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4,1,e (1886) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1549 bis 1555
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Januar 1550,

llri. Jacob Arnold, Landammann. Schwyz. Dietrich Jnderhalden, Ritter, Landammann. Unter-wal den. Hans Sigrist, des Raths, in Obwalden, Zug. Wolfgang Herster, Seckelmeister und des Raths.Glarus. Paul Schuler, des Raths. Basel, Onofrion Holzach, des Raths. Frei bürg. Hans List/Seckelmeister und des Raths. Solothurn. Urs Surp, Schultheiß. SchaffHausen, Hans Stierli, desRaths. Appenzell. Sebastian Törig, des Raths. E.N.A.k. 99, Unckcun: Kathol, Abschiede 154115!10.

Vor den VII (im Thurgau regierenden) Orten erscheinen Abgeordnete derer von Bichelsee u>ftDußnang an einem, und der Abt von Fischingen am andern Theil. Jene eröffnen, sie haben von de»Eidgenossenby den achzechen jaren" besiegelte Abschiede erhalten, daß das Gotteshaus Fischingen sechsPrädicanten und zwei Meßpriester erhalten solle, damit sie die Unterthanen allenthalben bedienen. Nun seienBichelsee und Dußnang zwei alte anerkannte (eehafte") Pfarreien, bei denen stets ein Pfarrer gesessen seiund sie versehen habe. Als nun vor sechs oder sieben Jahren starker Hagel geschlagen habe und daher fürdieses Jahr dein Gotteshaus weder Zins noch Zehnten entrichtet werden konnte, habe der Abt von Fischingc»sie gebeten, es möchten sich beide Gemeinden mit Einem Prädicanten begnügen. Das haben sie damalszugegeben und sei es bis jetzt so gepflogen morden. Für die Folge aber sei ihnen dieses nicht mehr gelegen;wegen der Entfernung beider Ortschaften komme ein Prädicant, wenn er an beiden Orten predigen müsse, inder einen Pfarrei immer spät an; sie bitten daher, den Abt von Fischingen zn vermögen, sie gemäß deinerwähnten Abschied mit zwei Prädicanten zu versehen. Dagegen erwiedert der Abt von Fischingen, derangeführte Abschied sei aufgehoben worden. Man habe nämlich ihn beauftragt, den Convent wiederaufzurichten und gemäß der Stiftung Priester heranzuziehen; wenn er nun den Convent erhalten und jedeKirchhöre mit einem Prädicanten versehen müsse, so gehe das über das Vermögen des Gotteshauses. Auchdie von Au und Bettwysen haben einen solchen Abschied erhalten, aber auf Befehl der Obern sich mit EineinPrädicanten begnügt. Da nun Bichelsee und Dußnang nahe bei einander gelegen seien und Ein Prädicantsie wohl versehen inöge, so möge man sie anweisen sich mit Einem zu begnügen. Der Handel wird in denAbschied genommen; man will an der Jahrrechnung darüber Antwort geben. Hierbei ist auch angezogenworden, Andres Egli, der ein Mönch zu Fischingen gewesen sei, hernach aber ein Weib genommen hat, habebei 1000 Gnlden von dem Gotteshaus gezogen, und überhin habe, ihm letzteres jährlich ein großes Leibdingauszurichten; er, der nun Wirlh zu Steckboru sei und Kartenspiel und Würfellegt", könnte die PrädicatM'versehen und eine der beiden Pfarreien annehmen, oder aber sein Leibding und seine Competenz aufgeben-Auch das soll man heimbringen, um auf dem nächsten Tag mit Vollmacht zu erscheinen. I». Es wirdangezogen, wie fast auf allen Tagleistungen Privatpersonen um Wappen und Fenster der Obrigkeiten bitte»/was früher abgestellt worden sei. Es wird nun wiederholt erkennt, daß man auf gemeinen Tagen nur Gesuchefür Kirchen, Nathhäuser, gemeine Gesellen- und Schützenhäuser und wasalt recht cehaft Tafcrnen- u»dWirtshüser" sind, behandeln wolle. Bittgesuche für Privathäuser sollen den einzelnen betreffenden Obrigkeitenvorgetragen werden. Hierüber soll jedes Ort die Seinen berichten, e. Der Gesandte von Schaffhauseneröffnet, seine Obern haben mit allen Zünften in Betreff ihrer Gewerbe verhandelt und insbesondere der Zunstder Tuchleute folgende Ordnung gestellt: 1. Die Tuchleute, auch die welche Tücher macheu und verkauft»,sollen von Ostern an keine Tücher aus ihrenLednen" ausmessen und verkaufen, sie seien denn vorher gem'^und geschoren, auch keine Futtertücher, die nicht vorher genetzt worden sind; das soll auch für die Fremde»gelten. 2. Wenn fremde Tuchleute kommen und Tücher oderBarchel" bringen, sollen die Tuchleute Z"Schaffhauseu jene ihre Waare verkaufen lassen und mit ihnen nichts practicireu. Wenn aber der M»r^