessen Instruction vom 9. Juni (Mittwoch nach Pfingsten).St. A. Zürich: Jnstructionsbuch 1544 —1554. k. 287; derjenige des Berner aus seiner Instruction vom13. Juni, St. A. Bern: Jnstructionsbuch IP k. 217; derjenige des Freiburger auf dem Umschlag des FreiburgerExemplars; derjenige des Solothurner aus seiner Instruction, K. A. Solothuru: Abschiede Band 3l.

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