September 1551.
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Zeitläufe seien geschwind und seltsam und dürfte sich bald etwas zutragen, das den Obrigkeiten beschwerlichsein möchte. 3. Ohnehin sei lange keine Tagsatzung mehr gehalten worden und man habe daher gefunden,es sei am Platze, wieder einmal zusammen zu kommen, um sich über allerlei Vorfallendes zu bereden. t. Abdem letzten Tage hat man an den König zu Frankreich geschrieben: I. in Betreff der fünfzehn Tageder Freiheit nach dem Markt, da die Kanfleute aus der Eidgenossenschaft nur zehn Tage haben; 2. daßunsere Kaufleute mit neuen Zöllen beschwert werden; 3. in Betreff der Verschreibungen und Bürgschaften,welche Einige von Bern, Freiburg und Solothurn für die Grafen von der Cammern und Frau Barbaravon Amboise und den Herrn von Aix gemacht haben; 4. daß die Grafen von der Cammern Bürger vonBasel, die zu Cammerach gewesen sind, geschlagen und verwundet haben. Der König läßt nun auf diesemTag durch den Herrn von Marche-Ferriere antworten, er habe den Amtleuten zu Lyon, auch dem Parlamentzu Canunerach geschrieben, sie sollen allen Handel gründlich berichten; dann wolle er die Sache betrachtenund ein solches Einsehen thun, daß den Eidgenossen in allen billigen Dingen willfahren werden soll. Aufdie Bitte derer von Basel, Freiburg und Solothurn wird dem König nochmals geschrieben, er solle dieGrafen von der Cammern, Frau Barbara von Amboise und den Herrn von Aix verhalten, ihre betreffendenGläubiger um Hauptgut, Zins, Kosten und Schaden laut den Schadlosbriefen zu befreien; auch möge derKönig in Betreff der fünfzehn Tage unsere Kanfleute wie die schwäbischen halten und vorsehen, daß derZoll nicht gesteigert werde. Übrigens soll das jeder Bote heimbringen, damit man sich berathe, wenn derKönig nicht entspräche, wie man ihnen zum Recht oder sonst beholfen sein wolle. ,i. Eine Botschaft derervon Malans eröffnet durch Vorlage von Kauf- und Lehenbriefen, wie sie von denen von Calfeusen Gütererworben haben; diese Güter haben die von Calfeusen aus Armut verkaufen müssen; die Lavinen („Louginen")haben ihnen die Häuser niedergeworfen; wären Leute in denselben gewesen, so wären diese um das Lebengekommen. Ab diesen Gütern haben die von Malans einige Zinsen abgelöst, auch denen von Calfeusen einegroße Summe herausbezahlt; sie haben auch Güter inne, welche Lehen der Orte seien, wobei aber diesenweder an den Lehen noch an den Zinsen etwas abgehe. Aus diesen Gütern haben sie Alpen gemacht, weildaselbst nicht Häuser gebaut werden können. Sie bitten nun, ihnen zu vergönnen, diese Güter zu haben,zu 'nutzen und zu nießen. Zugleich berichten der alte und der jetzige Landvogt zu Sargans, daß den Obernan ihren Lehen und Zinsen nichts abgehe. Heimbringen; Antwort auf dem nächsten Tag. v. Es wirdangebracht, wie der Delling zu Wallenstadt den Salzkauf an sich gebracht und dadurch einen großen Aufschlagbewirkt habe, indem in kurzer Zeit das Bläß Salz um 10 Batzen theurer geworden sei, weßhalb dieserVorkauf abgestellt werden sollte, damit der arme Mann nicht also beschwert werde. Dabei wird bemerkt,der Delling betreibe den Salzkauf nicht allein, sondern habe einige Gesellen und Gemeinder; diese habendieses Jahr über 1000 Gulden verloren und den Säumern über 2000 Gulden geliehen, die noch ausstehen.Heimbringen und auf dem nächsten Tag Gewalt haben, ob man den Delling vorberufen, oder wie mansolchen Vorkauf und solche Gemeinschaft abstellen wolle. ,v. Schultheiß Hug bringt auftragsgemäß an, weilder Kaiser die Prädicanten aus dem Reich und seinen Landen vertrieben habe, lassen sich dieselben in derEidgenossenschaft nieder. Da man nun mit Priestern und Prädicanten beider Religionen hinlänglich versehensei und zu besorgen stehe, daß die Vertriebenen nicht viel Gutes schaffen, so sollte man dieselben fortweisen.Heimbringen, x Auf den Anzug der Boten von Uri soll nochmals jeder Gesandte heimbringen, ob mandenen von Unterwalden eine Summe Geldes geben wolle, damit sie anstatt der Kerze bei Bruder-Klausenzu Unterwalden eine Ampel und Gefäß zurnsten und das Licht in Ewigkeit bezünden. Statthalter,
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