Druckschrift 
4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
Entstehung
Seite
700
Einzelbild herunterladen
 

700

Juni 1525,

geholfen werden könnte, i. Denen, die Erz suchen wollen, ist nnf ihre Bitte ein freies Jahr bewilligt; wennsie aber etwas Namhaftes finden, so sollen sie den zehnten Kübel .geben. K. Den beiden Klöstern hat man alsAlmosen 4 Kr, gegeben, Ii. Dem armen Pfaffen soll der Vogt anständige Hosen, ein Wamset, ein wollenesHemd und ein Paar Schuhe »lachen und die Kosten durch den Fiscal das nächste Jahr verrechnen lassen, i. DerZoller von Mendris hat von dem Weinzoll und Bank 100 Sonnenkroncn bezahlt; seiner guten Dienste wegen,die den Boten bekannt sind, hat man ihm die Pacht auf vier Jahre für je 100 Kr, erneuert, Ii. Basel undUnterwalden »lachen einander die nächste Besehung der Vogtci Mendrisio streitig; das ist auf Tagen weiter zuverhandeln, I. Der Vogt meldet einige Kosten an, die er mit Spähern gehabt; dafür gibt man ihm 13 Kr., dazunoch 3 Kr, 23 Groß für das Geld, welches er den armen Knechten ansgetheilt hat, in. Dem Vogt, demSchreiber und dem Weibel hat man für ihre Spenden an arme Knechte 15 Kr,, und zwar dein erstem 6, demandern 4, dem letzter» 5, bewilligt, die sie aus dem künftigen Malefiz empfangen können; an die Wirthe, diejenen Knechten Speise und Trank gegeben, kann der Vogt 8 oder 10 Kr. aus dem Malefiz vertheilen. DiesAlles soll jedoch verrechnet werden. ii. Geschenkt hat man des Vogtes Weib 1 Kr., seinem Gesinde 1 Kr.,seiner Schwieger und Jungfrau 1 Kr,, den Weibeln 4 Kr,, den Frauen des Schreibers und des Landweibelsje 1 Kr,, dem Dorfweibel 1 Kr,, den Jungfrauen der beiden Weibel 1 Gl. rhein, «». Jeder Bote weiß, wiedem Vogte aufgetragen ist, in Sachen eines Erbes und ii? andern wichtigen Geschäften zu handeln und nächstesJahr darüber Bericht zu geben; auch deren von Dninenza wegen ist ihm etwas befohlen, z». Jeder Bote hat„zu Luggaris" empfangen 151 Kronen, 6 Gl, rhein,, 9 Ducaten, dazu noch 16 Ducaten, 3 Dicken, noch 2Dicken und 1 Jnlier (?).

Zu Vergleiche Nr, 288 b.

T87.

Stockttch. 1525, Ende Juni.

Staatsarchiv Zürich.

Versuch einer Vermittlung zwischen den Commissarien der Herrschaft Oesterreich und des schwäbischen Bundeseinerseits und den Bauern der Landschaften Hegau und Kleggan anderseits, durch eine Botschaft von Zürichund Schaffhausen.

Ein Abschied wurde nicht ausgefertigt, zumal die Verhandlung fruchtlos war. lieber den Verlauf derselbengeben folgende Acten die nöthige Auskunft:

1) 1525, 24. Juni (Joh. Bapt.). Schaphausen an Zürich. Es werde wissen, wie Graf Rudolfs llnterthancnvor Küssenberg liegen; nun vernehme man glaublich, daß sie die diesseitigen Angehörigen mit vielen Drohungenauffordern, zu ihnen zu kommen. Da Zürich daran ohne Zweifel Mißfallen habe, und die Empörten („st") ih"'mit Burgrecht verwandt seien, so bitte man es, dieselben zur Ruhe zu weisen. St, si. Zürich- A, .«n-ngou.

Auf dieses Schreiben wurde I, Jörg Göldlin in das Kleggau verordnet, mit den Bauern ernstlich zu reden,Den Wortlaut der (undatirten) Aufforderung der Bauern an die Herren auf Küssenberg hat Schreiber, Bauern-krieg II, 238,

2) 1525, 28. Juni l?,.Mittwoch"), 8 Uhr Vorm, Zürich an Schafshausen. Man habe soeben eine Botschaftzu den Bündischcn und den Bauern abgeordnet, um nochmals mit allem möglichen Fleiß für einen guten Vergleich