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4,1,e (1886) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1549 bis 1555
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Januar 1549.

Sachen derDeclaration", die auf dem jüngsten Reichstag zu Augsburg ausgegangen lind von allen Ständendes Reichs gehorsam angenommen worden sei, seiner Seits in seiner Stift und deren Jurisdiction und Kreisenversäße (?) und wie alle Handlung in semlichem by jedem teil und stand insonderheit geschaffen und gestaltet".Würde sich hieran etwas Mangels erzeigen, so solle er mit Ernst und Fleiß jedem der Stift und deren Kreisund Bezirk Angehörigen zu gehorsamen und die genannte Declaration anzunehmen ermahnen und dazuanhalten. Was diesbezüglich von jedem für Bescheid und Antwort falle, solle er dem Kaiser beförderlichberichten, wie Alles das das kaiserliche Schreiben, das denen von Basel gemäß erhaltenem Befehle mitgetheiltwerde, des weitern zeige. Da der Bischof ein Fürst des Reiches sei und dem gebietenden Schreiben desKaisers, wenn er die höchste Ungnade und weitere Gefahr vermeiden wolle, nachzukommen sich nicht weigerndürfe, so sei er gezwungen, diesen Befehl auszurichten. Es sei daher des Bischofs gnädiges Ansinnen, dievon Basel wollen diese Sachen und was daran hange bedenken undalso discm Handel vermelter declarationstattgeben". Der Bischof erwarte (vertruwe") das zu Erhaltung des Friedens und der Einigkeit und alles Gutenbei denen von Basel und den Ihrigen, auch den Nachbarn und Umsässeu und zu Verhütung aller Beleidigungundbeschwerlichen angrifft", was zu erwarten wäre, wenn jenes nicht ins Werk gesetzt würde. Der Bischof könnenicht nuterlassen, diese Angelegenheit auch an andere Verwandte seiner Stift zu bringen, nämlich an die vonLauffeu, welche die Religion derer von Basel angenommen haben. Es sei nun zu erwarten, dieselben werdensich bei denen von Basel Raths erholen, wie sie sich in der Sache verhalten sollen. Für den Fall, daß diesesgeschehe, ersuche der Bischof freundlich, die von Lauffen anzuweisen, das Verordnete auzuuehmen. Der Bischofsei geneigt, das Alles freundlich zu erwiederu. Die Gesandten bitten, das Vorgebrachte auch als ihrepersönliche Meinung zu betrachten.

Das übergebene Schreiben des Kaisers ist dntirt aus Brüssel vom 12. October 1548, ist kurz gefaßtund enthält in Hauptsache nur das im Vortrag der Gesandten Angeführte.

j!. A. Vascl-Stadt: Acten bischöfl. Handlung.

1549, 2. Mai. Theodor Brand, Bürgermeister, auch klein und große Rath, die man nennt die Sechsder Stadt Basel, an den Bischof von Basel. Was seine Gesandten in Betreff des Kaisers Declaration undErläuterungsschrift, die man auch das Interim nennt,kurzverschiner tagen" bei denen von Basel begehrthaben, habe mau verstanden. Dieses Ansuchen habe man nicht erwartet, da der Bischof und die von Baselsich so freundlich in der jüngsten Verständnis; (10. August 1547) dahin geeinigt haben, daß jeder Thcil denandern bei seiner heiligen christlichen Religion wolle bleiben lassen. Da die von Basel bisher diesem getreulichnachgekommen seien, so hätten sie erwartet, auch der Bischof werde sie bei ihrem heiligen christlichen Glauben,de» sie aus demheilwertigen" wahren Gotteswort erlernt haben, bleiben lassen. Man könne sich auchnicht vorstellen, daß der Kaiser in seinem Befehl die von Basel gemeint habe, da er in verflossenen Jahrenwiederholt gemeiner Eidgenossenschaft, von welcher Basel nicht das geringste Ort sei, zu erkennen gegebenhabe, er wolle die Neligionssachen nicht, wie seine Mißgönner vorgeben, mit Gewalt dämpfen, sondern durchein allgemeines freies christliches Concil entscheiden lassen. Da der Kaiser diesen, bisher getreulich nachgekommen sei,so hoffe man, er werde auch fürder vor Erörterung durch das Concil die von Basel ruhig lassen. Sogerne man sonst dem Bischof gefällig sei, so könne man doch aus genannten Gründen diesen, Begehren nichtstattthun. Um übrigens dem Bischof zu zeigen, wie man mit Bezug auf die Religion gesinnt sei und sichhalten wolle, wie es frommen Christenleuten gebühre, so bemerke man ihm, daß man vor fünf Jahren dasBekenntnis; des christlichen Glaubens derer von Basel im Druck habe ausgehen lassen und darin sich erbotenhabe, wenn man eines Bessern berichtet werde, so wolle man zu jeder Zeit Gott und seinen, heiligen Wortin Demnth gehorchen. Dessen sei man noch gesinnt. WaS nun in einen, allgemeine» freien christlichen