August 1525,
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sind die Boten der vier Städte noch Zell geritten, nin über die Vertragsartikcl wegen der Grafschaft Kleggangütlich zu unterhandeln.
Der Tag dürfte am 14. begonnen und bis znm 22. August gedauert haben, wie aus der unten folgendenMissive (Nr. 12) hervorzugehen scheint."
Bei dem Basler Exemplar des Abschieds — andere ließen sich nicht auffinden — liegen Acten, denen imTexte gerufen ist (f. unten Nr. 8, 9, 19). Wir legen noch einige andere bei:
1) 1525, 4. August (Freitag vor Oswald!). Schasfhanscn an Zürich. Es «verde bereits durch seine Ge-sandten erfahren haben, «vas für eine Antwort der Baucrsamc im Kleggan zu Zell geworden, wiewohl ihnen dieHauptleute und Commissaricn auf Fürbitte von Zürich und Schnffhnnsen vier Tage Frist bewilligt haben, umihre Gemeinden zu versammeln und sich zu entschließen. Dennoch verlaute, daß sie den Vertrag nicht annehmenwollen; zudem zeigen sich jetzt die Waldshuter unruhig und verstärken sich durch vertriebene Ungehorsame. Nunhabe Graf Rudolf zwölf Knechte aus der Herrschaft Vaduz hichcr geschickt, die aber nichts anfangen, sondernauf weitere Befehle warten sollen, ?c. ?c. St. A. zari-h: A, Kleggan.
2) 1525, 4, August. Die Grafschaft Kleggan, Thal und Thüngen an Zürich. Ihre Gesandten habengerühmt, wie ernstlich seine Botschaft für sie gearbeitet habe. . . Nim zeigen sie an, daß keine Milderung derArtikel erhältlich sei; deßhalb sei man beisammen gewesen, und habe sich Jeder darüber aussprechen müssen; sosei das einhellige Mehr geworden, daß sie alte Artikel annehmen wollten, nur den über das Gotteswort aus-genommen; denn daß sie wieder davon weichen sollten, um zu der alten christlichen Ordnung zurückzukehren, seiihnen unerträglich, ?c. .'c. Bitte um Rath und treues Aufsehe««, da sie diese«« „Bericht" nicht annehmen nivllcn.
St. ?l. Zürich: A. Klcggau.
3) 1525, 5, August (Sanistag vor Lnurentii), Zürich. Uebergabe obigen Schreibens durch eine Botschaftder Klcggauer, nnd Bitte um Hilfe, Rath und treues Aufsehe««. — Bürgermeister, kleine und große Räthe habendieses Anbringen reislich erwogen und folgende Antwort gegeben« Wiewohl sie (die Bauern) vormals mit Freudenzugesagt haben, bei dem Wort Gottes zu bleiben, sei das doch nicht geschehen, indem sie sich „in fremde Sachengesteckt" und an ausländische Orte gezogen; daß sie dem hier empfangenen Rathe nicht gefolgt seien, bcdaure man;wären sie gehorsam geblieben, so stünden sie jetzt nicht in so schweren Nöthen. Sie wissen, daß Zürich ihretwegengroße Kosten gelragen, Schriften und Botschafte» nicht gespart habe, «im ihnen zu einem guten Vergleich zu ver-helfen; man «volle das ferner thnn und habe dafür auf Samstag nach St. Laurenze» (12. Aug.) einen Tag inSchaffhausen angesetzt und Bern, Glarus, Basel, Solothnru, Appenzell nnd die Stadt St. Galle«, dazu geladen,um in allen Treuen zu mittel«« und Blutvergießen w. ersparen zu können. Darum sollen sie sich in die Dingeschicken und bei dein Gotteswort bleiben; doch sage man ihnen keine Hülfe zu; desto mehr sollen sie „für sichselbs lnogen und thuon als biderb tüt."
4) 1525, 5. August (Samstag vor Lnurentii). Zürich an Schaffhausen (Bern, Solothnru, Basel ?e.). Obwohldie Botschaften der beiden Städte zu Zell nach bestem Vermögen für die Untcrthnncn des Grafen von Sulz nineinen guten und leidlichen Vertrag geworben, haben sie bei den Hauptleute» und Commissarien Oesterreichs unddes Bundes zu Schwaben bekanntlich doch nichts erreicht, indem sich die Bauern auf Gnade und llngundc ergebenoder einen verderblichen Uebcrfall gcivärtigcn müssen. „Dicivil dann, getrüwcn lieben Eidgnosscn, ttivcr nnd niiscrbiderben lüt und die in, Klccköiv an einander» stoßent, zuosamen sründcnt und unzhar mit uns in kriegslöufcnlieb und leid gelitte«,, mich mit ire», kor«, und zuofücrung feiles koufs den, gemeinen mcnschcn «vol erschossen, hatuns als die, so gern allweg frid, rnoiv und einigkeit fürderlint, merklicher uotdnrft nach getrüwer Meinung fürgnot nngeseche», nochmaln niitsnmbt üch, ouch andern . . Eidgnosscn . . in der fach zno haudien, nnd deßhalbeinen kurzen ileudcn tag verrinnt nnd angesetzt, nämlich SnmbstngS nach Sant Lorcnzeu tag (12. Aug.) nächst-küuftig nachts in ttivcr Statt Schaffhnsen au der Helberg ze sind, und solichen tag habent wir üivern und unser«,lieben Eidgnossen von Bern, Glarns, Basel, Sololhurn, Appenzell und der Statt zno Saut Gallen verkündtund zuogeschribeu"....
„ngcsähr gleichlautend im St. A. Bern: Kirch,. Angelegenheiten. — K. A. Basel: Adschi-de. — K. A. Solothurn: Abschied-, Bd. XIII.
K. A. Schasshansen: Correspondenzen. — Eine» wörtlichen Abdruck hat Schreiber, BauernUi-g III, 71, 7S,