^ September 1551.
Die Zürcher Sammlung hat bei diesem Abschied einen Brief des Königs von Frankreich an dieEidgenossen, aus Bresle, vom 19. October 1551. Um die Eidgenossen zu trennen und dem König ihreHülfe zu verunmöglichen, bestreben sich die Gegner des letzter», die Eidgenossen zu bewegen, das Concil zubesuche», in der Meinung, daß sie dessen Beschlüsse annehmen und denjenigen, die dieses nicht thun, keine»Beistand leisten sollen. Die Eidgenossen aber „als protestirende" seien früher gesinnt gewesen und habe»die Meinung noch, das Concil nicht zu beschicken, weil dasselbe nicht sei, wie es sein sollte, zu ungelegenerZeit berufen worden sei, der Christenheit nichts nütze und nicht in einer freien Stadt gehalten werde.Durch die Beschlüsse des Concils, bei denen die Freunde desselben mehr die Unterstützung ihrer eigene»„Anfechtungen" als die Wohlfahrt gemeiner Christenheit beabsichtigen, möchten die Eidgenosse» mit Bezugans ihre Freiheit gefährdet werden, so wie dieselben auch dem König Nachtheil bringen dürften. Danebe»sei der König einverstanden, daß sie einem allgemeinen christlichen freien und zu gelegener Zeit gehaltene»Concil sich unterwerfen, was auch der König thun werde, wie seine Protestatio» zeige. Damit aber diesesConcil zu Trient weder den Eidgenosse» noch dem König unter dem Schein der Religion Nachtheil bereite,bitte der König die Eidgenossen, dasselbe nicht zu besuchen, immerhin mit dem Erbieten, an einem ander»,das die genannten Eigenschaften besitze, sich zu betheiligen. Unterzeichnet: Henry und Bochetel. Z»vergleichen der Abschied vom 23. November 1551 t 1. Et. A. Zürich, Ws-hi-d-Band is, r. »st.
Zu il. 1551, 10. October. Basel an Schaffhauscn. Vom letzten Tag zu Baden habe der Gesandlevon Basel unter Anderm berichtet, wie der Gesandte von Schaffhansen sich habe vernehmen lassen, es sollte»die vier der evangelischen Wahrheit anhangenden Städte in Betreff des Concils und anderer Sachen eine»zu bestimmenden Tag besuchen. Obwohl nun denen von Basel „sölch üwer Meinung glich wie üch" ltzllscheine, so erinnere man sich doch, ivie vor Kurzem bei einem gleichen Anlaß die von Bern einen solche»Tag für unnöthig erachtet haben. Würden sie auch jetzt nicht erscheinen, so würden die drei übrigen !^etenicht vieles ausrichten, und wäre dann besser, keinen solchen Tag zu halten, sondern auf dem nächsten T»özu Baden mit einer Antwort gefaßt zu sein. a. A. Basti, Missw-nbuch isso-s-, s. ms.
1551, 12. October (Montag vor Galli). Schaffhausen an Zürich. Nachdem Bürgermeister Pcier »bdein letzten Tag zu Baden heimgekommen sei, habe er berichtet, wie Bürgermeister Lavatcr mit ihm geredethabe, es wäre gut, wenn Gesandte der vier evangelischen Städte zusammenkämen und sich über eine Antwort »»5das Begehren des Papstes wegen des Concils und in Betreff des Bnndschwörens unterreden würde»'Denen von Schaffhansen bedünkc dieses auch gut, weßhalb die von Zürich einen bezüglichen Tag besinn»»»'und denselben den drei übrigen Städten anzeigen mögen. St. A. Zürich, Acten S-haM-msen.
1551, 7. November. Zürich an Basel. In dem Schreiben derer von Basel vom 10. Octodc''erklären sie sich einverstanden, daß die evangelischen Städte wegen des Concils und des Bnndschwöre»^einen gemeinsamen Tag besuchen wollen. Man habe nun ans eine diesfälligc Antwort von Bern, ,,i»h»^der bcschcchnen abrednng zu Baden", gewartet. Das Ausbleiben einer solchen, während die drei übrige»Städte einig gewesen seien, sei schuld, daß Zürich keinen Tag angesetzt habe. Basel soll nun aber st»»Botschaft mit Instruction über die genannten Artikel ans den 12. (wohl 22; siehe Abschied vom 23. N»»'« und n») November nach Baden abgehen lassen, wodann folgenden Tags zwischen allen vier Städte»verhandelt werden soll. Gleiches schreibe man an Bern und Schaffhausen. K. A. Basti, Abschied- »and 2».
Das, sich ebenfalls ans die Abrede zu Baden berufende Schreiben von Basel an Zürich10. October 1551 im St. A. Zürich: A. Basel.
Zu Iclc. 1551, 3. October. Die Gesandten von Zürich an Zürich. Was man ihnen von Z»^aus geschrieben habe wegen der zwei Schiffe mit Kaufmannsgut, die nach Frankreich gehören und zu Const»»^aufgehalten worden seien, haben die Gesandten gestern den Boten gemeiner Eidgenossen angezeigt.seien gewillt, vor dein Beschluß des Tages hierüber und über das was noch weiter einlangen möchte, e»»"gemeinen Rathschlag zu thun. (Folgen andere Nachrichten.) St. A. Zim-h, A. Tagsatz»"»'