Februar 1549.
41
der Tag zu Solothuri? einzig wegen der Vereinung auf Kosten des Königs angesetzt worden ist, so sollen daselbstnur Gegenstände, die den König betreffen, vorgenommen werde,?, es wäre denn, daß dringende Sachen vorlägen,t. Der Gesandte des Herzogs von Savopen verlangt in? Auftrage" seines Herrn Antwort über sein auf demTage zu Zofingcn gethancs Anbringen, daß die Eidgenossen Bern, Freiburg und Wallis zur Zurückgabe desdem Herzog abgenommenen Landes vermögen wollen. Auf das eröffnen die Gesandten von Bern: Der Botedes Herzogs sei vor ihren Herren erschiene?? und habe daselbst Zurückstellung des eingenommenen Landes verlangt.Die von Bern hätten dann den? Gesandte?? ihre Antwort durch Schultheiß voi? Wattenmyl und SeckelmeisterHaller zu Zofingen gegeben; hiebei lasse?? sie es verbleibe??. Die Bote?? von Freiburg bemerken, der Gesandtedes Fürsten von Savopen sei auch vor ihre?? Obern gewesen und habe angezeigt, die übrigen Orte werdenmit denen von Freiburg etwas reden; sie erwarten nun, was man mit ihnen reden wolle. Die Eröffnungder Instructionen ergiebt, daß die Gesandten beauftragt seien, die Antworten voi? Bern und Freiburgheimzubringen. Dabei wird bemerkt, der Gesandte von Savoyen habe bei denen von Bern geredet, siehätte?? seinen? Fürsten, gemäß Brief und Siegel, die er bei Händen habe, geschrieben, daß sie ihn? daseingenommene Land wieder zustellen wollen. Auf dieses wird der savopische Gesandte wieder vorberufen,ihn? das Erwähnte vorgehalten und verlangt, daß der betreffende Brief, wenn er oder der Herzog ihn besitze,vorgewiesen werde. Der Gesandte anerkennt das ihn? Vorgehaltene vor denen von Bern geredet zu haben;es sei das auch in seiner Instruction so gestanden, die er auch vorgelegt habe. Nun aber könne sei?? Fürstsolchen Brief nicht finden und müße daher der Schreiber der Instruction sich geirrt haben. Aber aus ander??redlichen Ursachen glaube er doch, daß die von Neri?, Freiburg und Wallis das eingenommene Land zurück-geben sollten. Hierauf bemerken die Gesandte?? von Bern, es sei nicht fürstlich, einem Gesandten (etivas in)Brief und Siegel zu geben und hernach nichts davon wissen zu wollen; wenn „er" voi? denen von Bernetwas in Brief und Siegel hätte, so stünde ihn? wohl an, wenn er solches darlegen würde; sie bitten daher dieObern der übrige?? Orte, nicht jeder leichten Rede zu glaube??. Da man für weitere Verhandlung keine??Auftrag hat, so wird Alles ii? den Abschied genommen. Als man mit den? Gesandten des Kaisers unddes Statthalters zu Mailand, Johann Angelus Nitius, sich niedersetzte um in Betreff des HerzogthumsMailand zu „capituliren", und ihn? dabei anzeigte, daß die Ober?? nicht gewillt seien, ii? eine „hülsliche"(zur Kriegshülfe verpflichtende) Vereinung einzutreten, legte er, wie früher, einige Artikel für Capitel vor.Hierauf haben die Boten der Eidgenosse?? ebenfalls Artikel entworfen, voi? denen jede»? Ort eine Abschriftzugestellt wurde. Als dieselben den? Gesandte?? vorgelegt wurden, fand er, seines Bedünkens, etwas Mangeldaran, und machte einige Anhänge und Zusätze und legte dieselbe?? ebenfalls vor. Auf dieses hat man ihn?nun angezeigt, daß man nicht Gewalt habe, auf diesen? Tag sich weiter einzulassen, seine Entwürfe anzunehmenoder andere Capitel zu stelle??; er möge seine Anhänge und Zusätze zu unser?? Artikel?? ii? Schrift verfassenund jeden? Ort mittheilcn, da??,? werde man ihn? auf der nächsten nach den? Tag zu Solothuri? stattfindendenTagleistung Antwort geben. Dabei habe?? aber die Gesandten von llri die Meinung ihrer Obern den?Gesandten selber eröffnet, wie jeder Bote sage?? kann. v. Die voi? Uri ziehen an, es sei erkennt worden,die Gotteshäuser in? Thurgau mit geistliche?? Personen zu versehen; da sei zu Zosiugei? verlaugt worden,drei geistliche Frauen, gestandenen Alters, zwei voi? Uri, die jetzt zu Engelberg seien, und die dritte voi?Unterwalden nach Feldbach zu thun. Das sei nicht geschehen, sondern Frau Afra Schinid dahin gekommen.Gleichzeitig habe der Schaffner zu Münsterlingen, Marti?? Tresch von llri, einen Brief eingelegt, dem gemäßer für so lange angestellt sei, als er sich wohl halte, was der Fall sei. Da nun zu Zosiugei? voi? einige??
6