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4,1,e (1886) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1549 bis 1555
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640 April 1552.

das Geleit erhalten, so hoffen sie für die Überlingen Ersprießliches zu wirken. Diese besolden bis jetzt nochkeine fremden Kriegsleute; die von Constanz aber haben nach der Sage 1000 Mann oder darüber in ihrerStadt. Nachschrift. Am 20. April sei den Gesandten von denen von Überlingen angezeigt worden, HerzogMoritz nnd seine Mithaften, denen durch das Geschütz aus der Stadt Ulm großer Schaden zugefügt wordensei, seien schmählich abgezogen, haben aber einige Dörfer verbrannt und sich dann in drei Haufen getheilt,wovon zwei noch bei einander seien, der dritte aber sei im Ziehen begriffen und zwar theils nach dem Jllerthal,theils nach Ehingen, dem Bodensee zu. Wann sich der eine Haufe, in welchem zwei begriffen seien, scheide,sei unbekannt. St. A. Lucern: Uneingebundene Abschiede. K. A. Solothurn: Abschiede Band SI.

2. 1552, 22. April (Freitag vor Quasimodo). Lucern an Solothurn. a) Letzter Tage seien Raths-boten von Überlingen nach Lucern gekommen und haben von den V Orten eine Rathsbotschaft begehrt, um denHerzog Moritz von Sachsen und seine Mithaften gütlich zu bestimmen, daß er die von Überlingen und ihreNachbarn am Bodensee nicht überziehe. Ihnen sei auch zum höchsten angelegen, sich von dem wahren altenunzweifelhaften christlichen Glauben nicht drängen zu lassen; wenn sie der Eidgenossenschaft Gutes erweisenkönnen, was bisher mit Bezug auf den Glauben und den Kornkauf geschehen sei, so seien sie dessen erbötig.Auf dieses seien ihnen von den V Orten Rathsboten vergönnt worden. Diese seien am 16. April (Osterabend)und Tags darauf (Ostertag) beim Morgenbrod in Zürich zusammengekommen und habe» sich dann nachConstanz begeben. Ihre dortigen Verhandlungen entnehme man aus beifolgender Copie (Ziff. 1). 5) Ueber die amletzten Tage zu Baden unter den Boten der VII Orte gcwaltete Frage, wie man sich in diesen gefährlichenZeiten mit Bezug auf einen Sturm oder Auszug versehen wolle, seien, gemäß Beschluß, denen von Lucerndie Stimmen der VII Orte zugekommen. Die Mehrheit derselben gehe dahin, jedes Ort solle für denerforderlichen Fall einen ansehnlichen Auszug bereit halten, aber keinen Sturm veranlassen, da ein solcherleicht mißverstanden werde und Unruhe veranlasse. Die von Lucern haben nun für eine» Anfang 1000 Mannzu einem Fähnchen ausgezogen. n. A. Solothurn: Abschied- »and ei.

3. 1552, 23. April. Die Rathsboten der V Orte zu Überlingen an Landammann Kaspar Jmhofvon Uri, jetzt Statthalter in der Landvogtei Thurgau. Antwort auf seine Anfrage über den Stand derKriegsangelegenheiten, mit kurzem Bericht über Vernommenes. Uebrigens könne man nicht finden, daßdermalen jemand die Eidgenossenschaft zu schädigen begehre; die Herren und Regenten des Kriegsvolks, wieauch der Oberst zu Constanz seien gegen die Gesandten freundlichen Erbietens. Die Gesandten seien gesternaus dem Lager wieder nach Überlingen gekommen und werden jetzt auf das vom Landgrafen schriftlicherhaltene Geleit wieder hinausreiten dem Lager zu und weiters in der Sache gütlich verhandeln. Die vonÜberlingen tragen gute Obsorge und halten sich zur Gegenwehr mit Leuten und Geschütz Wohl gerüstet.

St. A. Lucern: Acten Deutsches Reich. (Copie).

213.

Masel. 1552, 25. und 28. April.

Verwendung der vorder» österreichischen Lande bei Basel in Betreff des bevorstehenden Feldzugs desKönigs von Frankreich.

I. 1552, 25. April. Basel an die geheimen Näthe zu Bern. Auf heute haben die von Straßburgihren Rathschreiber nach Basel abgeordnet und Folgendes vorbringen lassen: Da man vernehme, der Königvon Frankreich wolle Straßburg überziehen, so möchten die von Basel mit Bern gemeine Eidgenossen bestimmen,eine Botschaft an den König zu senden, ihn zu veranlassen, seinen Zug anderswohin zu richten und Elsaß