Iiini 1525,
701
zu wirken. Sofern mm Schasfhausen Niemand du hätte, bitte man es ernstlich, unvcrweilt eine Botschaft dahinzn senden und treulich arbeiten zu helfen, damit Blutvergießen und Verwüstung des Landes verhütet werde...
A. Schaphausen: Correspondenzen. — Vgl. Schreiber II, 250.
3) 1525, 29. Juni, Zell. Hanptleute, Commissarien und Räthe F. Dt, von Oesterreich und des schwäb.Bundes an (die Boten der zwei Orte?). Antwort auf das jüngste Schreiben- Man lege die Abschrift der ebenan Schasfhausen, Dicßenhofen und Stein erlassenen Erklärung bei und wolle dabei verharren, Ei» Geleit zugeben, wäre zwar kraft der Erbeinnng nicht nöthig; dein gestellten Begehren wolle man jedoch entsprechen, ratheaber für den Fall, daß die Botschaft ins Lager zu reiten gedächte, einen Boten vorauszuschicken, damit ihr vonUnverständigen nichts begegne ... Sl, A, Zürich' A, Heg-», (C°p>e),
4l 1525, 29. Juni, Zell. Hanptleute, Eommissarien und Räthe F. Dt. von Oesterreich und des Bunds znSchwaben an Schafshnnsen, (auch Dießcnhofcn und Stein). Antwort ans dessen Zuschrift - Die Bauern im Hegauund ihre Anhänger haben sich an die von cidg, Orten aufgerichteten Verträge nicht gekehrt, sondern wider alle Ehr-barkeit die Herrschaft Oesterreich und deren Schirmverwandte und Unterthanen belagert und eingenommen; deßhalbsei beschlossen, sie nach Verschulden zu strafen, von welchem Befehle man nicht mehr abgehen könne. Könnteman aber vernehmen, wie sie sich in die Strafe ergeben und den gethanen Schaden ersetzen wollten, so würdeman sich dagegen auch gebührlich halte» . . . (Zusicherungen für die Angehörigen von Schaffhauscu). Da mandie Erbeinnng in allen Dingen zn halten begehre, so ersuche man schafshnnsen, den Feinden nieder Proviant»och sonst welche Hülfe zukommen zn lassen . . . St, A. Zürich: A. Hegau tC°p>°). - A, Schasfhausen: Carr-spand-nzcn,
Eventuell ist zu vergleichen der Abdruck bei Schreiber II, 247—24S.
5) 1525, 1. Juli (Samstag »ach Petri und Pauli), Stein. Peter Meyer und Hans Bleuler an Bin, undRath in Zürich. 1. „Als wir mit sampt unseren Eidgnossen von Schaffhuscn zno den Hcgöwischen und Schwarz-wäldischen Hufen (gekommen), Hand sy uns frimtlich cnpfangen und (sind) unser znoknnft, als uns düccht, ivolzefridcn (gsin). Do erzaltend wir inen die befelch, so ir unser Herren (uns) befolhen hattend, »amlich von inenze verneinen, was irs willens und fürncmens wäri, ob sy zno de» fachen weltind lassen reden, deß sy gnotwilligwarend; doch sragtend sy uns, ob wir mit den Bündischen onch red wöltind halten, oder was die selbigen sich gegenuns entschlossen. Uf das gabend wir inen antwurt, sy möchtind wol bedenken, so sy uns onch gleit geben, hosftindwir, daß sy onch wol dran wärind; wer könnti darwider sin, wann schon groß schlachten bcschächind, daß mandcnnocht frid mücßti halten znoletst. Doch was unser nbscheid init disen pure», daß sy artikcl stellen söltind, diesy vermeintind ze beharren, und die selbigen uns gan Stein überantwurten, dann wir hinfärig wärind gon Zell,
daselbs die Bündischen anzekeren, was wir alda fundind.
2. „Demnach kainend ivir gen Zell, vcrmeintend sy da ze finden, ivnrcnd sy hinweg; kartend wir zno beidenburgcrmcistcrcn, zno erknnne», ob inen etwas enpsolt (sie) wäri, uns antwnrt ze geben von der Herrschast wegen;sprachcnd sy nein, kein wort, Ist nit minder, wir warend hungrig, hcttind gern unser imbiß gcilonnnen, dann eseben spat was; aber wir mnoßtend usserthalb der statt blibe»; doch hülsend nns gnot Herren und gsellen mnbmin, brot und käs; das alles ward uns gschcnkt von üwer wegen. Darnach gabend sy nns zwcn gleitsmannzno, hinnach dem Hufen ze riten; do eriltend wir sy vor Stockach; kam Herr Marr Sitich von Ems, gab unsbscheid, den rechten gwalt fundind wir in der statt Stockach; wäri nns etwas nnglegen, möchtind wir dahin kcre».Das beschnch. Funden wir her Eristoff Fuchs, Ritter, ui^i her Doctor Sturze!. Ist nit nnnder, (die) cmpfiengennns herrlich durch den stattschribcr von Zell mit vil gnoter ivorten, und ob nns etwas nnglegen wäri, wöltindsy all fachen lassen stau und uns verhören der anligcnden fachen, Danktend wir dem schribcr sincr guvtwillige,und wäri nit minder, wie bald es sin möchti, wäri unscrs willens für die regenten zkeren, damit wir bald vondanncn kämind; dann ein großer züg von rossen, reisigen und fnoßknechtcn da warend, was nns die wil nit kurz,und sölti tfür) nns crfaren, wen» es gschickt wäri. Bracht uns glich antwnrt, glich von stund an ze komm.
3. „Do das beschach, sagtend wir inen, was uns enpfolen wäri von unser» Herren von Zürich und Schafs-husen .,., nämlich daß wir dahin geschickt wärind, frid und cinikeit ze machen, damit blnotvergießen und anders übelvcrmittcn blib, mit vil andren warten und nrgumcntcn, so sy wider nns und wir wider sy von der puren wegenargniertend; doch znoletst gabend sy ir antwnrt also- ES wäri mänklich wol wüsscnd, wie die puren eben »»-