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Juni 1549.
45.
Otitis. 154i>, 25. Juni (Dienstag nach Johannis des Täufers Tag). Jahrrechnung.
Staatsarchiv Lucern: Lnuis und Luggarus Abschiede. Staatsarchiv s^üricti: Ennetbirgische Abschiede 1512—1500, f. 15<».
Kantvnsarchiv -Basel: Abschiede Band 22. H antonöarcliiv ^reidurg: Ennctbirstische Jahrrechullngen No. 103.
Kautonsarcliiv Svlotlinrn: Abschiede Band 26.
Gesandte: Zürich. Hans Heinrich Sproß. Bern. Glado Mai. Luc er n. Bat Feer. Ur i,Gotthard Aep. Schwpz. Leonhard Bneler. Unter mal den. Hans Wirz. Zug. Hans Stocker,künftiger Bogt in das Mainthal. Glarus. Fridli Tenssi (Steußi?). Basel. Onofrion Holzach.Freibnrg. Franz Gribolct. Solothurn. Ulrich Häni. Schaffhausen. Konrad Gottfried.
»». 1. Der Seckelmeister entrichtet die Landsteuer mit 7026 Pfund und 19 Spagürli, das Pfund zu10 Kreuzer. 2. Die Commune Morco giebt die Steller mit 320 Pfund. 3. Die Commune Ponte zahltdie Steuer mit 392 Pfund und 3 Spagürli. 4. Leonhard Viieler von Schmyz, Landvogt zu Lanis, hat,vegen Bußen und Frevlen eingenommeil und verrechnet 272 Kronen; nach Abzug des dritten Theils, derihm und den Amtleuten gehört, bleiben noch 182 Kronen. Seine Ausgaben betragen dagegen 186 Krone»lind 20Batzen. Man ist ihm daher schuldig geblieben 4 Kronen 20 V- Batzeil, was man ihm bezahlthat. 5. Es erscheint Franciscus Cribell, Malefizschreiber und Zoller zu Lauis, lind eröffnet, er habe letztesJahr den Zoll zu Lauis von den eidgenössischen Rathsboten auf der Gant empfangen. Da sei ihm zugesagtmorden, menn Krieg, Pest oder Theurung entstehe einen verhältnißmässtgen Nachlaß zu gestatten. Da nn»in einigen Orten der Eidgenossenschaft die Pest geherrscht habe und noch herrsche, so seien die Waaren diesesJahr gesperrt gewesen lind über den Comersee geführt morden; früher habe man auch jährlich eine groß«!Zahl Pferde und Rindvieh durch Lauis auf das Herzogthnm Mailand getrieben, was jetzt auch wegen derPest unterblieben sei. In Folge der Theurung haben die Regenten zu Mailand einen strengern Ruf nachdem andern gethan und so wenig Korn nach Lanis führen lassen, daß der Landvogt sich veranlaßt gesunde»habe, den Verkauf desselben außer das Land zu verbieten, während drei oder vier mailündische Herrschaft«.'»am Lauisersee liegen, die ihr Korn auf dem Markt zu Lauis gekauft haben, was den größten Theil des Zollsertragen habe. Man möge daher wohl begreisen, daß er am Zoll erheblichen Schaden empfangen habe-Wenn auch einige Boten instruirt seien, am Zoll nichts nachzulassen, so werde man ihm doch das halte»,ivas auf der letzten Jahrrechnnng mit Brief und Siegel zugesagt worden sei und ihm Gnade und Nachlaßerweisen. Da nun der Lehenbrief ausdrücklich Krieg, Theurung und Pest vorbehaltet, und der Landvoglund andere Ehrenleute zu Lauis berichten, wie die Pest und einige vom Landvogt gethane Rüfe dem ZollEintrag gethan haben, und man annimmt, es sei nicht die Meinung der Obern, wider Brief und Siegelzu handeln, so hat man dem Zoller 250 Kronen nachgelasseil; das Übrige, nämlich 1000 Sonnenkronen hater baar bezahlt. 6. Die Commune Sonvico giebt zu Steuer 640 Pfund. 7. Zoll und Bank zu Mendrisertragen 100 Sonnenkronen. I». Der Landvogt hat den Hauptmann Rülaus von Fleckenstein von Lucer»wegen der an Albrecht von Sala begangenen Handlung, worüber die Orte durch den auf der letzten Jahrrechnung zu Lauis ausgegangenen Abschied unterrichtet worden sind, als friedbrüchig um 300 Kronen bestraft-Hierüber beklagt sich Fleckenstein und bringt vor, er habe den Frieden mit Albrecht von Sala abgetrunke»!nachdem dieses geschehen, habe ihn Albrecht mit hitzigen und verächtlichen Worten zu der That gereizt!