Januar 1549,
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in ihrer Rebellion zu verharren; und diese Briefe seien von ihm, einem erklärten Aechter, aus der Eidgenossenschaftgeschrieben worden. Weil er nun bestimmt erwarte, daß die Eidgenossen einen solchen vergiftete» Mensche»,der in seiner Rebellion und Undankbarkeit alle empfangenen Gutthaten vergessen habe, in ihren Landen nichtgegen das Reich practicircn lassen wollen, so begehre er hochgeflisscn und ernstlich, daß sie diesen schädlichenMensche», diesen offenen Aechter und Feind nicht länger in ihrem Gebiete dulden und hierin sofort will-fahren. Wiewohl er sich eines Abschlages durchaus nicht versehe, begehre er doch „zuverläßige" beförderlicheAntwort,
St,A, Luccin: Allg. Absch, « Sk, S7N, St, A, Zürich: Abschi-dc Bd, I? k, Z-iö. St, A. Bern: Evangel, Abschiede k, so (Original),K. A. Freibmg: Badische Abschiede Bd. 15, nach den Abschieden von 1546. K. A. Solothurn: Abschiede Bd. 23.
Zu II I. Der Vortrag von Ritius, d, d. „in oppicko /cMngnm clio xvj .Innuarijst' geht dahin:Im I, 1547 habe ihn Don Fernand Gonzaga, Herzog zu Arrian w., im Auftrag des Kaisers zu denEidgenossen geschickt, um gemeinsam mit dem Secretär Panizono über Errichtung einer neuen Ordnung zurErhaltung guter Freundschaft und einer Schirmvereinung für das Herzogthum Mailand zu unterhandeln, wiesolches aus den im November 1547 eingelegten Capiteln zu ersehen sei. Da die Eidgenossen wegen vielerHindernisse die Antwort auf einen Tag im Mai verschoben haben, sei er inzwischen zu dem Kaiser nachAugsburg geritten, um ihn darüber zu berichten und dessen Befehle zu empfangen; er habe den Auftrag erhalten,in der Handlung fortzufahren, sei aber gleich nach der Ankunft in Mailand in eine schwere Krankheitgefallen, so daß er nicht eher habe zurückkommen und das Geschäft wieder aufnehmen können. Unterdessensei jedoch gegen die eidgenössischen Unterthancn gute Nachbarschaft bewiesen worden, nach Inhalt der mitHerM Franz II, errichteten Capitel, obwohl die im September vor. Jahres zu Baden versammelt gewesenenBoten dein Secretär Panizono geschrieben, sie betrachten jene Capitel als mit dem Tode des Herzogserloschen, während sie kurze Zeit vorher erklärt haben, sie Wollen über eine gute Freundschaft w, capituliren.Alle bezüglichen Schriften lege er ein und eröffne des Kaisers und Statthalters Entschluß, mit der angefangenenHandlung fortzufahren; sie seien willig, den eidgenössischeil Unterthanen wie bisher mit Getreide, Zoll-freiheit w. den frühern Capiteln gemäß Vortheile zu gewähren, welche jährlich viele tausend Kronen bringen,zum Nachtheil der kaiserlichen Kammer zu Mailand. Dazu sei man nicht verpflichtet , wo man nicht neueCapitel aufrichte. Er wünsche nun, die eingeleitete Verhandlung zum Schlüsse zu führen, und begehre, daßman zu diesem Zweck eine Anzahl Personen erwähle, die mit ihm über die Capitel handeln würden, um dieInteressen beider Theile auszugleichen; denn was er suche, diene nur zu beiderseitiger Wohlfahrt, und seikeiner Verheißung zuwider, welche die Eidgenossen andern Personen von irgend welchem Stand oder Würdegethan haben. — Da er vernehme, daß der König von Frankreich die Vereinung zu erneuern trachte, diesie mit dessen Vater gehabt, so ermahne er sie, gegen das Herzogthum Mailand, Genua, Asti, Piemont,Savoyen:c. nichts einzugehen, sondern alle diese Lande vorzubehalten, gemäß der Erbeinung mit dem HauseOesterreich und Burgund. Der Kaiser schreibe ihnen in Betreff des Verlaufs zu Constanz und wegenSchärtlins; sie mögen ihm diesfalls beförderlich antworten. Ritius theilt den Vortrag mit Zuschrift vom22. Januar auch an Basel mit.
St. A. Lucern: Abschiede N 2 k. 414 (versetzt iuS Jahr 1548). K. A. Basel: Abschiede Bd. 22. K. A. Freiburg: Uneingebundeue Abschiede.K. A. Solothurn, bei diesem Abschied. K. A. Schafshausen: Korrespondenzen.
Zu II I». Im Staatsarchiv Bern: Evangelische Abschiede ^ 1. 80 liegt bei diesem Abschied einundatirtcs Schreiben von Friedrich Spät an die Eidgenossen, des Inhalts: 1. Einige ihm Unbekanntestreuen aus, er verläumde die Eidgenossen. Man möge ihm diese Personen anzeigen, damit er sich diesfallsverantworten könne, oder dieselben für solche halten, die rücklings den Leuten die Ehre abschneiden, undihm rathen, wie er sich fcrners diesfalls zu verhalten habe. 2. Es heiße, er sei in eigenthümlichen Verhält-nissen zu Mellingen gestanden. Das wolle er auf einen unparteiischen Untersuch ankommen lassen. InMellingen werde sich niemand über ihn zu beklagen haben. 3. Daß er wider die Eidgenossen practicirthabe, stelle er ebenfalls in Abrede.
^ tor^o des Aetenstücks heißt es: „^etum Zofingen im önnunrio anno 49", und wieder mit andererSchrift: „Allerlei bries uf tag Zofingen inglcit, Kaiser, Kunig, Spät, Gonzaga."
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