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4,1,e (1886) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1549 bis 1555
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Juni 1550,

in einigen Orten der Eidgenossenschaft die Pest regiert habe, so haben die Mailänder den Ihrigen bei Verlustvon Leib und Gut verboten, die Märkte von Bellenz, Roffle und Bollenz zu besuchen, und den Färisermarktaufgehoben, was Alles bedeutenden Schaden verursacht habe, zumal auch die Kaufmannsgüter nicht „fürgeführt"wurden und das Korn nicht wie sonst anHerkommen mochte. Er wolle durch seine und seiner Diener Büchernachweisen, daß er nach Abzug der Kosten nicht die Hülste der Pachtsumme eingenommen habe. Da erletztes Jahr ungeachtet des erfolgten Nachlasses über 200 Kronen Schaden gehabt habe und das gegenwärtigeJahr noch schlimmer gewesen sei, so bitte er, seine Rechnung zu besehen und alles von ihm eingenommeneGeld anzunehmen, oder ihm einen solchen Nachlaß zu gewähren, daß er bestehen könne, und nicht wie frühernebst der Arbeit noch das Hauptgut verlieren müsse. Gemäß einem Abschied von Baden vom 29. Januar1550 ergiebt sich nun, daß die diesbezügliche Bitte des Zollers in den Abschied genommen wurde, um dieauf die nächste Jahrrechnung zu Lauis gehenden Boten zu beauftragen, den Sachverhalt zu prüfen und nachUmständen zu verfügen. Zugleich berichten der Landvogt und andere Ehrenleute, daß es sich allermeist i»verhalte, wie der Zoller angegeben habe. Nachdem man auch die Instructionen verglichen hat, hat mandem Zoller 500 Sonnenkronen (Zürich und Glarus: Kronen) nachgelassen; den Rest von 750 Kronen Haier baar ausgerichtet. Für die nächsten zwei Jahre hat den Zoll zu Lauis Miser Andrea Turbino für st1230 Sonnenkronen erstanden, wobei einzig Krieg und Pest vorbehalten worden ist. I». Man wird berichtet,es seien in der Landschaft Lauis sehr wenig Harnische und Gewehre vorhanden; ungeachtet früher durchdie eidgenössischen Boten die Beschaffung solcher Waffen befohlen worden, habe man nur einige wenige Spießeanfertigen lassen. Da nun jetzt eine gefährliche Zeit vorhanden ist, so bittet der neue Landvogt die Bote»,zu verschaffen, daß sich wenigstens diejenigen mit Gewehren versehen, welche es am Gut vermögen sie Z»kaufen, und am Leib sie zu gebrauchen; auch möchte mau einige Hakenbüchsen anschaffen, die Schiffung damitzu versehen, um nöthigenfalls den See freizuhalten; denn würde dieser vom Feinde gewonnen, so wäre dasDorf Lauis und der größte Thcil der Herrschast verloren, und damit die Lauiser sich nicht immer nur ausdie Flucht, sondern auf die Waffen vertrösten und wie redliche Leute zusammenstehen und bis auf weiter»Befehl der Obern sich mehre» mögen. Die Boten haben dieses den Fürsprechen und Röthen der Landschastangezeigt und sie zur Beschaffung solcher Rüstung ermahnt. Beinebens soll jeder Bote das heimbringe»,damit die Obern auf der nächsten gemeinen Tagleistung sich diesfalls aussprechen, e. Der Landschreibervon Lauis eröffnet, er habe letztes Jahr nebst seiner gewöhnlichen Arbeit, die dem Amt zugehöre, viele Mühegehabt wegen der seltsamen Zeitläufe, die sich stündlich zugetragen haben, weßhalb er stets bereit sein m»ß^nach Deutschland oder anderswohin zu schreiben oder selbst zu reiten, was hinwieder verursacht habe, daß ^um so eher ein eigenes Pferd und allerlei Kosten haben mußte. Daneben sei ihm viele Nutzung, die ^früher gehabt habe, abgegangen, während sich der gefährlichen Zeit wegen die Geschäfte für nnd für mehre»werden. Er bitte daher, ihn mit der Behausung und der Belohnung so zu halten, wie der Landschreibe'zu Luggarus gehalten werde. Da man befunden hat, daß die Sache sich so verhalte, wie der Landschreib^berichtet hat, und er nicht mehr als 50 rheinische Gulden bezieht, aus denen er jährlich 15 Kronen HauG»entrichten muß, wogegen der Landschreiber zu Luggarus jährlich 52 Kronen und die Behausung hat, »der Landschreibcr zu Lauis sich gegen die eidgenössischen Nathsboten, die Landvögte und ihre Unlertha»^und andere Eidgenossen und vorüberreisende arme Kriegsleute so gehalten hat, daß jeder Bote schuldig ' ^dessen zu erwähnen, anstatt nur ihm (es verdankend) zu schreiben, er auch mehr Arbeit als der zu Luggar»hat, so finden die Boten billig, daß er wenigstens wie der letztere gehalten werde. Da sie aber ohne Vollma