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4,1,e (1886) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1549 bis 1555
Entstehung
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623
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April 1552.

von Frankreich schreiben- die Boten von Zürich und Bern aber sind diesfalls ohne Instruction nnd wollensich in ein solches Schreiben nicht einlassen. Es soll das jeder Bote heimbringen nnd auf dein nächstenTag Antwort geben. Auch Niklaus, Freiherr zu Bollwpler, des römischen Königs Oberster zu Constanz,hat im gleichen Sinne geschrieben; man antwortet ihm wie den Regierungen. «. Auf diesen Tag hat derKaiser geschrieben er vernehme, wie an einigen Orten der Eidgenossenschaft, namentlich um Basel herum,allerlei Kriegsgewerb mit Anwerben von Kriegsvolk getrieben werde, wobei namentlich des Kaisers offenererklärter Aechter Sebastian Schärtl.n, thätig sei. Der Kaiser erwarte nicht, daß die Eidgenossen bei ihnenoder ihren Mitv!rwandten etwas dulden werden, das ihm und dem Reiche Unruhe bereiten könnte; er begehredaher daß'diese« Kriegsgewerb abgestellt und dem Schärtlin und andern Aufwieglern kein Unterschlanf gewährtwerde Man schreibt ihm, Schärtlin sei zum König von Frankreich gezogen und befinde sich nicht mehr inder Eidgenossenschaft- übrigens sei man ohne Instruction um auf des Kaisers Schreiben zu antworten; mauwolle dasselbe heimlwingen. t. Der Gesandte von Bern eröffnet, die V Orte hätte» ab dem letzten Tagzu Lucern denen von Bern geschrieben, wie Sebastian Schärtlin sich auf ihrem Gebiet befinde und daselbstLandsknechte und Eidgenossen werbe; so ziehe auch die Regierung von Innsbruck in ihrem Schreiben dievon Bern a» wie Schärtlin auf ihrem Gebiet mustere, was der Erbeinuug zuwider sei. Durch solchesVerschreien nicht nur in den V Orten sondern auch bei Kaiser und Königen geschehe denen von Bernunrecht- sie haben die Erbeinuug stets gehalten, wie dieselbe aber an ihnen gehalten worden sei. werde sichfinden ' Die Sache selbst verhalte sich so: Sebastian Schärtlin sei in Bern mit einer Credenz des Königsvon Frankreich erschienen und babe eröffnet, der König habe ihn: aufgetragen, ihm eine Anzahl Landsknechtezuzuführen Hiesür habe man ihm den Durchpaß durch das Gebiet derer von Bern erlaubt, mit derBedingung daß jene niemand schädigen, Speise und Getränk und was sie sonst kaufen, ehrlich bezahlen, unddaß weder Schärtlin noch seine Hauptlente Angehörige derer von Bern annehmen. Auf dieses seien sie einigeTage im Gebiet derer von Bern gelegen, haben sich gesammelt und seien weggezogen; daß in der Obrigkeitderer von Bern gemustert worden sei, oder daß man das Anwerben von bernerschen Nnterthanen gestattethabe sei unwahr- die von Bern seien entschlossen, bei ihrer Reformation und Satzung zu bleiben nnd nichtsAnderes zu thuu als was zu Frieden, Ruhe und zur Wohlfahrt der Eidgenossenschaft gereiche. Ebensoeröffnen die Boten von Zürich, wie Anwälte des Schärtlin, gestützt auf eine Credenz des Königs vonFrankreich in Zürich um den Durchpaß für Landsknechte nachgesucht und eine Zahl Spieße, Halbarten,Büchse» und Büchsenpulver zu kaufen verlangt haben. Der Durchpaß sei bewilligt worden, jedoch mit derBedingung daß die Knechte sich nicht in Haufen sammeln und sich nicht lange auf dem Gebiet von Zürichaufhalten "Waffen und Munition aber habe man ihnen aus den Büchsenhäusern und Rüstungen derer vonZürich ni'cht^gebe» wollen, sondern einzig gestattet, solches bei den Krämern zu kaufen. Die Gesandten vonBafel bemerken ihre Obern haben die betreffende Antwort den V Orten zugeschrieben; bei dieser verbleibensie Die Gesandten von Schaffhause., eröffne», ihre Obern hätten es mit ihrer Antwort ebenso gehalten.Das Alles wird in den Abschied genommen. ... Eine Botschaft der Eidgenossen von Rotweil trägt vor:Vor einiger -Wit habe Herzog Christoph von Würtemberg feinen Obervogt zu Balingen mit einer Credenznach Rotweil'geschickt und das Geschütz sammt allerArtilery", welches vor einigen Jahren der verstorbeneHerzog Ulrich zu Rotweil gelassen habe, herausverlangt, mit der Anzeige, daß der Herzog in. Falle desWiderspruchs aus weitere Mittel, dieses Geschütz zu bekommen, bedacht sein werde. Run sei vor JahrenHerzog Ulrich abgesagter Feind derer von Notweil gewesen und, ohne sich mit ihnen verglichen zu haben,