192
November 1549.
Der Name des Zürcher Gesandten aus dessen Instruction vom 13. November, St. A. Zürich: Jnstructions-buch 1544 — 1554, 1.208, und auf dem Rand des Zürcher Exemplars. Betreffend andere Gesandtevergleiche man de» Abschiedtcxt.
Im Zürcher Exemplar fehlt v.
»2.
Wern. 1549, 19. November.
Staatsarchiv Bern: NathSbuch No. 310 und Sil, erste Nbtheilung, S. 203.
Vor dem Rath zu Bern erscheinen Boten von Lucern und eröffnen nach gewohntem Gruß, die vonBern kennen die Anstände zwischen der Stift Zofingen und Knutwyl betreffend die Freien und Eigenen!ferner zwischen Brittnau und Langnau wegen des Holzhaus, und endlich zwischen der Stadt Zofingen undWyken, wo in Betreff einer March einige Briefe vorhanden, aber nicht aufgerichtet, noch besiegelt seien(einige unklare Worte). Sie bitten, für den Austrag von Allein dem beförderlich eine bevollmächtigte Botschaftabzuordnen und dafür einen Tag zu bestimmen. Der Rath überläßt denen von Lucern den Tag zu bezeichnen!werde derselbe frühzeitig angezeigt, so werde man ihn besuchen.
»3.
Trinis. 1549, 26. November.
Liailtonöarcliiv Grau blinden.
„Abscheid des gehaltnen tags zu Truns von dem obern grauen bund gehalten."
Es erscheinen „Mangnus" (Amandus) von Niederhofen, alt-Ammann zu Uri, und Vogt Schuler vo"Glarus, und eröffnen: Die von den VII Orten seien letzter Tage zu Glarus bei einander gewesen und habe"da vernommen, wie in „unserm" Bund einige Späne und Aufruhr bei dem gemeinen Mann wider einigtPersonen entstanden seien, was ihnen, wenn es wirklich der Fall sein sollte, gründlich leid wäre. 2RGesandten seien daher von den Boten der genannten Orte abgefertigt worden, mit dem Austrage, All^/was sich unfreundlicher Weise möchte zugetragen haben, nach bestem Vermögen zum Guten bringen zu helfetwobei sie mit ganz freundlichen Worten ermahnen, in Einigkeit zu bleiben, weil durch das Gegentheil viftArges und Zerstörung von Land und Leuten erfolge; auch möchten bei Uneinigkeit in den schweren Läuft"„uns" desto eher fremde Herren auf den Hals (kommen?), was ihre Obern nicht möchten (?). Sie erbiete"freundlich, Leib euch Gut nicht zu sparen, um das Mögliche zu thun. Was aber gütlich nicht beigelegtwerden möchte, für das soll sich jeder Theil eines billigen Rechtens begnügen. Diese Eröffnung hat »>»"ganz freundlich angenommen und verdankt, mit Erbietung aller Ehren, Leibs und Guts gegen den VII Ort?"'als lieben und getreuen Eids- und Bundesgenossen. Es sei richtig, daß einiger Widerwillen und Aufi'"^entstanden sei; man hoffe aber, mit der Hülse Gottes Alles zu Gutem zu bringen, und was nicht gttt^erfolgen möchte, mit billigem Mchten erdauern zu lassen.