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4,1,e (1886) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1549 bis 1555
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Juli 1510.

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Parteien in einen, Span, der unter ihnen malte, gütlich vergleichen oder denselben rechtlich entscheiden. Ess°ll nun zu diesen, Zwecke jedes Ort seine Botschaft ans St. Bartholomäus Tag (21. August) Nachts an derHerberg in der Stadt St. Gallen haben, v. Schultheiß Bircher eröffnet in. Auftrage derer von LucernBetreff des Anstandes zwischen diesen und den sechs Orten wegen der Landmarch in den Freien Aemter»,"'an wisse eigentlich weder durch Kundschaften noch durch Briefe, wo die wahre Landmarch sei; wenn daherdie sechs Orte ihre Botschaft auf den Stoß schicken würden, so würden die von Lucern dieses auch thun, inder Meinung, daß man sich dann gütlich vereinigen könnte. Da die Gesandten der sechs Orte wiederholtauf de», Span gewesen sind so hat diese nicht fruchtbar bedünken wollen, noch»,als eine Botschaft hinzuschicke»,Sumal ihre Obern mit solchen Botschaften schon uahe an 200 Gnlden Kosten gehabt haben; ihre Obernbitten daher vielmel,r die von Lucern, von ihrer Forderung gütlich abzustehen und die Sache beim bisherigenBerhältniß z» belassen; mau werde das um sie zu verdienen trachten. Wenn das aber nicht sein könne unddie von Lucern die sechs Orte des Possesses mit dem Recht entsetzen wollen, so müsse man dieses erwarten.Dabei ist aber angezogen und unter den Boten beredet worden, es wäre für die Eidgenossenschaft viellöblicher, wenn man miteinander in, Frieden leben würde, und da man das friedliche Gemüt der Obernl"'ne, so soll folgender Autrag heimgebracht werden: Die von Zürich und Untcrwalden wählen, jedes Ort,">>cn frenndlicheu schiedlichc» Mann und Nathsboten; ebenso die von Lucern zwe, solcher. D,ese gehen nntde», Am»»,»., Gartenhauser von Appenzell, den mau als Obmann bestimmt hat, auf den Stoß, und sollenda»', Gewalt haben die Märchen zwischen Lucern und den Freien Aemtern zu setzen, wobei es dann verbleiben'°ll-. Heinrich Gäßlcr, genannt Täppel, zu Weinfelden hat mit Hans Börner, den, Müller zu Frauenfeld.°iuen langwierigen Rechtsstreit vor den. Stadtgericht zu Frauenfeld gehabt, denselben verloren und dann"M'llationsweise auf einigen Tagleistungen an die Eidgenossen gebracht, die aber vermittelst dreier besiegelterAbschiede das Urtheil von Fraucnseld bestätigt haben. Hierauf hat Gäßler gegen die von Frauenfeld^'verletzliche Worte gebraucht weßwegen er vor den, Landgericht in. Thurgau beklagt wurde, aber aus den,Rechten gewichen ist und dasselbe nie'vertreten" wollte. Zuletzt wurde er nach Landgerichtsbrauch für einen"ffueuverschribneu" Ächter ausgerufen. Nichts desto weniger ist er auf diesem Tag wieder erschienen undHut vorgebracht, er sei in. Rechten verkürzt morden; wenn ihn, gegen dem Müller das Recht wieder aufgethanwerde, wolle erzeige», daß ihn, m,gütlich geschehen sei; geschehe das nicht, so wolle er unsere Strafe erwarten.Mau hat hieraufbewegt" die von Frauenfeld und auch den Müller berufen und die Anbringen allerParteien angehört, ebenso von einen, bezüglichen Schreiben deS Landvogts jeden, Boten eine Abschrift zugestellt.Doch hat man nicht erachten können, daß den. genannten Täppel über soviel erlangte Urtheile und Abschiede7'e Rechtsöffn,mg könne ertheilt werden, sondern die von Frauenfeld und Hans Müller bei ihren erlangtenUrtheile» beschützt und den, Täppel denselben nachzukommen befohlen. Da er sich aber merken ließ, er wolleOrt zu Ort kehren so soll jeder Bote die Sache und was der Landvogt darüber berichtet hat, fernenH°"en anzeige», dann! wenn der Täppel vor sie kehren sollte, sie ihn desto besser abzuweisen und mitRutwort z» begegnen wissen x. Es erscheinen die Anwälte von Schultheiß, Rathen und ganzer Gemeinde-u Kaiscrstnhl, nebst Bernhard Scgesser, Vogt daselbst in, Namen des Bischofs von Consta»;, an einem,sodann Erhard Erzli alt-Schultheiß zu Kaiserstuhl an, andern Theil. Die erste Partei eröffnet, sie habeo°r einige» Jahren einen Brunnen in ihre Stadt geführt, in der Meinung, ihrer Stadt nnd Gemeinde zu"uhcu- Dabei habe man de», Erhard Erzli gütlich vergönnt, von diesen, Brnnnen eine Röhre zu seinemHuus, das er vor der Stadt Kaiscrstnhl hat, zu nehmen. Dieser Brunnen sei während einigen Jahren