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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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August 1525.

Abt von St. Gallen und seinen Unterthanen im Rheinthal gehaltenen Tage der Bote von Uri, nachdem manbereits einige Tage gesessen, zurückberufen, dann auch der von Lucern heimgefordert worden sei, ohne Zweifel derErklärung entsprechend, nicht mehr mit Zürich tagen zu wollen; dergleichen sei es zu den zwei kürzlich in Lucerngehaltenen Tagen nicht geladen worden, wiewohl auch Angelegenheiten gemeiner Vogtcien verhandelt werde»,woran Zürich ebenfalls Theil habe. Das sei ihm höchst befremdlich, dci eS bisher nichts gespart für das Wohlgemeiner Eidgenossenschaft und in Ewigkeit solches zu bewähren gesinnt sei. Deßhalb bitte es die fünf Orte, nachKräften zu verhüten, daß es so abgesondert und ausgeschlossen werde; denn immer noch sei es bereit, sich ausGottes Wort weisen zu lassen, wenn es irgendwie gefehlt hätte, und die Bünde treulichst zu halten. Bitte umschriftliche Umgehende Antwort. St. A. Zürich: Misswrn. K. A. Schasjhausen: Corr.

4) 1525, 51. August. Schnffhausen an Zürich. Antwort auf dessen Schreiben vom 29. d. M. l. Erbietungalles Lieben und Guten. 2. Auf dem Tag zu Rapperswyl und dein letzten zu Lncern habe mau keine Botschaftgehabt, aber von Lucern her einen Abschied erhalten, infolge dessen man jetzt einen Boten dahin gefertigt habe,dem aber nichts anderes befohlen sei, als anzuhören und im Abschied heimzubringen, was an ihn gelange; daswolle man gewärtigen und darnach handeln, wie man hoffe, daß Zürichkein sonder Mißfallen" daran habenwerde ... S«. A. Zürich: A. Schafshausen.

5) 1525, 1. September. Bern a» Zürich. Antwort ans dessen Beschwerde über die Absorderung der Botenvon Lueern und Uri ?c. Man könne jetzt nicht mehr erwidern, als daß man den Boten auf den jetzigen Tag inLucern die Weisung gegeben, in dieser Angelegenheit zu haudelu, was zu Lob und Nutzen gemeiner Eidgenossen-schaft dienen möge, und bitte nun Zürich herzlich, auch zu dem Antrag, den die Eidgenossen thun werden, sichgutwillig finden zu lassen; weiter könne man sich nicht erklären, bis man die Autwort kenne, die es der vonLncern aus geschickten Botschaft geben werde. St. A. Bern: T-up-h Miss. n. e. «so v.

6) 1525, I. September (Freitag Verenä). Solothurn an Zürich. Antwort auf dessen Schreiben vom29. August: Da beide Schultheißen und andere Miträthe auf den Tagen zu Lucern und Basel oder der Herbst-geschäfte wegen abwesend seien, so könne man nicht sofort darüber Antwort geben :c. Vgl. N. 2.

St. A. Zürich: A. Solothurn.

Endlich möge auch folgende Missive hier eine Stelle finden:

7) 1525, 1. Septcniber (Ans Verenä), Lucern. Die Boten der zwölf Orte (sie) an Bürgermeister undRath zu St. Gallen.Unser fründlich gruoz, w. ze. Wir sind bericht, wie in üiver Statt der vergift lutherischund bas ze reden tüfelisch mißgloub etlicher maß so vil fürbrochen, daß dadurch die meß und andere cristcnlichesacrament, ordnung und gottsdienst abgestellt und vcracht sygcnt, und ganz grob by üch zuogang, das uns nun(wo dem also ist) ganz von herzen leid und mißfellig; und diewil dann ir wissend, daß solcher ketzergloub nnscrnHerren und Obern widerwertig, darum so ist an üch unser sonder ernstlich bcger und bitt, von solichen bösendingen abzeston, die üweren darvon abzuowysen und darum ze strafen, das ampt der heiligen meß und andergottsdienst und cristenlich ordnung by üch vollfüeren lassen, ufenthalten und schirmen und üch dermaß hierin zebewpse», als unser groß vertrnwen zuo üch stat, und ir von Gott und vermögen der heiligen geschrift undnach cristenlicher kirchen ordnung das schuldig sind; daran bewisend ir unser» Herren-und Obern, ouch uns,sonder groß gefallen, werden ouch das umb üch ze bcschulden und zuo gnoteni indenk sin und meiner vergessen,wellend üch hiemit jetzinal zum früntlichosten med als getrüw lieb Eidgnossen ersuocht und brücderlich ermanthaben und begerend hieruf üwer guoten verschriben, oder durch üwern Kotten muntlichen antwurt uf nächsten tag,der da sin wirt zuo Baden im Ergöw uf Zinstag vor des Hailigen Crüztag liächst." Datum w.

Stadtarchiv St. Gallen: Copie im Nathsbuch, sab ctnto 8. Sept. (Nativ. Maria), gefertigt und mitgetheilt von Präs. Aug. f.

Zu t. 1) 1525, 28. August. Basel an seinen Boten in Lucern, HanS Graf. Auftrag, das obige Schreibenvorzubringen und die Obrigkeit gegen allfällige Anklagen von Seite des Regiments mit Nachdruck zu vertheidigen,auch die Eidgenossen um Besuch des Tages zu bitten. K. A. Basm Missivm, r. es ».

2) 1525, 2. September (Samstag nach Verenä), 5 Uhr Vorm. Schultheiß und Rath von Solothurn anPeter Hebolt, Boten in Lucern. Etliche Anwälte der sundgauischen Bauern haben letzten Dienstag um Rathgebeten und daneben ihren Wirth (zum Löwen), Ulrich Nägelin, zum Hauptmann bestellt, der sofort nach Basel