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October 1524.
Sie berichten unter Anderm, wie Schaffhausen mit vielem Fleiß darin unterhandelt und wirklich eine Vermittlungzwischen den Parteien zu Stande gebracht, die aber die Bauern wieder unversehens abgeworfen, indem sie sichauf der Kirchweih zu Hilzingen versammelt und abermals einen Bund gegen ihre Herren geschworen haben-Nun erfahre man von verschiedenen Seiten, daß Herzog Ulrich von Würtemberg und einige seiner Parteigenosse»die Aufruhrer bestärken und ihnen Hülfe versprochen haben; dcßhalb gelange das Ncichsregimcnt an die Eid-genossen mit der Bitte, sie möchten den Herzog bewegen, von solchen Umtrieben abzustehen. Es sei aber Z»besorgen, daß auch anderwärts noch Empörungen entstehen, die das Reich und die Eidgenossen beunruhigen, »R'Obrigkeit unterdrücken, Zwietracht, Krieg, Blutvergießen und unwiederbringlichen Schaden bringen müßten, i»^besondere weil jetzt der gemeine Mann, der ohnehin schon zum Aufruhr geneigt sei, durch die lutherische „Factiondazu ermuntert werde. Demnach richten Statthalter und Regiment an die Eidgenossen die freundliche Bitte, dassie ihren Unterthancn und Verwandten mit dein größten Ernste vermehren, den etwa erweckten Empörungen irist»dwelche Hülfe, Vorschub, Unterschleif, Zuzug oder anderen Beistand zu leisten, sondern vielmehr behülflich P»möchten, dieselben zu unterdrücken und zu bestrafen. — Darauf wird den genannten Boten geantwortet, >»»"werde ihren Vortrug heimbringen und ans dem nächsten Tage Antwort geben, v v I. Ritter Wilhelm von Reichsbach, kaiserlicher Rath, und Secretär Veit Sutcr tragen vor: 1. Da man ans dem Tag zu Baden überc»»gekommen, einander gegenseitig behülflich zu sein, um die begangenen Frevel zu strafen, so habe der(Ferdinand) (von Neuem?) beschlossen, den christlichen Glauben, in welchem seine Väter gelebt und gestorbc»,zu beschirmen und aufrecht zu halten, soweit seine Kräfte reichen; denn die lutherische Lehre pflanze nur Anst'»^und Empörung gegen die Obrigkeiten, wie er selbst an der Stadt Waldshnt erfahre. Da er nun gesehen,die Eidgenossen sich auch entschlossen, ihren alten Glauben zu schützen und die lutherische Lehre zu vertilge»,freue ihn das nicht wenig, und er könne sie nur ermuntern fortzufahren, die Frevler zu bestrafen und gc»"st'der Erbeinung sich nachbarlich zu erweisen; er wolle auch seinerseits die von Waldshut züchtigen. 2. Weil »aus Innsbruck vernommen, daß die Bauern sich hie und da zusammenrotten, so habe er ein Aufgebot erlastund an etlichen Orten am Rhein einiges Kriegsvolk zusammengezogen, um schnell zur Hand zu sein, wenn etw^vorfallen sollte. 3. Da er nun die Erbeinung gerne halten lind zur Beschirmung des christlichen Glaubens,Ausrottung der Irrlehren und zur Aufrcchthaltung der Obrigkeiten strenge einschreiten werde, so erwarte er, b»i'auch die Eidgenossen ein getreues Aufsehen haben und bedenke», daß Gott nicht da sei, wo nicht der Friede st»4. Da er auch vernommen, daß sich Zürich mit denen von Waldshut „vermischt" habe und denselben Beisb»leiste, und somit die Erbeinung übertrete und verachte und den von den Eidgenossen erlassenen Absth»'^zuwiderhandle, so bitte er die Eidgenossen ernstlich, die von Zürich dahin zu vermögen, daß sie die Ihrige»Waldshut zurückrufen und die Nichtgchorchendeu bestrafen, indem sonst diese Angelegenheit nicht bloß Zw' ^pörnng der Waldshutcr, sondern zu einem Landkrieg gegen die Eidgenossenschaft führen könnte. Sollten die -Orte hierüber keine entsprechende Erklärung geben, so haben sie (die fürstlichen Boten) Vollmacht, sich selbstZürich zu verfügen und das Aenßerste zu versuchen. 5. Es habe ihre fürstliche Durchlaucht ferner veriw»»»^'daß Herzog Ulrich von Würtemberg die Absicht zu erkennen gebe, mittelst der (Anhänger der) lutherische»wieder in sein Land zu kommen; derselbe habe auch Leute nach Tiviel geschickt, Kupfer dahin gesendet und dc»»Büchsen gießen lassen, von Twiel nach Hilzingen Knechte geschickt, und bei dem Auflauf der Bauern daselbst stdrei Signalschüsse ans Büchsen gethan worden; aus dem und anderem schöpfe man den Verdacht, daßgemeinsame Erhebung vorbereitet werde. Die Eidgenossen möchten sich also bei dem Herzog dafür verwende», ^er keinen Krieg anfange, der zur Empörung führen könnte, (i. In Betreff des Pfaffen und Prädieante»