Mai 1552,
sei daher uothwendig, auch ihnen zu schreiben, daß sie die bestallungsgeinäße Anzahl halten sollen. Da manhierüber ohne Instruction ist, so soll man die Sache heimbringen, und welches Ort der Meinung ist, demKönig, dem Morelet und auch den Hauptleuten zu schreiben, das soll seine Ansicht beförderlich denen vonLucern berichten, die dann im Namen aller Orte, welche Knechte im Piemont haben, unter ihrem Siegelschreiben sollen. «. Die von Bern beschweren sich in Betreff des ersten Artikels in den mit Mailandabgeredeten Capiteln, anbelangend den Kauf von Korn und andern Fruchten zur Zeit der Theurung. Sicglauben wenn ein Miitt Kernen 8 Pfund, ein Mütt Roggen 5 Pfund, ein Mütt Fasen 3 Pfund, allesBeriter Maß, gelte, so sollten die Mailänder in den Gebieten, Landen und Städten der Eidgenossenschaftauch nicht mehr als zweitausend Mütt, dem mailändischen Maß gleichförmig, kaufen dürfen. Da der Gesandtedes Kaisers, Angelus Ritius, dieses zugiebt und der Artikel in die Capitel gestellt wird, so soll nun der Landschreiber zu Baden die Capitel schreiben und aufrichten. (Beilage 2.) >». Die Gesandten von Schivyz und GlarnSziehen an, die Aebtissin zu Schännis sei Willens, einen Urbar ihrer Güterzinsen und Güter aufzurichten, dievon Zürich werden daher gebeten, die Ihrigen zu vermögen, einen solchen Urbar der Gebühr nach errichtenzu lassen. »K. Die Boten der V Orte eröffnen gegenüber dem von Zürich, Wolf Wicky von Wyl soll beimNothenhaus in Zürich, in Beisein Ammann Voglers und des Wirths geredet haben, die V Orte hättenihre Votschaft zu Ueberlingen gehabt und seien „inen" gegen die Kriegsfürsteu berathen und beholfeu geivcßn,mit dem Versprechen, wenn man ihrer weiter bedürfe, wollen sie ihnen mit Leib und Gut Hülfe und ^iostbeweisen. Die V Orte bitten daher die von Zürich, sich bei Ammann Vogler, dem Wirth zum Rothenhausund Andern, die dabei gewesen sind, zu erkundigen, was und von wem solches geredet worden sei, unddieses denen von Lucern zu berichten, damit man die Ehre des Fernern wahren könne, r. Heinrich Lochmaun,des Raths zu Zürich, zieht au, er und seine Gemeinder seien im Falle, ihren Dienern und Werklcuten, diesie auf dein Eisenwerk zu Sargans haben, Korn zugehen zu lassen; nun habe in letzter Zeit der Zoller zuWesen hievon den Zoll gefordert, ivas früher nicht geschehen sei. Da sie dieses Korn einzig für den Unterhaltihrer Diener hinaufsenden, so bitten sie freundlich, den Zoller zu vermögen, von seiner Forderung abzugehen.
Der Gesandte von Basel („ir") weiß seinen Herren zu berichten, wie die von den zwölf Orten ihnen zumhöchsten danken für die Ehre, welche sie ihren Gesandten, die beim König von Frankreich gewesen sinerwiesen haben.
t. Verhandlung der IV Schirmorte des Abts von St. Gallen betreffend die bewaffnete Begleitung einesPrädicauten durch Einige von Lindau nach St. Gallen; siehe Note.
Im Zürcher, Bcrner. Basler. Freiburger und Schaffhauser Exemplar fehlen I, und n, uu Glarncrb, itt; im Solothurner lt>, im Appenzeller v, i, I—n. I» aus dem Zürcher, Schwyzer und arinr,aus dem Zürcher, i aus dem Schwyzer und Glarner, 8 aus den» Basler Exemplar.
Zu It. Anstatt dieses Artikels nimmt der Abschied für Schtvyz die Berichterstattung selbst in de"Text auf (Lucern, weil im Besitz der Acten, hatte diesfalls im Abschied nur eme kurze Notiz »othigtz Tbetreffende Bericht geht dahin: Bürgermeister und Rath der Stadt Überlingen schreiben: 1. ^hrc Bo e>,welche ailf dem Reichstag zu Augsburg gewesen sind, seien zurückgekehrt und haben eröffnet, sie wisse» m )besonderes Neues, außer daß wieder ein Tag ailf den 26. Mai »ach Regcnsburg angesetzt sei, wo ic lfwfuiund Fürsten hinkomme», und auf welchem dann über einen eigentlichen Frieden gehandelt werden, .2. Herzog Albrecht habe die Stadt Nürnberg sieben Tage lang belagert und viele Schlosser undFIeciabgebrannt, sei dann aber auf Mahnung der Kricgsfürsten abgezogen und habe sich in das Land Franlc,in die Bisthümer Würzburg und Bamberg begebe»; was er da zu thun gedenke, werde die Fo ge zeige