Juni 1525,
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welchem mmi eine Abschrift samt einer Copie des Abschieds beilege; würde nun den Eidgenossen der Vorschlagdes königlichen Rathes bekannt, so ließe sich wohl voraussehen, wie derselbe aufgenommen und die Vcreinunggehalten würde. Dies alles solle der Bote der Frau Regent!» und den Rüthen zum angelegentlichsten vortragenund ihnen zu bedenken geben, wie viel die Vereinnng beide Theile bereits gekostet, »nd wie besonders Bern sichangestrengt habe, die Krone Frankreich zu unterstützen; daß man die Gemeinde nicht länger beschwichtigen könnte,und also die Rüthe z» einer Unterdrückung der Obrigkeit Anlaß gäben, .'c. Darum seien sie ernstlich zu ersuchen,eine möglichst große Summe für den Anfang herauszuschicken, ?e. St. «.»-»>: Te»t!ch MMm i>. c. sss b.
3) 1525, 19. Juni (Montag nach Corporis Christi). Bern an Ludwig von Dießbach. „Wir haben aber-mals bin schriben verstanden und an sinem inhalt, antreffend so ein kleine summ, ein bedurens gehebt, als duselbs ouch, daß nützit guots dnrus zuo erwachsen, ivol magst betrachten, insunders so semlichs offenbar wurde,wäre vil besser und Wäger, si schickten gar nüt harus, dann so ganz wenig, und wo es unser Eidgnossen müssenhätten, wurden si deß ganz (und das nit unbillich) unwillig und übel zefriden (sin), dcßhalb wir inen sölichespöttliche sumiu nit zuoschriben bedörfen noch wellen in ansechen, daß uns semlichs zuo Nachteil und verwisenstnend. Harmnb befelchend wir dir, mit der Frow Regentin und (dem) Rat zuo reden wie vormals, ein dapferesumm für das erst mal harus zc schicken und zum weuigisteu doch Lw krönen, daß es etwas beschieße, und ctlichsteils die gemeinen knecht zuofriden und gestillt werden; denn Ivo semlichs nit beschickst, magst du bedenken, wasnnruowen darus erwachsen, und was dann inen nnster zuo willen, mögen si unfern l. Eidgnossen uf künftigetagleistung gan Baden zuoschriben; dann wir uns deß je, als obstat, nit wellen beladen. Sodcnnc wellest zuoLion, bis sölichs alles bcschicht, verharren und nit harus komm; daran verbringest unser» willen."
St. A. Bern: Teutsch Missiven I'. t'. 404.
4) 1525, 20. Juni (Dienstag nach Corp. Christi). Bern an Denselben. Auftrag, den Hauptmann Baptistvon Bellcnz und dessen Bruder Hieronymus, als Angehörige der Eidgenossen (und nicht bloß Zugewandte, wiedie Graubündner), bei der Regentin zur Bezahlung der verdienten Sölde zu empfehlen, worüber man der Re-gentin auch geschrieben habe, ?c. w. l. «s i>.
5) 1525, 23. Juni (Vigilia Johannis). Bern an Denselben. Abberufung, weil nur» sehe, daß die Rcgentinalle Warnungen, die man ihr zukommen lasse, geringschätze, ?c. w.k. 4vei>.
Zu Der Zürcher Abschied enthält am Schlüsse der Jahrrcchnungs-Uebersicht folgenden Satz: „Sodann,lieber Her Escher, ir wisscnt die bitt des stattschriber(s) und des nndervogts, sind noch vier gülden schuldig byiren rücken under vogt Nubly."
Zu iin. 1) 1525, 28. Juni (St. Peter und Pauls Abend). „Anlaß" zwischen der Bauerschaft im Kleggau w.und dem Landvogt auf Küssenberg. „Wir nachbencmpten Jörg Göld(l)i, des Rats Zürich, und Uolrich Türler,des Rats zuo Uri, diser zit landvogt zuo Baden im Ergöw, thuond kund mit disem brief: Als sich dann ei»kriekliche empörung und ufruor diser tag erhebt hat under der gemeinen pursamc im Klecki und iren Helfern,anhängern und mitverwandten in der fach wider den edlen festen Jakoben von Heidegg, des wolgebornen unsersgnädigen lieben Herren Graf Ruodolfen von Sulz landvogt uf Küssenberg, und ouch wider das jetz bemelt schloß,von allerlei vermeinter beschwerden und etlicher tröwworten wegen erwachsen, alles an not zuo erlütcren, unddiewyl si eben hitzig ufgebrochen und findlich uf und wider einander geschossen, gezogen und angriffen, ouch etlichumgebracht, haben unser Herren und ober» betracht und erwogen, zuo was großem nachtheil und schad solichsbeiden theilen reichen und uß diser beschädigung erwachsen wurde, und also uns, nämlich mich den obberüertenJörg Göldin min gnädige Herren von Zürich, und mich den vorbemeldten Uolrichen Türler min gnädig lieb Herrengemein Eidgnossen, so jetz uf der Jarrechnung zuo Baden mit vollem gemalt (zuo) tagen by einander» versampt,hie zmüschen abgefertiget, zuo versuochc» ob wir si mit »nd gegen einander» zuo guotem bringen und vertragenmöchten, deß wir uns nu als die gehorsamen underwunden und nach verhören beider theilen anligen, vermeintenbeschwerden, klegten und anmuotungen, ouch alles so uns bedüecht nutz, not und guot sin, deßglichen nach gnuog-samem entdecken und fürbringen unser beider Herren befelch, haben wir si mit und gegen einander» bcrickst undbetragen, ein stillstand und friden gemacht in form, wys und gcstalt, wie lstcnach folget: