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Schwyz. 5. Sodann bitte er, ihm das von der Jahrrechnung her schuldig Gebliebene zu bezahlen, da er wie diePfaffen viele Einkünfte verloren habe, und ihn auch für die großen Auslagen, die er „im Sturm" und dasganze Jahr mit den Ritten auf die Tage gehabt, zu entschädigen; denn diese Reisen, die er mehrmals selbdritthabe machen müssen, haben ihn, zumal er in Lebensgefahr gestanden und deßhalb Umwege zu benutzen genöthigtgewesen, mehr gekostet, als man ihm dafür verrechne; er habe ja stets nur der Eidgenossen Nutzen und Wohlangestrebt, und darum werde man ihm nicht zumuthen, daß er sein eigenes Vermögen einbüße. 0. Laut des ihmgewordenen Auftrags hatte er „daS Helferli" zu Franenfeld, einen Schwaben, der unschicklich predige, ans demLande verjagen sollen; derselbe habe aber im ganzen Kirchspiel bei dem gemeinen Mann so starken Anhang, daßer denselben nicht zu vertreiben wisse; darum mögen die Eidgenossen an Schultheiß, Rath und Gemeinde zuFranenfeld den bestimmten Befehl erlassen, den Priester hinwegznthnn; wenn es nicht geschähe, so würde darausgroße Unruhe und Mißglaübcn erwachsen. 7. Es seien aber noch Andere im Lande, die solche Irrlehren predigen,sodaß es räthlich wäre, eine Botschaft hinaus zu verordnen, welche die lutherischen Prediger vorznbcscheiden undihnen rund zu erklären hätte, daß man solches unchristliche Predigen nicht dulden könne und die Schuldigen anLeib und Gut bestrafen werde. Denn schon predigen etliche Pfaffen, die Unterthancn sollen sich daran nichtstoßen, daß man sie aus dein Reich vertrieben habe; das sei Gottes Wille und werde nicht innner so bleiben,u. s. w. 8. Heinrich Lanz (von Licbenfels) habe für einen Juden ein Geleit schreiben lassen und verlangt, daßder Landvogt den Brief besiegle oder den Juden sonst beschütze; darüber erwarte er nun Verhaltungsbefehle. DerJude begehre nur im Lande zu wohnen und keinen Wucher zu treiben; übrigens sei er geschickt mit der Handund in der Arzneiknnst und von Ann und Reich wohl gelitten und nur durch die deutschen Bauern (im Aufruhr)vertrieben worden. 9. Cäsar Gall's Verwandte haben ihn ersucht, mit ihm zu Herzog Ferdinand nach Jnsbruckzu reiten; dazu bedürfe er aber nicht nur einer Vollmacht, sondern eines Crcdcnzbricfcs; wenn nun die Eidgenossendiese Mission immer noch wünschen, so möge Lucern ihm einen solchen Brief ausfertigen und zusenden. InEonstanz habe ihm nämlich „der Fnbcr" gesagt, daß Galt ohne eine eidgenössische Botschaft nichts erreichen würde;da indcß der Fürst, laut der Sage, nächstens nach Zell kommen werde, so dringen Gall's Verwandte darauf,denselben in der Nähe ansprechen zu können. 10. Die von Dießcnhofcn wollen ihre» Pfarrer nicht mehr Messelesen lassen; es seien auch daselbst drei Pfründen erledigt, welche man nicht mehr besetzen walle, wie Albrechtvon Landenberg schon ans dem Tage zu Rapperswyl berichtet habe. 11. Er habe einen Keßler gefangen, der demKirchhcrrn von Henau in der Grafschaft Toggenburg, den Bünden zuwider, offene Feindschaft angekündigt; derselbehabe zu Grießenbcrg, zu Bußnang und an andern Orten im Thnrgan heimlich und öffentlich lutherisch gepredigtund dadurch zu der Unruhe beigetragen; er möchte wissen, ob er denselben loslassen, oder was er mit ihm anfange»solle; wenn er im Thnrgan vor Gericht gestellt würde, so könnte das Urtheil vernichtet werden. 12. Hugo vonLandenberg sei ihm seines KelnhoferS wegen noch 35 Gulden schuldig, die er ans letzte Pfingsten zu bezahlenversprochen; man möge ihm behülflich sein, daß er dazu gelange, da er in seinen Amtsgeschäftcn immer Geldausgeben müsse und bereits in Verlegenheit sei.
13. „Demnach müssen sy den span, der sich haltet zwischen Hngen von Landenberg und mir, derselbig usdem gchaltncn tag zno Raperschwyl nf discn tag angestellt ist; bitt ich min Herren dienstlich, ff) wellen denjetzmal nßmachcn, denn mich gcwüßlich anlangt, wie Hng von Laudenberg nf der kilwihi zno Lommis und anandern enden fast pochet Hab dergestalt, ich Hab in nnbillicher wr,s in kosten Pracht, über das van im mit mir nichtsunbillichs gehandelt sig; min Herren und ich hellen in auch wol um diß uarrenwerch riicivig gelassen, damit ersin früntschast onch nit in kosten gestiert, mit andern tratzwortcn, was er zno Raperschwyl erobert Hab. So aberbcncmpter von Laudenberg das nit allein mit mir sürgcuommen, sonder gewonlich mit allen landvögte» ungeschicktgewesen ist, bin ich sins tratzens so voll, daß ich sömlichs nit mcr lydcn kau; wo min Herren in darumb nitstrafen sollen, oder mich, wann ich unrecht gethnn hell, wnrd ich dennocht weg snochen, dnst ich sino bocheus abkäm;denn so min Herren mich als irn nmptman von ainer pcrson also verachten lassen wellten und das hingon lon,daß er mich über frid on alle rrot irr irerir hus under rr ruossigen rascir air ir stall, nach mrnenr vernrainenunbillich, besuocht Hab, wnrd es im (inen?) große ungehorsami und nachtail bringen gegen andern gehorsame»edellüten, die schon daruf trntzcn und pochen, wenn im das und ander dcrglich fräfcl mnotwillig Händel von im