Januar 15W,
»». Da man vernimmt, daß de» Bündnern Stadt »nd Schloß bläuen entrissen ivorden, so bat man ihnenschriftlich unser Bedauern beengt, Zugleich ist den Vögten in den t^ränzlanden besohlen, wachsam zu bleiben,I». Der Taucher deö Abtes in der Reichenau eriuncrt an die früher getroffene Abrede betreffend das Verhaltenbei dem Abzug der beiderseitigen 'Angehörigen in THurgau und begehrt, daß der l'andvogt beauftragt werde,darüber einen Vertrag zu errichten, wie schon dem Vogt Auheim besohlen gewesen sei, « . Wegen des Psrundlehen zu Hüttlingeu werden Joachim Mötteli und der Abt von Au an vier Unparteiische gewiesen, die sie z»vertragen suchen mögen. Könnte aber kein gütlicher Vergleich gefunden werden, so sollen beide Parteien »ulihren Nechtstitelu wieder zu Tagen erscheinen, damit man sich bcralhe, wohin sie an'S Recht zu weisen sind.«I. ^'aut des lepten Abschieds von Baden hätte der Schultheiß Gffinger im Rainen seiner Voglkinder wegenWeiningen erscheinen sollen: da er aber ausgeblieben, so wird er aus den nächsten Zag cilirt; deßhalb crsnclnman Zürich, ihn dazu anzuhalten, «. l, Funker Wolf von Jelmstorf legt über das ab dem Zage zn Badenan den Bischof von Uonstanz gestellte Ansinnen, den Doctor Gck zur Zheilnahme an einer Disputation Wvermögen, eine schriftliche Antivort ein, die dahin geht, die Eidgenossen sollen vorerst erwirken, daß Zürich »ii>dem Zwingli zu einer Disputation an einem unparteiischen Drtc sich verstehe; sonst würde die Unterhandlungmit dem Gck fruchtlos sein. Mündlich erbietet er sich, die Mißbräuchc abstellen zu Helsen, welche die (Eidgenossen„erkennen mögen." 2. Jehl eine Disputation zu halten, scheint indcß den Boten nach gepflogener Unterredungnicht gut, aus allerlei Ursache», welche die Herren in jedem Drtc wohl ermessen können, 't, 'Z^eil nun abc>vielerlei Mißbräuchc und Beschwerden osseubar am Zag liegen, die sowohl vo» geistlichen als weltlichen brigkeiten überall aus die armen 2eute gewachsen sind, so wird der Vorschlag gebilligt, daß die Eidgenossen von olle»Drtcn sich zusaininenverfügen »nd Artikel aufscpen, in welcher Gestalt die Mißbräuchc abgeschafft werden solle»,damit das Gute nicht mit dem Bösen unterdrückt werde »nd man zur Einigkeit kommen und darin bleibenkönnte bis auf die Zeit eines allgemeinen Gonciliums. Dieser Vorschlag soll von jedem Boten zum treulichstenheimgebracht und überall reiflich erwogen werden, damit ma» den gemeinen Mann zufriedenstellen und z»mGehorsam bringen möge. 4. Ferner soll mau berathcn, ob man nicht auch die Bischöfe von Uonstanz, Gh»r,Basel und Lausanne und andere gelehrte seilte dazu berufen wolle, um in der Sache desto fruchtbarer Handel»und die gefaßten Beschlüsse desto kräftiger beschirmen zu können bis aus ein gemeines Goncilinm, 5, Für diesesGeschäft wird nun ein besonderer Tag auf de» 2li, Januar »ach ^neern angescht. Heimzubringen und alSdaiwAntwort zu geben, ob man auch Zürich dazu laden wolle, t. GS wird ein päpstliches Brem vorgelegt desInhalts, daß die Gidgenossen die Johanniter Häuser in ihren Gebieten bei ihren Freiheiten schirmen möchte»-Heimzubringen, ßx» Der Prior von Gappcl und der 1'andvogt im Zhurgau melden, l, daß die Aeblissin z"Dänikon nicht mehr regieren und im Kloster bleiben wolle, weil man ihr nicht mehr gehorche; der Gonvcwhabe nun eine andere Aebtissin erwählt, aber nur für zwei Fahre. 2. Die Frauen bitten um Verbesserung >h^'Psrüudcu, iveil sie mit denselben nicht mehr ausreichen, kl, Die abgetretene 'Aebtissin begehre ein angemesscnGLeibgeding von dem Gotteshaus, 4, Gndlich beschweren sich die von dem Kloster belehnten Bauern über zuZinse. — Heimzubringen, da die Boten über dies alles keine Vollmachten haben, 1, Der Vandvogt imThurgau klagt, daß ihm Gtliche die Fastuachthühner nicht mehr entrichten wollen, namentlich im Dänil"Amt, indem die 5'eute einwenden, die Unterthancu von Zürich geben auch keine mehr, 2, Ferner berichtet ei,daß zu Andorf Ginigc auf Weihnachten die (Gucisire und Bildnisse aus der Kirche aus ein Moos hinan-'getragen, geviertheilt und in Gräben geworfen, „als ob sie Uebelthäter gewesen". Seine Nachfrage sei obncGrfolg gewesen, indem er von .Federmann den Bescheid erhalte, man wisse nicht wer cS gethan; nur zw"