September 1551. 561
6» U 1551 14 November, Dillinge». Otho. Cardinal und Priester zu Augsburg, an die zudieser Zeit zu Baden versammelten Sendboten der VII (im Thurgau regierenden) Orte. Ihr abermaligesSchreiben in Betreff des lchcnbarcn Kelnhofs und des Kirchensatzcs zu Hütwylcn. das ihn. und seinem Stiftin Folge des Nichtempfangens heimgefallcn sei, sei mit dem Erbieten begleitet, dap dw Orte den Vater zuJttingen weisen wollen durch Einen vom Adel die Lehen zu empfangen und sich m der Folge als Lehensmanngegen dm Bischof zu erzeigen. Man sei hiefür dankbar und wäre diesfalls geneigt, den verlangten Abtragfallen iu lasten Der Pfleger, Jörg Guß. fordere aber wegen vielen Botenlöhnen und ander» AuslagenEntschädigung 'wolle sich aber mit einem ehrlichen silbernen Trinkgcschirr oder sov-cl an Geld begnüge»,wobei den. Vater von Illingen gefallen möge. ihn. wie seine Vorfahren, als Lehentrager anzustellen. Würdeletzteres nicht der Fall sein,'so wäre der Bischof gleichwohl geneigt, einen andern Tauglichen vom Adel alsLehentrager aufzunehmen, doch daß der Güß mit einem silbernen Trinkgeschirr dessen Werth d.e Eidgenossenbestimmen mögen, cutschädigt werde. Man hoffe, der Vater zu Jtt.ngen werde hiezu von den Eidgenossen
' . ^ St. A. Zürich: A. Bischof Augsburg.
bewogen werden.
Mir sMeken die bezügliche Thätigkeit der Boten der VII Orte gehöre diesem Tage an hauptsächlichaus folgenden. Umstand. Untern. 8. August 1551 schreibt der Bischof in Sache an Zürich unter Hin-weisung auf eine von dorther erhaltene Antwort, dahingehend, daß Zürich seine Miteidgenossen begrüßenmüsse. Er bemerkt, er begreife die Verzögerung, nehme aber an, Zürich und die übrigen Orte werden seinfrüheres Schreiben billigen. Ibickom.
Ein übrigens nicht ganz klares Schreiben des Landvogts im Thurgau. Jost Schmid, des Raths zun,-i nn L.irick vom 16 August 1551. läßt ebenfalls schließen, der Gegenstand werde in nicht ferner Folgedeu>11 Otten vorgelegt ^ St. A. Zürich: A. Jtti.^en Möster). . . <
Anderseits ist auch folgende Missive zu beachten, gemäß welcher eine Behandlung der Angelegenheitohne Versammlung von Boten immerhin möglich wäre:
1551 31 August. Uri an Zürich. Der Landvogt im Thurgau habe an Uri ein Schreiben geschickt,betreffend den Kelnhof und Kirchensatz zu Hütwyl. von welchen der Bischof zu Augsburg behaupte, sie seienihn. als verschwiegenes Lehen heimgefallen. Ohne Zweifel werden d.e von Zürich und die übrigen fünfOrte solche Schreiben auch erhalten haben, aus denen sie d,e Meinung und Antwort des Vaters vonAttinae» verstanden haben. Da jetzt keine gemeine Tagsatzuug .n Aussicht stehe, so glaube man. wenn dieübrigen Orte auch zufrieden seien, die von Zürich sollten in. Namen aller VII Orte freundlich an den Bischofvon Augsburg schreibe», wie sie es für das Gotteshaus Jtt.ngen an. besten erachten.
von ^.iigovurg , I St. A. Zürich: A. Thurgau, Kirchliches.
Zu Nim 1551, 5> Octobcr. Basel an den König von Frankreich. Ihren Bürgern und HintersassenJohann Angel Calderin und Johann Angel de Annone, Kaufleutc und Gewcrbsgemeinder, habe laut ihremBcrickt ibr bevollmächtigter Factor. Just Fryt. wohnhaft zu Lissabon in Portugal, durch Cornelius Florisvon Munckaden ein Schiffhcrr. in ein Schiff, genannt Jonus. ... ihre». Namen 51 Ballen Pfeffer, bezeichnetmit de» Nummer» 16 bis 67, und mit ihrem Handelszeichen (das h.er angegeben sei) als ihr eigenes Gutbereicknet verladen und nach Renna in Seeland (Zceland?) zu führen und daselbst durch Jaconius Botegalius,ibren Beauftragten ihnen zu liefern verdingt. Da sei dann dieser Pfeffer, mit andern .», gleichen Schiffebefindlichen Ka.ffma'nnsgütern. von des Königs Kriegsvolk, ohne Zweifel rn der Unkenntniß. daß er genanntenEwnchM-m qchö«. genommen und nach Rean geführt worden. Da solches der zwischen den. König undden Eidaenoste» bestehenden Frieden, Vereinung und alter Freundschaft zuwider sei, so haben die Betreffendenum ung au esucht. ^.e '"an ihnen mcht versagen könn. Da nun der fragliche Pfeffer- freies
Eiaentbum der Genannten sei und dabei ke... Betrug obwalte, so bitte man den Kon.g. zu verschaffen, daßdiestr Pfeffer den. Leonhard Rungkov, Factor der Eigenthümer. der nebst den, Stadtd.ener, Heinrich Meltingcr.mit dich.» Schreiben an den König abgeordnet worden sei. unentgeldl.ch übergeben werde, sowie allfällig