October 1550.
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Fürkauf kaust, möge» die von Luggarus ih» darum bestrase»; 3. sie seien gefreit, sich i» der Weise gege»'hre Nachbar» zu halte», wie sich dieselbe» gegen sie erzeige». Sie bitte» um Bestätigung dieser Freiheiten.Wenn dann die von Bellenz sich gegen ihnen freundlich beweise», so wollen sie das gegen jene auch thun.Die Boten von Uri, Schwyz und Nidwalden wiederholen die auf dem letzten Tage gegebene Antwort, mitBitte, da die Freiheit derer von Belleuz, daß niemand Salz durch ihre Stadt führen dürfe, die älteresei, wolle mau sie gütlich hiebet bleiben lassen, zumal die von Belleuz denen von Luggarus „mit söllichemsalzkauf nit höcher und Wyler steigern, ouch inen uützit Wylers daruf Wachen, dann allein den gewonlicheniall" (!). Die Gesandten der neun übrigen Orte erwiederu, sie haben diese Antwort nicht erwartet; die dreiDrte können wohl ermessen, daß wenn sie die von Bellenz bei der genannten Freiheit schirmen wollen, maudieses auch mit Bezug auf die von Luggarus thun werde; au Luggarus haben die drei Orte auch Autheilund haben die Freiheiten desselben nebst den neun Orten errichtet; Vogt Schiffli von Schmyz habe dieselbenbesiegelt. Mau möge nun betrachten, wie die Sache sich gestalte, wenn die Bellcnzer im Herzogthum Mailand°der anderswo Korn kaufen und dasselbe zu Luggarus durchführen wollen und sie es aber ungeachtetder Entrichtung von Zoll und ander,» „Ufsatzgeld" denen von Luggarus verkaufen und von ihnen wiederkaufen müssen. Man bitte daher, die von Belleuz zu vermögen, im Sinne des Begehrens derer von Luggarusgütlich zu entsprechen. Wenn die drei Orte glauben (laut früherem, heute wiederholtein Anbringen), einullfälliger Rechtsentscheid stehe an ihnen als Obrigkeit derer von Bellenz, wie früher auch einige Commuuenün Streit mit Luggarus wegen Fachen das Recht vor den Xll Orten suchen mußten, so sei diese Ansicht'Uig. Der Streit wegen der Fache habe nicht die Obrigkeit, sondern einige Privatpersonen betroffen; derDalzkauf aber beschlage die gemeine Landschaft, die der hohen Obrigkeit zuständig sei. Wenn es daher zumNW komme» sollte, so würde dasselbe gemäß der Bünde vor gleichen Zusätzen ausgetragen werden müssen.Die Boten der drei Orte replicircn, daß sie über ein anderes Recht sich einzulassen ohne allen Auftrag seien;wenn man ihnen aber etwas in den Abschied geben wolle, so wollen sie das gern an ihre Obern bringen. DieGesandten der neun Orte dupliciren, da die drei Orte wider Erwarten zu keinem gütlichen EntgegenkommenHand bieten, so lasse man im Name» der Obern die von Luggarus bei den von den Xll Orten ihnengegebenen und bestätigten Freiheiten. Auf das bemerken die Boten der drei Orte weiter, sie beschweren sich,baß die Gesandten der neun Orte denen von Luggarus, an denen die drei Orte auch Antheil haben, ihreFreiheiten bestätigen, ohne daß man letztere hiebei sitzen lasse; sie haben geglaubt, nachdem sie augezeigt, daß^ jetzt keine Aufträge haben, sondern die Sache an ihre Herren bringen wollen, man wäre hierbei stehengeblieben. Da das nicht der Fall sei, so wollen sie hiemit bezeugt haben, daß sie bei der Bestätigung derFreiheiten derer von Luggarus nicht gesessen seien, noch für dieselbe eingewilligt haben. Darauf wird vonbr» Boten der neun Orte ihnen angezeigt, da die Gesandten der drei Orte für die von Bellen; gehandelt""d geantwortet haben, so sei das Gerügte nicht in verächtlicher Meinung geschehen und soll den Rechtenb°r betreffenden Orte nnnachtheilig sein. lk.. Vor den Boten der XII Orte eröffnet Albrecht von Sala vonauf dem letzten Tag sei verabschiedet worden, Schultheiß Fleckcusteiu von Lucern soll ihm diesen Tag^zeitig verkünden, damit daselbst ihr Streit endlich entschieden werde. Als er nun anhergekonnnen sei,k" 'hm erst hier von Schultheiß und Rath zu Lucern durch eine Missive mitgetheilt worden, daß Fleckensteiu'^gen Krankheit nicht erscheinen könne. Er, von Sala, bedauere dieses sehr, da er solcher Art für und fürüroße Kosten versetzt werde. Wenn Fleckenstein durch Krankheit am Erscheinen gehindert sei, so hätte er'b"> das früher anzeigen fällen, damit seine Herreise unterblieben wäre. Übrigens habe Fleckenstein Söhne,
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