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4,1,e (1886) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1549 bis 1555
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Januar 1550.

verhöre und dauu Schelmen und Diebe nach Verdienen strafe und die Übrigen verweise. ?»?». Die vonBasel und Schaffhauseu haben ihren Gesandten neue Zeitung, die sie von glaubwürdigen Personen erhalten haben,behufs der Mittheilung übermittelt; die von Basel: 1. Graf Hans von Nassau, der von Schauenburg undder von Bollwyler, Statthalter zu Constanz, sollen sich bei den Obersten des Kaisers befinden und ihreHauptleute in letzteil Tagen zu ihnen berufen haben; warum, sei nicht bekannt. Auf die Verwendung desHerzogs von Savoyen soll der Kaiser ihm geantwortet haben, er wolle ihn einsetzen; wer dem entgegen sei,es wäre Frankreich oder die Eidgenossen oder wer immer, mit dem wolle er es aufnehmen. Man habewahrhaftigen Bericht, daß der Kaiser zu dieser Zeit am Podagra krank sei, sonst wäre er längst heraufgezogeinI. Der Markgraf von Brandenburg soll den: König von England zwölf Fähnlein Knechte aufbringen(auucmmeu") und einige Hauptleute bestellt haben; auch der Graf von Zollern habe Austrag, neben dasRegiment des Grafen Albrecht zu ziehen. Der Kaiser sei auch des Willens, beim Heraufreiten nach Lützelburgzur Hochzeit des Herrn von Lyers, der die Wittive des Herrn von Madoutz zur Ehe genomnien habe, z»kouuuen. Die von Schaffhauseu berichten: 1. Die Hauptleute des Herzogs Wilhelm von Baieru seien ineinem Kloster zwischen Donauwörth und Nördlingen versammelt und werben Knechte, ohne daß man ivißewofür, nur gehe das allgemeine Geschrei, der Krieg gelte den Eidgenossen; es sei ferner der Markgraf vonBrandenburg Oberst über zwanzig Fähnlein; auch Hauptmann Schnabel von Bregenz und andere Hauptleuteam Bodensee sollen Befehl und Geld haben, Knechte zu werben und heimlich Kriegsleute bestellen. 2.ZuSaxen by den seestetten des Ungerlandes nach" sei in Betreff der Türken keine Besorgniß; man glaube, derZug gehe nach Italien. 3. Zu Augsburg werde geredet, die jetzige Rüstung gelte den Eidgenossen; diesesollen von drei Seiten, von Constanz, Straßburg und Savoyen her angegriffen werden. Zu Fußach seieneinige Munitionswagen mit aller Kriegsrüstung vorbeigegangen, einige nach Würtemberg, andere nach Straßburg-Alles das wird iu den Abschied genommen; jedes Ort, namentlich die an den Grenzen, sollen fleißig kund-schaften und was sie vernehmen, den andern berichten, v«. Der Gesandte des Königs von Frankreich, Herrvon Liancourt, eröffnet: 1. einen Brief des Königs, mit welchem derselbe verlangt, daß Sebastian Schärtlin,als ein Diener und Pensionär des Königs, laut dem Tractat des Friedens und der Vereinung in derEidgenossenschaft geduldet uud nicht verwiesen werde. Hierauf erscheinen auch die Anwälte des Kaisers u»dfordern Antwort auf das bezügliche auf dem letzten Tage zu Zürich angebrachte Begehren. Es lauten »»»die Instructionen einiger Boten auf Verweisung Schärtlins aus der Eidgenossenschaft; die Mehrheit derOrte aber ist der Meinung, ihn auf sein vielfältiges Anrufen zu verhören und dann nach Maßgabe de>Freiheiten der Orte weiter in der Sache zu verhandeln.So aber iine under uns der viij ort boten etlichekein gleit gen Baden geben wellen", so hat mau die Angelegenheit wieder in den Abschied genommen, dcnwldie Obern sich entschließen, ob man den Schärtlin in ein Ort, wohin er frei kommen möge, berufen wolle,um ihn daselbst zu verhören. 2. Die Botschaft der Eidgenossen, die bei dem König die Vereinnng besiegelthabe, habe demselben viele Ansprachen vorgelegt, von denen der König mehrere als gerechtfertigt befände»und Anordnung gegeben habe, daß dieselben bezahlt werden; mit Rücksicht auf die andern aber, ivelä»unbegründet seien, solle mau die Ansprechcr abweisen, damit der König und die Obern der Orte iu Ruh^gelassen werden. Anderseits erscheinen die Ansprecher auf diesem Tage wieder und bitten die Eidgenossenhöchsten, ihnen, wenn der König sie nicht gütlich bezahlen wolle, zum Recht zu verhelfen. Auf dieses h»'man allen Ansprecher» einen Nechtstag auf Sonntag nach Oster», das ist der 13. April, nach Peterliug^angesetzt, in der Meinung, daß, wenn der König sich mit den Ansprechen! nichl gütlich vertrage, er