Octobcr 1524.
einsetze» (lassen), in Anerkennung seiner ritterlichen Thaten, die er in jüngster Zeit zu Rhodus ausgeführt habe-Da sich nun aber die Gerichtshörigen und die Gemeinde zu Tobel für den bisherigen Schaffner daselbst ver-wenden, der seine Verwaltung so trefflich führt, so wird beschlossen, es solle derselbe das Haus ferner verwalte»/alle Jahre Rechnung ablegen und den „Vorschlag" für das Haus aufbewahren, alles bis ans weitem BeschsDein Grafen wird geantwortet, man werde sein Gesuch heimbringen und ihn: auf nächstem Tage darüber eine»Bescheid ertheilen. «». Da das deutsche Haus Leuggern, ebenfalls Johanniter Ordens, schlecht gebaut und„O"stört" ist, und davon viel Gut in die Fremde gezogen wird, und man eingesehen hat, daß es für Kriegszei^zweckmäßig wäre, wenn das Haus wieder erbaut und die Wälle hergestellt würden, so wird heimzubringenbeschlossen, ob man den Bau unternehmen und den Commenthur daselbst vermögen wolle, kein Gut mehr wM»schleppen, sondern die Vorschläge an den Bau zu verwenden. K». Die Boten von Zürich bringen vor, esschon öfters von den Vögtei? und Amtleuten der Eidgenossen Aenßerungcn gegen die von Zürich gefallen, ^obschon unwahr, nicht bestraft werden; man nenne ihre Obrigkeit und ihre Prediger Ketzer, was billiggestattet werden sollte; denn 'sie haben sich schon oft erboten, sich belehre» zu lassen, worin sie irren, habenselbst begehrt, daß an einem geeigneten Orte darüber dispntirt würde; es könnte auch den andern Eidgcnosl^verdrießlich sein, wenn sie (derart) geschmäht würden; daher werden sie ersucht, überall zu verbieten, daß st^grobe Aeußcrungen gebraucht werden, bis die von Zürich überwiesen seien, daß sie irren, «g. Des GrafenArona Botschaft bittet abermals, es möchte ihm jedes Ort 100 Kronen darleihen. Da nun einige Ortegeneigt waren, indem berücksichtigt wird, wie viel den Eidgenossen an der Erhaltung der Insel liegen müsse, )'man wiederum in den Abschied genommen, ob man ihm mit Geld helfen oder sich nochmals bei dem König s"ihn verwenden oder endlich die Insel zu der Eidgenossen Händen nehmen wolle. ». Ein Schreiben des HAZ^von Mailand meldet, daß Graf Ludwig Borromäus Brandstiftungen, Todschläge und andere Frevel sichzu Schulden kommen lassen; damit aber die Eidgenossen erkennen, daß der Herzog ihre Wünsche höher sch^als seine Rache, so zeige er ihnen an, daß er die Bckriegnng und Belagerung des Schlosses Vitalin» anfll^'dagegen wünsche er von ihnen die Versicherung zu erhalten, daß der Graf und seine Kinder nie mehr ctn'^gegen ihn oder seine Unterthanen beginnen und das Schloß also besitze», daß weder ihm noch seinen IlnterthiN^dadurch Schaden erwachse; er verspreche endlich niemals zuzugeben, daß irgendwer etwas gegen das gen» ,Schloß unternehme, er habe denn drei Tage zuvor die Eidgenossen davon benachrichtigt. .»>. Eberl! vonfeldcn stellt das Gesuch, man möchte ihm, da er und sein Sohn den Eidgenossen als Leibeigene angehören,Fall und Laß zu kaufen geben. Heimzubringen und ans der Jahrrechnung zu Baden darüber Antwort zuda dem Landvogt in den Eid gegeben worden, die eigenen Leute in der Grasschaft nicht zu verkaufen, ^ .meldet Ludwig von Dießbach, weiland Vogt zu Lanis, der General (Morclet?) des Königs von Frankreichversprochen, das Geld zu entrichten, das er im Namen des Königs den Eidgenossen schuldig geworden, ^ .noch nicht erhalten, weil die Bezahlung nicht möglich sei, und er bittet nun, ihm noch etwas längerenzu verstatten. Man hat beschlossen, noch etwas zuwarten; doch soll er so bald als immer möglich diebezahlen, i». Da Freiburg und Solothnrn wiederum ihr Gesuch in Betreff der' Beschwörung der Bünde ^bringen, und auch dießmal die Boten verschieden instruirt sind, und einige Orte das Geschäft noch vor die - ^gemeinde bringen wollen, so wird die Sache in den Abschied genommen, v Der Priester zuvon seiner Pfründe verstoßen und ihm ein Eid abgenommen, sich in acht Tagen ans der Grafschaft z»und ohne Erlaubnis; der Obern nie mehr dahin zurückzukehren, weil er den Bauern gepredigt, daß d>c ^ ^in den Kirchen nichts nützen, daß die Mutter Gottes „ein armes Dienstmägdlein" gewesen und datz die Fun