October 1551.
567
189.
Mern. 1551, 22. Ottober und 2. November.
Verhandlungen betreffend die Angelegenheiten des Grafen von Greycrz.
1. (22. October). Vor dem Rothe zu Bern eröffnen Boten von Saanen und Osch: 1. Sieerbieten denen von Bern die Kosten zu erstatten, die sie ihrer wegen gegen den Grafen von Greyerz gehabthaben. 2. Sie bitten um Rath, wie sie sich weiters gegen den Grafen verhalten sollen, das Passementund (?) ihre Freiheiten habe er noch bei Händen nnd ihnen nicht herausgegeben; in Folge dessen wissensie nicht, ob sie fröhlich in sein Land hinaus wandeln können. Für den erforderlichen Fall begehren sieSchutz. Im Recht solle man sie nirgends anders hinweisen, als vor die von Bern, da der Graf und sieBurger da seien. Alan möge ihnen zu ihren Freiheiten verhelfen, die sie theuer und „übel" erkauft haben.Der Rath beschließt, ihnen eine Abschrift vom Abschied zwischen „m. h." nnd dem Grafen zugeben; hiernachMögen sie sich halten. St. A. Bern: Rathsbnch No. zw, S. «».
2. (2. November). Vor dem Rathe zn Bern entschuldigt sich der Graf von Greyerz, daß sich seineAntwort so lange verzögert habe; es sei das geschehen wegen allerlei Geschäften, die er mit Bezug auf denKönig und sonst gehabt habe; auch wendet er Krankheit ein. Er bittet, ihm nochmals Aufschub für Ertheilungeiner Antwort in Betreff der Seinen zu geben. Er habe über die Sache nachgedacht, nämlich, daß wenner ohne Leiberben sterbe, die Grafschaft an „Kunckl.." (Kunkelmagen?) falle, er sei daher Willens, sich zuverehelichen, wie er dessen auch von den Herren von Bern und sonst gemahnt worden sei. In Betreff desKlauser von Luccrn wolle er dorthin reiten und denen von Bern Brief und Siegel verschaffen. Er empfehlesich denen von Bern und betrachte sein Glück als das Ihrige und umgekehrt. Der Herzog von Liegnitzhabe sich gegen ihn vieles Guten erboten, und ihm eine „stüre" (?) geben lassen wollen; darauf habe erihm seine Tochter abgefordert, die er ihm wegen der ihm in Frankreich erwiesenen Gulthat zugesagt habe.Solches könne aber nicht ohne Geld vorgehen und dessen sei er jetzt mangelbar; die Herren von Bern mögensein Glück befördern und ihn nicht verlassen. Ter Rath antwortet: In Betreff der Seinigen soll er längstensbis Weihnachten dem Abschied nachkommen. Wegen der Löber „m. h. einmal um die summ überkommen",jetzt wolle man um ein Ziel räthig werden. I» Betreff Klausers soll er seinem Erbieten stattthun „sinenund ouch andern geld halb gegen denen m. h für in bürg sind, mit usrichtung der zinsen u. s. w.". Die4000 Kronen könne man wegen der jetzigen besorglichen Läufe nicht leihen; auch hätte man hicfür ohne dieBürger Nicht Gewalt. St. A. Bern: Rathsbnch R°. ZIS, S. WS.
199.
Areiburg. 1551, 26. October.
Staatsarchiv B-ru- Freibnrger Abschiede X k. I°9. .UantanSarchiv ?r.it».rg: Jns.rm.ianSbuch N°. ° e.
Jahrrechnung der Städte Bern nnd Freibnrg betreffend die Herrschaften Mnrten und Orbach (mitschallen?).
Gesandte: Bern. Hans Pastor; Anton Tillier.
In Gegenwart des Landvogts von Orbach bittet der Gubernator von daselbst im Namen der EdlenU"d Bürger zn Orbach beide Städte, wie es letztes Jahr auf der Jahrrcchnnng zn Bern geschehen ist: