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Juni 1625,
Item des ersten sollent alle pfarrherren allein (das) leren, so mit göttlicher (schrift) und beider testamenthellen Worten und geschriften müg probiert und erhalten werden.
Item daß keiner den andern schelte ketzer, verfüerer und derglichen wort brnche.
Item diewyl die meß kein opfer, sonder testament und widergedächtnus ist und weder für lebendig noch todgenossen werden mag, kanonen und anders uf opfer reichend uszuolasscn (?).
Item die gesunden und kranken mit beiderlei) gestellt, so oft es not ist, im tod und leben zuo versehen.
Item daß die bpcht für ein cristenliche ratsforschuug gelert, doch allweg zuovor gott gebuchtet werde.
Item daß gelert werde wider die mißbrüch der vercrung der heiligen, such die schuld (Sündeubekenntniß?)gesprochen one bekanntnuß Marie und der heiligen.
Item daß man die bilder müg haben, wo man sy nit anbetet oder ert oder hilf und trost zuo inen setze,sonder allein für gedächinuß bilden hat.
Item daß mit undcrscheid der spisen niemant den andern ärgere.
Item daß der sontag sig zuo gedächinuß der urstend (nferstehung?) ufgesetzt, also soll das gebott des bannsund einer todsünd umb die fprtagen absin.
Item daß man uf Pfiugstabcnd und andere mal den touf nit benedic(icr)en sölle.
Item am Sonntag vor Corporis Christi die gemeinden gestellt werden und inen fürgehalten, es Hab keingrund, das umtragen und der ablas von Nom.
Item daß dispensationes umb gelt abgestellt werden und man die Ee copulieri uß dem chlomteu (?).'
Item die leser zuo verbieten.
Item daß man die kinder tonfen sölle in liiterm wasser one krisam und öl in tütsch nach angezeigter newer form.
Item die jartagen uns in narungwis versehen zuo lassen.
Item die opfer nit anders zuo forderen dann (als) ein stür zuo unserer notdurft und narung und darumbzuo danken.
Item extremam nnctionem geben, wer es begert, on letanp.
St. A. Lucern: A. Neligionshändel. — St. A. Bern : Abschiede A. 397—398. (Sehr schlechte Copieen).
Zu IN». 1) Vortrag des Herrn von Boisrigault, Anwalt des Königs von Frankreich : Die Regentin habedem General Morelet, der zu Bern liege, und ihm neulich geschrieben und ihn beauftragt, den Eidgenossen zumelden, daß auf den 25. d. Mts. eine kleine Summe Geldes (100,000 Fr.) versendet »verde, um den Hauptleutenund Knechte»» für einmal das Nothwcndigste zu bezahlen; schon längst wäre dasselbe abgegangen, »venu nicht außer-ordentliche Kosten auf die Beschützung der Grenzen und andere Angelegenheiten hätten verwendet »verde» müssen;die Eidgenossen sollen aber nicht zweifeln und »verde»» übrigens durch Junker Ludwig von Dießbach von Bern,der auf Befehl seiner Obern des Soldes wegen an den Hof gereist und wieder auf dem Heimwege sei, vernehmen,- daß die Negierung den festen Willen habe, sie zu befriedigen. Daß der König nach Hispanien geführt worden,möge ihnen bekannt sein; vielleicht diene dies zu einem Frieden in der Christenheit; darauf dürfen sie sich aberverlassei», daß dort nichts verhandelt »verde, »vas ihnen und der bisherigen Freundschaft nachtheilig wäre; vielmehrwerde ihnen Alles kund gethan »verde»», da der König ihre treuen Dienste nicht vergessen habe; darum bitteseine Mutter, daß sie in ihrem Vertrauen und ihrer Zuneigung für denselben beharren »vollen. Und da in Frank-reich Alles wohl stehe, auch kein'Krieg zu erwarten und jedenfalls kein Feind zu fürchten sei, so dürfen die Eid-genossen nicht besorgen, daß sie etwas verlieren müssen, da doch schon größere Summen als die jetzt hnngeudeSchuld abgetragen »Vörden seien, und der König sie ehrlich bezahlen »volle. K. A. Freiburg: Ms-hi-d- Bd. es.
Es sind sodann auch folgende Acten zu beachten:
2) 1525, 11. Juni (hl. Dreifaltigkeits Tag). Bern au Ludwig von Dießbach (Gesandte» bei der Regent!»»).Antwort auf dessen heute empfangenes Schreiben. Man vernehme de» geinachten Vorschlag »nit Mißfallen, da erschimpflich erscheine, und »volle ihn beiden Parteien zi» gut geheim behalten; denn die Eidgenossen von den Ländern,die mit den» Herzog von Mailand wegen eines besondern Verständnisses ii» Ilnterhandluiig stehen, seien von demAbschluß nur durch die Hoffnung auf billige Zahlung zurückgehalten, und zudem sei auf den» letzten Tage zuFrauenfeld durch eine auschuliche Botschaft ein „großer Vorschlag" des römischen Königs eröffnet worden, »w»