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4,1,e (1886) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1549 bis 1555
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Juni 1551.

Geld, welches der Abt entlehnen mußte. Die Allsgaben, nämlich Kosten wegen der Pfründe zu Küßnacht,für diesjährige Bauten und den Haushalt belaufen sich auf 4936 Pfund 10 Schilling 11 Haller. DasGotteshaus schuldet somit dem Abt 256 Pfund 12 Schilling. Das Gotteshaus hat laufende Schulden367 Pfund 9 Schilling 6 Haller. Es besitzt zu Küßnacht am Zürichsee lind im Kloster ungefähr 100 EimerWein, an Korn hinlänglich bis man das diesjährige brauchen kann; der Abt hat nämlich beim Bau sehrviel gebraucht; der Haber ist fast gänzlich verkauft; das Kloster hat serner bei 20 entwöhnte Kälber, 8 Meis-rinder, 15 Meisochsen, 6 Zeitrinder, 3 Zeitochsen, 46 Kühe, 7 große Ochsen, bei 60 Geißen, 20 Gitzi,6 Schweine, eine Stute mit 4 Füllen, worunter 3 Hengste, 2 alte München sind schlecht, bei 350 verschiedeneKäse, bei 400 Maß Öhl zu Lucern.

174.

Mern. 1551, 22. Juni bis 3. Juli.

Staatsarchiv Bern: Jnstructionsbuch N k. UN.

Verhandlung zwischen Bern, Freiburg und dem Grafen von Grell erz.

Gesandte: Freiburg. (Petermann) Ammann, Schultheiß; Ulrich Nix.

I. (22. Juni). Nachdem die beiden Städte für Beilegung der Anstände zwischen dem Grafen und dessenUnterthanen ob und unter der Bocken, Bürgern beider Städte, mit Briefeil und Botschaften viele Mühe undKosten gehabt haben, aber Alles fruchtlos war, haben sie sich zusammen verfügt und aller Theile Burgrecht,Brief und Siegel genau untersucht und sich darauf auf einen satten Nathschlag vereinbart und dein Grafengeschriebeil und seine Antwort gefordert. Er entgegnete hierauf, wegeil seiner Krankheit und angefangenenDiät (Diet") sei er an der Antwort gehindert, und verlangte Aufschub bis zum 15. Juni, dann wolle erpersönlich nach Bern (allhar") kommen. Das wurde ihm bewilligt. Seine Ankunft hat sich aber verzögertbis zum 20. Juni, wo er dann Montags den 22. Juni vor denen zu Bern und den Gesandten zu Freiburgerschienen ist. Nachdem man ihm gegenüber die betreffende Antwort neuerdings gefordert hatte, entschuldigteer vorab sein langes Ausbleiben mit der Blödigkeit seines Leibes und verlangte dann, man solle ihm etile»Punkt, in welchem er gefehlt haben solle, um den andern vorhalten, er glaube sich in Betreff von jedem zurGenüge entschuldigen zu können. Es wurde ihm geantwortet, man habe ihm die fraglichen Artikel zugeschrieben,er möge die betreffende Schrift besehen; wenn es ihm ungelegen sei, jetzt darüber zu antworten, so mögeer dieses morgen thun. Dessen war er wohl zufrieden. II. (23. Juni, Dienstag). Der Graf eröffnet, essei ihm in deutscher Sprache geschriebeil worden, der er nicht kundig sei. Als er seine hergebrachte»Schriften untersucht habe, habe sich die wälsche Verdolmetschung des betreffenden Schreibens nicht vorgefunden,seine Diener habeil dieselbe (mitzunehmen) vergessen. Er habe einen Schreiber gesucht, der ihm die fraglicheMissive übersetze, habe aber erst spät einen solchen erbitten mögen; der habe die ganze Nacht geschrieben u»dsei am Morgen mit der Sache zurecht gekommen. Er wolle nun heute darüber sitzen und begehre für dieAntwort Ausschub auf morgen. Es wird ihm entgegnet, man habe sich eines solchen Verzugs nicht versehe»,er Hütte Zeit genug gehabt, sich über die Sache zu bedenken, doch wolle man ihm Ziel geben bis Morge»(24. Juni) oder Samstag (27. Juni). Der Graf entschuldigt sich mit vieleil Worten. III- (24. J»>»,Mittwoch). Der Graf eröffnet, er habe die Verdolmetschung des Schreibeils beider Städte vor sich gcnomim»