Januar 1549.
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Als mau ihn ermahnt habe, das Schloß Peney zu räumen und die armen Leute ruhig zu lassen, habe erein Kricgsvolk unter dem Hauptmann Collones (?) gesammelt und die Genfer bekriegen wolle». Das habedie von Bern verursacht, zum Besten ihrer Burger dem Herzog einen Absagebrief zu sende». Solltendie von Solothuru keine Copie desselben besitzen, so wolle Mau ihnen eine solche überschicken; sie mögendaneben das Urtheil zu Peterlingen und den Abschied von St. Julien besehen. — Rath und Bürger sind derMeinung, der alte Stadtschreiber werde das Urtheil haben; man wolle über den Handel sitzen und dasselbebelesen. Copien des Abschiedes und des Absagebriefes, wenn solche nicht zu Solothuru sein sollten, mögeman ihnen übersenden; dann wollen sie mit andern Eidgenossen antworten. 3. Auf das Anbringen der dreiStädte wird geantwortet, man verdanke ihr Erbieten und sei ebenfalls gesinnt wie sie, zu thnn, was Bund,Burgrecht und Landfriede vermögen. «.A. Sowthurn: MWbuch N°.», s.so.
u. Verhandlung zu Fr ei bürg am 22. Januar.
Vor Rüth und Burger zu Frciburg eröffnen Boten der Städte Zürich, Bern und Schaffhansen denGruß ihrer Obern und zeigen an, wie Boten der VII Orte, die znletzt bei ihnen gewesen seien, verlangthaben: I. Es sollen die Städte Zürich, Bern, Basel und Schaffhansen sich erklären, ob sie für ein allgemeines,freies, sicheres Concilium einwilligen und dasjenige, was da durch Anweisung des heiligen Geistes beschlossenwerde, halten wollen. 2. Sie sollen sich erklären, ob sie gegen jedermann, ohne sich einiger Gewalt zubedienen, Recht geben und Recht nehmen wollen. 3. Sie sollen die Schmachreden, welche ans den Kanzelnüber die V und VII Orte ausgegossen werden, namentlich, wie letztere von den Kaiserlichen, um die Eid-genossenschaft zu zerrütten, Geld nehmen, abstellen, damit Friede und Einigkeit gepflanzt werde. Die Antwortihrer Obern hierauf sei nun folgende: Sie nehmen an, daß dieser Vortrag in guter Meinung, das Wohlder Eidgenossenschast zu fördern, geschehen sei. Sie danken den VII Orten hiefür und seien nicht minderbestrebt als diese, für Beilegung aller Zwistigkeiten in der Eidgenossenschaft sich alle Mühe zu geben. IhreAntwort sei aus der Ursache so lange ausgeblieben, weil, nachdem jener Vortrag, der eben wichtigenBelanges sei, angehört worden sei, die vier Städte drei Mal, zu Zürich und Basel, bei einander versammeltgewesen seien, um sich über eine gediegene Antwort zu entschließen. Dazu sei der Umstand gekommen, daßdie von Basel sich von de» übrigen Städten gesöndert und ihre Antwort schriftlich gegeben haben, nachder Meinung der andern einzig deßwegen, weil sie etwas Mehreres als die drei übrigen begehren. Da die dreiStädte betrachtet haben, daß durch Absendung von Botschaften mehr Freundschaft und Liebe gepflanzt werde,so haben sie sich entschlossen, ihre Antwort, wie die VII Orte ihren Vortrag gethan haben, mündlich zueröffnen. Sie gehe nun dahin: I. Anbetreffend das Concilium sei zu erwähnen, wie ihre Obern anbelangendihre Religion wiederholte Disputationen angeordnet, und hierauf das Bekenntniß ihres Glaubens im Druckhaben ausgehen lassen, mit dem Anhang, daß wenn sie später eines Bessern belehrt werden möchten, siediesem nachfolgen und sich von der gemeinen christlichen Kirche nicht söndern werden. Hiebei gedenken sienoch zu verbleiben. Wenn ein allgemeines, freies, sicheres Concilium angeordnet und durch „Anreizung"oder Anweisung des heiligen Geistes gehalten werde, so wollen sie dein, was ans demselben, auf Grund derwahren biblischen Schrift des alten und neuen Testamentes, einhellig beschlossen werde, gänzlich nachkommenund sich von der gemeinen christlichen Kirche und dem Gottesworte nicht absondern. 2. Betreffend dasNechtgeben und Nechtnehmen sei denen von Freiburg bekannt, welche Bünde, Burgrechte und Landfriedenman gegen einander habe; die Städte glauben, diesen gemäß jedermann so Gericht und Recht gehalten zuhaben, daß niemand Ursache habe, sich zu beklagen. Dessen seieil sie noch entschlossen. 3. Schmachworte