750
August 1525.
Mad. Basel. Caspar Koch, Salzherr. Frei bürg. Venner Schnewly. Solothuru. .Vogt (Haus) Hugi(alt Bauherr). Appenzell. — (Lucerner Absch.)
tt. Jeder Bote kennt den Handel zwischen dem Landvogt im Thurgau und Hugo von Landenberg. Essind nämlich gute Knudschaften vorhanden, woraus sich ergibt, daß derselbe den Frieden gebrochen und den Land-vogt schmählich beschimpft, in seinem Hause „überlaufen" und mit stolzen trotzige» Worten herausgefordert hat.Heimzubringen, ob man das als einen Friedbruch behandeln, und wie man ihn strafen wolle, um seinesMuthwillens, den er nicht nur gegen diesen, sondern auch gegen andere Landvögte und Ehrenlcute getrieben hat,endlich los zu werden. I». Da die Frau von Valeudis und der Herr von Wattemvyl sich beschweren, daß dieNeuenburger gegen Urtheil und Recht ihnen Vieh weggenommen, und Bern erklärt, daß es Gewalt mit Gewaltabtreiben würde, wenn solches wieder geschähe, so wird darüber ernstlich an die Neuenburger geschrieben. «?. Heim-zubringen die Frage Solothurns, ob ihm die Eidgenossen etliche Tagwen und „Beschwerden" wollten zu kaufengeben, welche die von der Zihl der Grafschaft Neuenbürg schuldig sind. «I. Es wird angezogen, wie der Herzogvon Würtemberg die eidgenössischen Voten, die sich in Mümpelgard für die beraubten Kaufleute verwendet,schlecht behandelt und abgefertigt hat. Heimzubringen, ob man ihm und den Seinigen das Geleit med die Burg-rechte anstunden wolle, und auf nächstem Tage Antwort zu geben. «?. Schaffhausen entschuldigt sich schriftlich^ über sein Ausbleiben, indem auf St. Laurenzen Abend (9. August) in der Stadt ein Aufruhr begegnet sei.t. Betreffend die Verleihung des Hauses Tobel an Konrad von Schwalbach stimmen vier Orte abermals dazu,mit der Bedingung, daß er über seine Verwaltung jährlich Rechnung ablege, und daß die Eidgenossen für denFall unschicklichen Verhaltens jederzeit offene Hand haben wollen, ihn wieder zu entsetzen. Da aber Zürich,Unterwalden und Zug auch diesmal nicht iustruirt sind, so sollen sie es wieder heimbringen und auf dem nächstenTag Antwort geben. K. „So dann des hopthandels halb, darum diser tag angesetzt, (und als) geredt wordenist, wie daß etlich Ort fürohin nit wer zuo tagen by dero von Zürich Kotten sin wöllent .'c., und so sich jederpott siner Herren und ober» befclh entschlossen und aber unglich in den antwurten erfunden sind, wie wol etlichOrt vermeinten nochmals guot sin, ein potschaft gen Zürich zuo schicken oder inen zuo schriben, deß (das) abernit all potten in befelh gehept, sundcr etlich der Meinung, si) gar mit mcr ze pitten, und die wyl aber unfruchtbarund unerschicßlich, manu wir nit von allen Orten cinhällig wärind, mit denen von Zürich zc reden, old inen(ze) schriben, darum ist also abgeredt, uf bessrung unser Herren med oberu, ob man sich von allen Orten deß ver-glichen und eins werden möchte, nämlich mit inen die Meinung ze reden, daß sy von irem fürnämen abstan, dieHelgen Sacrament und (gottsdienst?) nach cristenlicher kilchenordnung in ir statt und gebiet wieder anzcnemeuund nfzuorichten, meß lassen haben, ouch ander guot cristcnlich loblich brück) und alt harkomcn, wie iren lindunser vorder» an uns pracht, die ze halten, wie wir der vierteil der Orten die noch haltcnt, und sich uns insölhen dingen glichförmig machen und thnon, als ir vordren gethan Hand. ^ Darzuo, wo zuo tagen uns Eid-gnossen bös mißHändel, so leider setz wider die eer gotts, unser lieben Frowen (und) der lieben Helgen gcprucht,deßglich wider die Helgen Sacrament und der cristenlichen kilchen ordnnng geprucht, und ander schmüchlich Händel,so jetz fürgond, so die zuo tagen anbracht und klagt werden, daß sy dann nit ußstan, wie sy bishar Hand thon,sunder by uns sitzen und sölich mißHändel helfen strafen und handlen. — Und soferr sy das thnon, desto lieberwöllent wir inen ouch bewysen und allwegen erzöugen alles guots, als unfern getrüwen lieben Eidgnossen, unddie pündt trüwlich an inen halten. Wo sy aber das nit thnon, daß wir dann inen schlecht Harns sageut, daßwir fürohin kein tag mit inen leisten und sy uf kein tag bescheiden. — Söll) Meinung wie obstat soll jeder pottheimbringen, und (daß) uf nächsten tag darum entlich antwnrt geben werd, ja oder nein, ob man das thnon