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Mai 1552.
216.
Maden. 1552, 4. Mai (Mittwoch),
Staatsarcüiv Lucern: Allgem. Abschiede p, f. 34. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Band 18, k. 374.
Staatsarchiv Bern: Allgem. eidg. Abschiede kl KI, S. 731. Landesarchiv Scüwyz: Abschiede. Kantonsarchiv GlaruS: Abschiede.KantonSarchiv Baiel: Abschiede Band L4. KtantonSarchiv Freiburg: Badische Abschiede Band 16. KantonSarchiv Schaffhausen: Abschiede.
Landesarchiv Appenzell: Abschiede.
Gesandte: Zürich. Hans Nndolf Lavater, Burgermeister; Johann Escher, Stadtschreiber. Bern,Hans Franz Nägeli, alt-Schultheiß; Anton Tillier, Seckelmeister und des Raths. Lucern. Hans Bircher,alt-Schultheiß. 11 ri. Hans Kuhn, Statthalter; Jacob a Pro, des Raths. Schwyz. Dietrich Jnderhalden,Ritter, alt-Landammann. Unterwalden. Arnold Lussi, alt-Landammann zu Nidwalden. Zug. HansLetter, Annnann; Hans Burkart. Glarus. Hans Brunuer, des Raths. Basel. Onofrion Holzach,des Raths. Frei bürg. Jost Freitag, des Raths. Solothurn. Konrad Graf, Schultheiß. Schaff-hausen. Alexander Peyer, Bürgermeister. Appenzell. Sebastian Törig, des Raths. — E. A. A. k. 164.Ibickem: Kathol. Abschiede 1541—1590.
« Die von Zürich zeigen an, wie sie auf das ernstliche Anhalten und Schreiben derer von Rotweil,das jedem Ort mitgetheilt worden sei, diesen Tag angesetzt haben und eröffnen, was ihnen von dem Statt-halter im Thurgau, von den Ihrigen zu Stein und von anderswoher über die Kriegsfürsten bekanntgeworden sei. Ebenso berichtet Aminaun Letter von Zug was durch die Boten der V Orte in BetreffÜberlingens bei den Fürsten verhandelt morden sei. Darauf erscheint die Rathsbotschaft derer von Rotweilund eröffnet, sie haben das auf dem letzten Tage von den Rathsboten der Eidgenossen ausgegangene Schreibennach deren Weisung den Kriegsfürstcn zugestellt. Diese haben ihnen wieder geschrieben und einen „Truk"zugeschickt, und verlangen, daß die von Notweil ihnen mit Proviant, Durchpaß und Andern? behülflich seienund endlich auf den letzten (30.) April eine Rathsbotschaft zu Augsburg haben, wie dann von diesemSchreiben jedes Ort eine Copie erhalten habe. Da nun die Kriegsfürsten mit „höchstem Schall" sich heutehier, morgen dort niederlassen und namentlich- die Reichsstädte nach ihrem Gefallen bedrängen und um großesGeld brandschatzen und diese in täglichen Sorgen stehen und ihnen stets Warnungen zukommen, wie sieüberfallen und beschädigt werden, zu dem sie glaubwürdigen Bericht haben, daß der König von Frankreichmit großer Macht in das Elsaß und über den Rhein ziehen wolle, und sie niemand wissen, der ihnen beisolcher Lage besser berathen sein könnte als die Eidgenossen, so bitten sie, denen von Rotweil gemäß derBünde beholfen zu sein und auf sie ein getreues Aufsehen zu haben. Auf das hat man den Kriegs-fürsten ernstlich geschrieben, sie mögen unsere Eidgenossen von Notweil gänzlich unüberzogen und unbeschwertlassen. Dabei wird den Boten van Rotweil angezeigt, wenn dieses Schreiben ohne Erfolg wäre und sieberichtet würden, daß die Kriegsfürsten Rotweil überziehen wollten, so mögen sie von einem, zweien, dreienoder vier Orten der Eidgenossenschaft, welche ihnen gefällig seien, eine Botschaft begehren; siesollen diesfälligenBericht an Zürich oder Schaffhausen, als an die nächstliegenden, erstatten, welche dann die für die Absendungvon Boten bezeichneten Orte angehen werden; letztere haben dann eilfertig ihre Boten im Rainen gemeinerEidgenossenschaft nach Rotweil zu entsenden, um dieser Stadt gegenüber den Kriegsfürsten oder wo es nöthigist, berathen und beholfen zu sein. Die von Rotweil sollen auch dem Landschreiber (Bern, Schwyz undGlarus: Landvogt) zu Baden schreiben, von welchen Orten sie Boten verlangen, damit er (Bern, Schwyz