Juli 1525,
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«». 1'525, 28, Juli (Freitag nach Jacobi), Napperöwyl. Gütlicher Spruch der IV Orte über die Streitig-keiten zwischen der Gemeinde Tablat und IV. Christoph Winkler. Nachdem beide Parteien zur Schlnßverhandlnngvorgeladen worden, hat man sie ersucht, den Span zn gütlicher Vermittlung den Voten der IV Orte zu über-lassen, damit ein Rechtsspruch, der vielleicht keine Freundschaft brächte, vermieden werde» könnte; dazn haben siedann eingewilligt, ihre Anwälte bezeichnet und bevollmächtigt, in die Hand der Voten zu versprechen, daß sie denergehende» Spruch annehmen werden. Hierauf wnrde erkannt,- l, Vctreffcnd den Leumund IV, Winkler's habendie von Tablat nichts Arges gegen ihn vorbringen können, als daß er vor vielen Jahren in die kaiserliche Achtgekommen. Die Prüfung dieses Handels hat aber gezeigt, daß ihm darin Unrecht geschehen; dcßhalb wird aus-gesprochen, daß ihm derselbe an seiner Ehre nicht schaden solle; die Tablater haben alle Knndschaftsbriefe heraus-zugeben, welche sie heimlich eingezogen, 2, Dr. Winkler soll wieder zn Hof und Gut kommen, wie er es zuvorbesessen hat; über die Rückerstattung der nicht mehr vorhandenen Habe und die Vergütung des ihn, zugefügte»Schadens soll ohne Sänmniß durch zwei ehrbare Männer, von beiden Thcile» gewählt, mit dem Hauptmannvon St, Gallen unterhandelt und ein gütliches Abkommen getroffen werden; können sich diese Schiedlente übereinen Pnnct nicht vereinigen, so sollen ihn die Parteien mit ausreichenden Vollmachten ans den nächste» Tagbringen, der für den Abt von St. Gallen und die Rheinthaler angesetzt ist, und die Boten der IV Schirmortesollen dann die streitige Frage endlich und ohne allen Weiterzog entscheiden, 3. Die von Tablat sollen denDoctor fürdcrhin ruhig und nnangcfochkcn lassen; auch sollen beide Thcile allen Unwillen unterdrücken und keineZwietracht mehr anfangen, nachdem der Span erledigt worden, 4, Uebrigens wird dem Abt von St, Gallen, alsder hohen Obrigkeit, anheimgestellt, die von Tablat der verübten Frevel wegen nach seinem Gefallen zn strafen,
St. A, Lucern: Allgem. Abschiebe II, k, IUI —Ivo.
III und II ans dem Zürcher Abschied, dem dagegen v N fehlen; II iß übrigens nur ein beigelegtes Notiz-blalt. Das Appenzeller Eremplar hat nnr -i, I», t, K«
Zu «I. Eine Klagschrift des Landvogtcs, die aber obigen Abschied voraussetzt, hat die Lncerner Abschicd-sammlnng; wir legen dieselbe bei dem Abschied vom 11. klngnst ein.
Sodann gehört zur Ergänzung hichcr:
1525, 20. Juli (Donstag vor St. Maria Magdalena). Martin Wehrli, Landnmmnnn und Landweibclzn Franenfcld, an die eidg. Boten in Nappcrsnnst. Kundschaften über den Span zwischen dem Landvogt Arnbergund Hug Dietrich von Laudenberg.
1, „Uolrich Keller, der trnnnncnschlachcr nß dem Kurzcndorf (sait), Hans Schärcr von Oeningen sige biHngen von Laudenberg und andern gnoten Herren und gscllen in Heini Cappelers, des wirts hus allste gewesen,da schlücgen so nf einer trnmmcn den straich, wie in nnscrm land sitt und gcwonhait. Dersclb Hans Schärcrwär bi den puren cnncthalb Nins und Bodcnsccs gelegell und sprcch, Hng von Laudenberg, wie ziichcn dinepuren im Parlament nmblstn, wir ivend das penlamcnt onch hau und dir die stiaich auch machen, Keßler sar in-hin »f dem Parlament. Also schlneg er der landskncchtcn straich. Darnf käm Garins Koch, stattknecht hie zuFrowcnfeld, und redte, jnnkcr Hug, mi" Herr (Landvogt) hat mich zno üch geschickt »nd soll nch bitten, dasir den straich nit schlachen, nur wellen dcß nit in unser» landen. Antwnrtc Hng von Laudenberg, warunib mainter das, solt ich nit in miner fri)cn ürten gnotcr dingen sin, gotts flaisch, ists darzuo konnncn, daß wir den straichfürchten, wie wollten wir denn die lüt fürchten, so den straich füercn, wenn sr> in unser land kämen; gottsflaisch, wollt er mich züchcn, min vattcr hat mich doch nie mögen züchcn; ce ich nun jetlichcn machte, das imgefiel,' ich wellt ee, daß er ain cscl ghrst hctt, und gang hin, sag dincm Herren, wir schlachen den straich nlcmandivcdcr ze lieb noch zno laid, änderst denn daß wir guoter dingen s>)cn, Do nein im Sigmund von Landenbergdie trnmmenschlcgeh verbürge die und wellt in nit wer schlachen lassen; (da) redte er, gotts flaisch, ich will denstraich schlachen . . .; gieng darmit ußhin, holte zwo kellen in der tnchi und schlnog deil straich wider darmit.