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4,1,e (1886) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1549 bis 1555
Entstehung
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Januar 1549.

Zu II 1 und t. Mittelst Missivc vom 23. Januar schreiben die zehn in Zofingen versammeltenOrte (es fehlen Basel, Schaffhanse» und Appenzell) an Basel (und die übrigen abwesenden Orte), wie aufdem zwischen dem Grafen von Greyerz und dem König von Frankreich nach Peterlingen anberaumten Marchtagweder ein Vertreter des Königs, noch Richter desselben erschienen seien. Der Friede schreibe nun vor, beimAusbleiben einer Partei soll diese von den vier Nichtern verfällt werden. Da solcher Art der Friede vonvier Nichtern rede, vorliegenden Falls aber nur zwei Richter erschienen seien, so verlangen diese eine Weisungüber ihr Verhalten. Die von Basel mögen daher für den nächsten Tag ihrem Boten diesfalls Vollmachterlheilen. In gleicher Meinung übersende man ihnen eine Abschrift der Missive von St. Gallen au Zürich.

K. A. Basel: Abschiede Band SS. K. A. Schasshausen: Corrcspondcnzcn.

Zu II Beim Luceruer Abschied liegt ohne Unterschrift und Datum ein Blatt, betitelt:Eindechtnuß des rathschlags Zofingen betreffend die gottshüscr." Der, nicht immer klar redigirtc, Hauptinhaltist folgender: 1. A Pro hat angezogen wegenetlicher eeren-lüteu von Ury irer basen halb, kloster frowenzu Engelberg, die gan Veldpach zu verschaffen mit sampt einer frowen von Unterwalden." 2. Er zeigt einenBrief, wie die X Orte den Vogt Tresch zum Schaffner in Münsterlingen angenommen haben, für so langeals er sich Wohl halte, ehrliche Haushaltung führe und gute Rechnung gebe. Da nun später erkannt worden,das Gotteshaus Münsterlingen und andere wieder mit priesterlichen Personen zu besetzen, möge man wohlbedenken, daß ihm (Tresch) viel versprochen worden sei, und er die ihm auferlegten Bedingungen erfüllt habe.3. Betreffend die Bitte der Ehrenlcute von Uri, die ihre Base» zu Engelberg gern nach Fcldbach gehabthätten,das aber nit hat mögen sin", ist in Betracht gezogen worden, daß man dem Vogt Tresch zuMünsterlingen vieles zugesagt habe; wen» nun aber dieser Vogt und die Frauen von Engelberg, die beidevon Uri sind, sich gütlich vertragen könnten (betreffend Uebernahme der Schaffnerei Münsterlingen?), so sollein solches Ucbercinkommen wieder vor die Boten der X Orte gebracht werden,die demnach die frowenzu Münsterlingen insetzen", weil früher zu Tagen erkennt worden, daß man die Gotteshäuser wieder mitgeistlichen Personen besetzen wolle.

Zu II t. Die Copie des Schreibens von Burgermeister und Rath der Stadt St. Gallen an Zürich,in der Lucerner Sammlung I. Iii, datirt vom 16. Januar und enthält nebst der Erwähnung der Einladungfür Besuch des schwäbischen Kreistages das als zuverlässig mitgctheilte Gerücht, daß der Kaiser im nächstenSonnner die Eidgenossenschaft angreifen werde. (Auch im K. A. Solothurn bei diesem Abschied.)

Zu II u. 1549, 23. Januar, Zofingen. Angelus Ritius (an die Eidgenossen.) Jacob a Pro,Gesandter von Uri, und Gilg Tschndi von Glarus haben im Namen der Eidgenossen ihm durch den Land-vogt von Lauis einige Klagen zugeschickt, über die er sofort antworten wolle. 1. Jeronimo deOrlando von Lavena, Unterthan des Hcrzogthums Mailand, soll etwas wider die Ehre der Eidgenossengeredet oder gethan haben. Um die gute Freundschaft gegen letztere beizubehalten, glaube er (achten"), derGubernator (sin durchlüchtigkeit") werde ihm die verdiente Strafe geben. 2. Die Angelegenheit des Maltarin(Maltencin") von der Treis sei zuerst vor den kaiserlichen Rentmeister des Hcrzogthums Mailand gekommenund dann auf sein oder seines Fürsprechen Ansuchen dem Capitain de Justitia übergeben worden, damitunverzüglich nach Form Rechtens ein Einsehen gethan werde. Was da erfolgt sei, wisse der Gesandte nicht,weil er dann von Mailand verritten sei. 3. Ihn, sei auch in Betreff der Salzkauflcute von Lanis, dielaut den mit Herzog Franz II. abgeschlossenen Capiteln befreit seien, geschrieben worden. Als vor einigenMonaten zwischen diesen Kaufleuten und den Einnehmer» des Salzzolles im Herzogthum Mailand sich Streiterhoben, habe der Gubernator verordnet, daß man in Betreff der Forderung dieser Kaufleute ein Einsehenthue,und sölichs bis man wüßte" die Meinung der Eidgenossen über die Errichtung der Capitel, betreffendwelche sie besucht worden seien und auch jetzt den Vortrag des Gesandten verstanden haben werden. 4. An-belangelid die Ilnterthaneu au der Treis und Andere, die sich beklage», daß sie zur Bezahlung der Beschwerden