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Mm 1552.
Eidgenosse» um getreues Aufsehen auf die Stadt Mühlhauscn. Auf den letzten Tag zu Baden hat derKaiser in Betreff Hauptmann Schärtlins und anderer Aufwiegler geschrieben. Da einige Boten wegen einerAntwort ohne Instruction sind, so wird wieder in den Abschied genommen, was man dein Kaiser antwortenwolle, wenn er später eine Antwort forderte, l. Walter Roll, Landschreiber zu Luggarus, erscheint underöffnet, nachdem er auf einem Tag zu Baden zum Schreiber und Dolmetsch für Luggarus angenommenworden sei, gemäß Brief und Siegel, so bitte er, ihn bei diesein Amt bleiben zu lassen. Da er Brief undSiegel für sein Amt besitzt, so hat man ihn für so lange, als er sich ehrlich und wohl haltet, dabei bleibenlassen. 55. Der Gesandte des Kaisers und des Statthalters zu Mailand, Angelus Ritius, erinnert an dieauf dem letzten Tage zu Baden entworfenen Capitel, von denen behufs Einholung gänzlicher Vollmacht fürihren endlichen'Abschluß jedem Boten Abschriften mitgetheilt worden sind. Nach Vergleichung der Instructionenhaben eilf Orte diese Capitel, wie sie auf dein letzten Tage zu Baden abgeredet worden sind, angenommen;doch wissen die Boten zu berichten, welche Aenderungen im zweiten und dritten Artikel vorgenommen wordensind, die den Unsrigen zum Nutzen gereichen. Es sollen nun diesfalls beförderlich Briefe und Siegel nachaller Gebühr errichtet werden. Die Gesandte» von Bern haben mit Rücksicht auf den ersten Artikel, unddie von Basel wegen der Freiheiten derer von Basel keinen Auftrag, die Sache zu beschließen; doch nehmensie die Angelegenheit in den Abschied, in der Meinung in den nächsten vierzehn Tagen dem Landvogt zuBaden zu berichten, ob ihre Obern die Capitel ebenfalls annehmen wollen oder nicht. I». Es wird keinanderer Tag angesetzt, da die Jahrrechnung zu Baden am 26. Juni abgehalten wird. Welchem Ort inzwischenetwas Wichtiges zustößt, das mag einen gemeinen Tag beschreiben.
i. Bericht über den Niederwurf der Kaufleute von St. Gallen; siehe Note.
K.. Verhandlung betreffend eine Botschaft an den König von Frankreich wegen der Neutralität derGrafschaft Burgund; siehe Note.
Eine Missive von Basel an seine Gesandten vom 4. Mai 1552 benennt neben Onofrion Holzach auchBatt SuiNMerer. K. A. Basel: Missivenbuch 15S0-SS, S. SZ0.
Im Appenzeller Exemplar fehlt k.
Zu tt. 1552, 21. April (Donstag nach dem Ostertag). Burgermeister und Rath von Rotweil an Zürich.Obwohl die von Rotweil das Schreiben, welches die Eidgenossen ab dem letzten Tag zu Händen derKriegsfürsten diesen, nebst einem eigenen Schreiben derer von Rotweil, zugehen lassen haben, so fürchten siedoch, es werde dasselbe ohne gedeihliche Folge sein. Gestern und heute vernehmen sie durch glaubwürdigeKundschaft, daß Ulm sich schon ergeben, und der Haufe, der davor gelegen sei, sich in drei Theile aufgelösthabe, wovon der eine auf Memmingen, „das was plen genant ufwerts", der andere gegen dem Bodenseeund der dritte, der denen von Rotweil am meisten zugedacht worden sein möchte, über die Alb geordnetworden sei. Von den Kundschaften derer von Rotweil selbst habe man aber noch nichts Bestimmtes erfahren.Da die Zeit nicht erlaube, in Betreff dieser drohenden Umstände an alle einzelneu Orte zu gelangen, sobitte man die von Zürich um ein fleißiges getreues Aufsehen und im erforderlichen Falle durch ihr Schreibenoder ihre Botschaft, die man für ersprießlicher erachte, auf Kosten derer von Rotweil bei den Kriegsfürstenzu erwirken, daß jene unüberzoge» und unbeschädigt bleiben. Im gleichen Sinne haben die von Rotwcildenen von Lucern, Zug und Schaffhausen, als den nächsten, in der Eile zugeschrieben. Nach Abfassungdieses Briefes habe die Kundschaft von Rotweil berichtet, der eine Haufe liege noch vor Ulm, in der Meinung,die dortigen Dörfer niederzubrennen; der andere sei am 19. April (Dienstag) aufgebrochen und nebenEhingen und Riedlingen die Donau herauf gezogen, so daß er sich jetzt sechs oder sieben Meilen von